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USA Bang bang: Zwei Faktoren könnten im August der Rallye die Tour vermasseln

24.07.2017, 12:08  |  4803   |   |   

Die US-Wirtschaft wird von generell guten ökonomischen Bedingungen, einem robusten Kreditmarkt und steigenden Unternehmensgewinnen gestützt. Der August ist allerdings oftmals ein schwacher Monat und das könnte die Märkte verändern.

Der S&P 500 hat in diesem Jahr bereits einen ruhigen aber kontinuierlichen zehn-Prozent-Anstieg hinter sich. Das Hoch lag bei 2.473 Punkten, wobei die Volatilität des S&P 500 in den vergangenen zwölf Monaten bei niedrigen 8,09 Prozent notierte. Zum Vergleich: Der Dax zeigte sich mit einer Volatilität von 12,18 Prozent deutlich volatiler. Die meisten Aktien zeigten steigende Kurse und es gab eine Rotation unter den Top-Positionen, was die Attraktivität bestätigte und für eine optimistische Stimmung sorgte. So könnte der US-Aktienmarkt charakterisiert werden. 

S&P 500

Für manch einen Anleger und Investor ist der US-Aktienmarkt zu ruhig, um ihm voll zu Vertrauen und gleichzeitig zu stark, um zu investieren. Es ist die Rede von einem Goldlöckchen-Markt und gleichzeitig können Gefahren von potenziellen Bedrohungen nicht ignoriert werden.

Besonders im August könnte es zu einer brenzlichen Situation an den US-Aktienmärkten kommen. Dann trifft nämlich die für diese Jahreszeit typische Entspannung unter den Anlegern auf weiterhin steigende Erwartungshaltungen ("CNBC"). Somit könnte es am S&P 500 zu einer ersten Korrektur kommen. Oftmals stellt lediglich diese dann nur eine weitere Möglichkeit für den Bullenmarkt dar, um an Zweifeln zu verdienen. 

Zwei Dinge können nicht geleugnet werden. Zum einen ist der August tendenziell ein harter Monat für Aktien und zum anderen folgt der gegenwärtige Markt nicht den bekannten Mustern, denn der S&P 500 notiert weit über dem 30-Jahresdurchschnitt. 

Quelle: CNBC (Strategas Research).

Für einen Crash am Aktienmarkt gibt es zwei weitere Szenarien: Der vierjährige Wahlzyklus und eine damit verbundene erhöhte Korrektur-Wahrscheinlichkeit alle sieben Jahre. Bereits vor zwei Jahren konnte ein ähnlicher Markt beobachtet werden, denn damals gab es eine schwache Volatilität und es kam zu einer Korrektur - jedoch dominierten damals nur eine handvoll Tech-Aktien den Markt. Der S&P 500 verlor 2015 innerhalb von wenigen Wochen 203 Punkte und rutschte unter die 2.000-Marke.

Für eine Korrektur der US-Aktienmärkte im August 2017 bräuchte es einen Ölkollaps, einen globalen industriellen Abschwung oder einen Gewinneinbruch bei den Konzernen, jedoch kann bislang keiner dieser Faktoren identifiziert werden. Trotzdem sollten Anleger die saisonalen Gefahren im Auge behalten, rät CNBC-Marktbeobachter Michael Santoli. Bislang habe sich der Markt eher antizyklisch Verhalten: Der sonst schwache Februar war 2017 ein starker Monat und der Mai weniger dynamisch als sonst, so Santoli.

Jeff deGraaf von Renaissance Macro Research konstatierte, dass weiterhin die Bullen den Markt beherrschen. Es gibt grünes Licht auf ganzer Linie und nur wenig Gegenwind. Viele Bären sind zu Bullen geworden. Die Zeichen deuten darauf, dass im August Spitzen erreicht werden: Der S&P 500 könnte die magische 2.500-Punkte-Marke überschreiten - vor 13 Jahren übersprang der Index die 1.500-Punkte-Marke. Die Aktien des Tech-Sektors sind gerade wieder auf einem ähnlichen Höhenflug wie in den 2000er Jahren und der Nasdaq absolvierte einen 10-tägigen Aufschwung: Es ging von 6.081 Punkte auf 6.390 Punkte.

Nasdaq

   

Laut der Einschätzung von Michael Santoli sieht nichts nach einer zügellosen Spekulation oder kopflosen Euphorie aus. Jedoch deutet laut Santoli vieles auf eine kleine Pause am US-Aktienmarkt hin oder gar einen Rückschlag. Santoli rechnet mit einigen kleinen Rückschlägen und erneuten Sprüngen, bevor dann tatsächlich neue Rekorde aufgestellt werden.



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