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Umzug vs Neubau Brexit-Tobabo: Deutsche Bank unterzeichnet Deal für neues Hauptquartier

02.08.2017, 09:05  |  25169   |   |   

Ein Brexit-Szenario der Deutschen Bank könnte so aussehen, dass das Bankhaus 4.000 Jobs von Großbritannien auf das europäische Festland verschiebt. Gleichzeitig unterzeichnete das Bankhaus gestern einen Vor-Mietvertrag für das neue Londoner Hauptquartier. 

Sobald Großbritannien die EU verlässt, könnte auch die Deutsche Bank einen Großteil der Arbeitsplätze von der Insel abziehen. Ein Teil der Mitarbeiter dürfte auf die Standorte Frankfurt am Main und Berlin aufgeteilt werden. Somit sind Paris und Dublin für das Bankhaus keine Optionen.

Das Bankhaus räumte unterdessen ein, dass der Umfang der Maßnahme im Wesentlichen von den Ergebnissen der Brexitverhandlungen abhinge, wie das Nachrichtenmagazin Bloomberg schrieb.

In welch unsicheren Zeiten sich die Deutsche Bank und die Finanzbranche befindet, zeigt der jüngste Immobiliendeal der Deutschen Bank. Das Bankhaus hatte am Dienstag mit der Land Security Group einen Vor-Mietvertrag für einen Neubau im Londoner Financial District - 21 Moorfields - unterzeichnet. Der Vertrag soll über 25 Jahre abgeschlossen worden sein und der Neubau 2021 bezugsfertig, wie The London Economic berichtete. Es soll das neue Hauptquartier der Deutschen Bank in London werden. Das Gebäude wird über 52.400 Quadrametern verfügen und die Deutsche Bank wird mindestens 43.500 Quadratmeter übernehmen. 

John Cryan von der Deutschen Bank sagte in der vergangenen Woche in einem Bloomberg-Interview, dass man wirklich nicht konkret sagen kann, wie sich der Brexit auf das Londoner Geschäftsfeld auswirken wird. Im Juli 2017 wurde bekannt, dass die Deutsche Bank rund 300 Mrd. Euro seiner Bilanz von London nach Frankfurt übertragen will. 

Sylvie Matherat von der Deutschen Bank hatte im April 2017 gesagt, dass durch den Brexit mehr als 4.000 Jobs auf dem Spiel stehen. Vermutlich wird die Deutsche Bank einige Jobs nach Deutschland verlagern, aber nicht alle Mitarbeiter aus London mitnehmen. 

 

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Kommentare

"John Cryan von der Deutschen Bank sagte in der vergangenen Woche in einem Bloomberg-Interview, dass man wirklich nicht konkret sagen kann, wie sich der Brexit auf das Londoner Geschäftsfeld auswirken wird."

Da klingt doch sehr viel glaubwürdiger als die Untergangsszenarien der EU-Lakaien.

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