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Aktienmarkt USA Mark Yusko "Wir folgen dem gleichen Muster wie 1928-1929"

17.07.2017, 15:38  |  10063   |   |   

Im Interview mit CNBC sagte Mark Yusko, CEO bei Morgan Creek Capital, dass sich das Wirtschaftswachstum in den USA bis zum Herbst entschleunigen wird. Ferner sieht Yusko große Ähnlichkeiten zur Periode unmittelbar vor der Weltwirtschaftskrise der 1930er Jahre.  

Auch wenn die Wirtschaftsentwicklung in den USA im ersten Halbjahr eine hohe Kontinuität zeigte, ist Mark Yusko der Überzeugung, dass sich ein ähnliches Szenario wie vor dem Schwarzen Freitag 1929 aufbaut. Bereits seit Januar wird Yusko nicht müde und verkündet seine negative Botschaft: Eine riesige Blase an den US-Aktienmärkten("CNBC"). 

Yusko sieht Ähnlichkeiten zwischen Hoover und Trump, denn beide haben ohne Erfahrungen das höchste Amt inne und der Kongress wird von Republikaner dominiert. Darüber hinaus gab es bislang nur große Versprechen und wenige Taten, was die Investoren, Unternehmer und Bevölkerung spätestens im Herbst tatsächlich realisieren werden, so Yusko. Laut seiner Prognose werden sich im Herbst die Zeichen eines rückläufigen Wachstums deutlicher zeigen als bisher. Was ist dran an Yuskos Warnung? Ja, die Aktienmärkten sind sehr stark: Der S&P 500 ist auf Rekordniveau und auch der Dow Jones übersprang locker die 21.500-Punkte-Marke.

S&P 500

 

Dow Jones

In der Realwirtschaft/Industrie könnte sich die Stimmung trüben, denn der Empire-State-Index fiel um 10 Punkte auf 9,8 Punkte - Experten hatten nur einen Rückgang auf 15 Punkte erwartet, siehe hier. Darüber hinaus gingen im Juni die Umsätze im Einzelhandel zurück - eines der wichtigsten Stützen der US-Wirtschaft - und die Inflation ging von 1,9 Prozent auf 1,6 prozent zurück. Das weitere Vorgehen der Fed - der angekündigte Abbau der Bilanzsumme und eine kontinuierliche Leizinserhöhung - geben den Investoren die Hoffnung, dass alles zum Guten steht.

Falls es doch zur Weltwirtschaftskrise kommen sollte, dann kennt man in den USA bereits das passende Gegenmittel. 



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Kommentare

Das kann schon so wie beschrieben passieren. Die Passive Seite ist noch nicht ganz konkursreif. Alle Zentralbanken haben bis heute nur Geld gedrukt, wovon Amerika neben der Schweiz blödsinnige Schulden im Krieg aufgebaut haben.

Amerika hat zur Zeit keinen blassen Dunst, wie Sie diese Krise meistern könnten. Die Schweiz hortet weiterhin 6300 Milliarden ausgewiesene Passiven, die plötzlich zurück zu den Darlehensgläubigern laufen könnten. Damit ist zuerst die Schweiz pleite, weil die Mächtigen werden nicht über Darlehen Rückzahlungen zeitlich diskutieren. Es kann wie vor dem Krieg passieren, dass die Zentralbank der Schweiz plötzlich den SFR um 66,666% Abwerten muss und anschliessend nur noch SFR 2100 zurückbezahlen kann.

Die Amerikaner werden sich bei allen anderen Ländern schuldfrei kaufen. Dafür bekommt Trump die Unterstützung vom Repräsentantenhaus.

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