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LBS Bayern Reserven gestärkt, Geschäftsmodell stabil / Bausparneugeschäft zieht an - Zinssicherung ist gefragt

Nachrichtenagentur: news aktuell
26.07.2017, 15:11  |  402   |   |   
München (ots) - Die LBS Bayern hat sich strategisch auf ein
anhaltendes Niedrigzinsumfeld ausgerichtet. "Wir haben unser
Geschäftsmodell stabilisiert. Es funktioniert auch bei extrem
niedrigen Zinsen. Die LBS Bayern ist in der Lage, nachhaltig positive
Betriebsergebnisse zu erzielen", sagte der Vorstandsvorsitzende Dr.
Franz Wirnhier bei der Bilanz-Pressekonferenz heute in München.

Im ersten Halbjahr 2017 liegt der Absatz mit 4,1 Milliarden Euro
um 10,3 Prozent im Plus gegenüber dem entsprechenden
Vorjahreszeitraum. "Wir sind optimistisch, dass wir unser Umsatzziel
von 7,7 Milliarden Euro erreichen", sagte Wirnhier. 2016 sei ein
Übergangsjahr gewesen, in dem das Produktangebot konsequent auf
Kunden ausgerichtet wurde, die für einen späteren Finanzierungsbedarf
Vorsorge treffen wollen oder bereits einen akuten Finanzierungswunsch
haben. Bezogen auf dieses Kerngeschäft sei 2016 das zweitbeste
Absatzjahr gewesen. Der Wegfall anderer Produktangebote hatte zur
Folge, dass das Bausparneugeschäft um 22 Prozent auf 6,85 Milliarden
Euro zurückging.

Finanzierungsgeschäft ausgebaut

Im Finanzierungsgeschäft setzt die LBS Bayern ihren Wachstumskurs
fort. Die Sofortkredite legen nach einem Zuwachs von 14 Prozent im
Jahr 2016 auf 731 Millionen Euro auch im ersten Halbjahr 2017 zu. Das
Volumen der Auszahlungen betrug 350 Millionen Euro (plus 8,8
Prozent). Die Auszahlungen von Bauspardarlehen, die 2016 auf 192
Millionen Euro kamen (-4,8 Prozent), reduzierten sich im ersten
Halbjahr um elf Prozent auf 88 Millionen Euro. Dem wirkt die LBS
Bayern mit Umstiegsangeboten entgegen, die für Kunden mit älteren
Verträgen attraktive LBS-Finanzierungen möglich machen. Die neuen
LBS-Annuitätendarlehen, die erst seit Jahresmitte 2016 im Vertrieb
sind, haben von Januar bis Juni 2017 bereits ein Volumen von 74
Millionen Euro erreicht. Das sind 21 Millionen Euro mehr als in den
sechs Monaten davor. "Nach dem starken Vorjahr wollen wir die
anhaltend hohe Immobiliennachfrage nutzen und 2017 noch mehr
Finanzierungen in unsere Bücher bringen. Viele Sparkassen und der
LBS-Außendienst greifen gerne auf unsere Produkte zurück, um ihr
Angebot zu ergänzen", so Wirnhier.

Strategie zeigt Wirkung

Die Maßnahmen, mit denen die LBS Bayern dem Niedrigzinsumfeld
begegnet, zeigen Wirkung. Das Betriebsergebnis vor Risikovorsorge ist
gegenüber dem Vorjahr auf 36,3 Millionen Euro angestiegen. Dieses
Ergebnis wurde - neben ertragsstabilisierenden Maßnahmen - vor allem
durch die gesetzliche Änderung des Abzinsungszeitraums für
Pensionsrückstellungen beeinflusst. Die Verlängerung von sieben auf
zehn Jahre führt zu einer deutlichen Entlastung, die sich jedoch bei
der angenommenen Zinsentwicklung in den Folgejahren wieder
neutralisieren wird. Deshalb hat die LBS Bayern zusätzliche
Vorsorgereserven in Höhe von 17,4 Millionen Euro gebildet (nach
Paragraph 340f HGB). Nach Steuern liegt der Jahresüberschuss für das
Geschäftsjahr 2016 bei null. Wirnhier: "Wir können auch bei einem
anhaltenden Zinstief eine stabile Ergebnisentwicklung und
Kapitalplanung sicherstellen. Und zur Risikopufferung haben wir
weitere Reserven. Wir können positive Betriebsergebnisse erzielen und
diese nach Abarbeitung der Bestandslasten auch wieder steigern."

Neue Niedrigzinstarife bringen exklusiven Produktnutzen zur
Geltung

Wirnhier betonte, dass LBS-Bausparen im gegenwärtigen Umfeld
besonders gefragt sei: "Das Bausparsystem Sparen und Finanzieren in
der Gemeinschaft steht auf einer festen gesetzlichen Basis mit streng
regulierten Schutzmechanismen. Der Nutzen des Bausparens ist
exklusiv: staatlich geförderte Eigenkapitalbildung und Zinssicherheit
für Wohnbaufinanzierungen. Die Ziele des Bausparens sind
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