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DAX-Chartanalyse: Wie lange pendeln wir seitwärts?

DAX-Chartanalyse Wie lange pendeln wir seitwärts?

Gastautor: Andreas Mueller
06.08.2017, 09:15  |  6821   |   |   

Das große GAP aus dem April beschäftigte uns weiter und ist noch immer die Begrenzung im DAX. Ein Ausbruch könnte jedoch jederzeit vollzogen werden. Daher schauen wir hier genau auf die Triggermarken und sich daraus ergebende Ziele.

Noch eine Woche der Unentschlossenheit für alle Anleger im DAX. Während an der Wall Street weiter gefeiert wurde und der Dow Jones aus Sicht der Bullen eine perfekte Woche ablieferte, konnte sich der DAX erst in letzter Minute aus seiner Lethargie ein wenig befreien. Ohne den Impuls vom US-Arbeitsmarkt am Freitagnachmittag wäre es wohl eine sehr unspektakuläre Woche geblieben. Doch so steigt die Chance auf einen "Befreiungsschlag" nun noch einmal an und die "Chance auf Bodenbildung" (siehe letzte Wochenanalyse) könnte sich weiter ausprägen.

Lesen Sie hier jedoch erst einen kleinen Rückblick auf die Ereignisse der Woche, bevor ich mit der Analyse des Charts für die kommende Woche starte.

 

Rückblick auf die GAP-Woche

 

Die Frage zum Wochenstart GAP nun zu und Ruh' zielte auf das Closing des großen Macron-GAPs aus April ab. Denn dieses hatten wir zumindest im Future vor einer Woche geschlossen.

 

Bereits am Dienstag wurde dieser Bereich noch einmal angelaufen. Sozusagen mit Anlauf. Denn am Morgen gab es zum neuen Monatschart zuerst ein neues GAP auf der Oberseite, welches dann aber schnell geschlossen und danach auch das Tief vom Montag noch einmal angelaufen wurde. Doppelt hält besser, dachten sich die Bullen an dieser Stelle:

 

Von diesem Niveau aus konnte der DAX erneut abprallen und sich nach oben arbeiten. Bis rund 12.300 Punkte, was die Oberkante des Frankreich-GAPs darstellte. Der Mittwoch zeigte dann erneut in die andere Richtung, mit einem recht stabilem Abwärtstrend bis zu den US-ADP-Daten. Sie geben einen kleinen Vorgeschmack auf die realen Arbeitsmarktdaten und waren schwächer als erwartet. Im ersten Effekt sorgten sie zumindest kurzfristig für ein gutes Signal auf der Oberseite:

(hier nachzulesen)

Leider nur kurzfristig, denn der erstarkte Euro zum Dollar machte den Kursanstieg schnell zunichte. Dieser kletterte in Richtung und kurzzeitig sogar über die Marke von 1,19 und legte sich somit "lähmend" über die Bullen im DAX. Short-Trades hatten an diesen Stellen immer wieder mehr Aussicht auf Erfolg, wie ebenfalls im Forum gezeigt:

 

Neben den Quartalszahlen, die recht durchmischt waren, aber auch in den Einzelwerten für weitere Phantasie sorgen (beispielsweise bei Adidas für ein neues Allzeithoch), belasteten den DAX zusätzlich der Abgasskandal und dessen politische und wirtschaftliche Folgen. Dieses hausgemachte Problem existiert in den USA natürlich nicht. Und so erklomm der Dow Jones jeden Handelstag ein neues Allzeithoch und hierbei sogar eine neue runde Marke - die 22.000 Punkte! Dies hatte ich als Momentaufnahme beim TV-Sender Bloomberg mitgeschnitten:

 

 

Ein Grund für den DAX, ebenfalls zu steigen? NEIN, denn fast schon aus Sturheit heraus machte der DAX am Folgetag das genaue Gegenteil. Er fiel weiter und näherte sich erneut den Wochentiefs. In diesem Trend konnte man entsprechend agieren und nach Abarbeitung eines erneuten Tests der 12.100 auch bei Bruch dieses Trends wieder zum kurzfristigen Bullen mutieren. Kurzfristig nur, denn die Bewegungen schwächten sich im Vorfeld des US-Arbeitsmarktberichts am Freitag weiter ab. Diese wurden um 14.30 Uhr bekanntgegeben und sorgen für positive Stimmung zum Wochenausklang. In robuster Verfassung und mit mehr Jobwachstum als erwartet, konnte er in den USA an die Kursgewinne der Vortage anknüpfen. Und diesmal sprang das Feuer der Begeisterung auch auf den DAX über. Der Ausbruch erfolgte kurz nach den Daten und wurde wie folgt hier in Aussicht gestellt:

Mit diesem Signal war der Weg frei, erneut zum Wochenhoch und damit an die immer wieder gezeigte GAP-Kante oberhalb von 12.300 Punkten zu marschieren. So kam es auch und mehr war rein zeitlich und vom Impuls her nicht möglich.

Im Wochenverlauf schwankte der DAX somit relativ exakt 230 Punkte in einer breiten Range, die man im Stundenchart gut erkennen kann und die auch zeitlich genau das GAP widerspiegelt:

(hier nachzulesen)

 

Aussicht auf Befreiung in der kommenden Woche

 

Die kommende Woche könnte sich natürlich wieder im GAP-Bereich austoben. Dieser ist hier noch einmal im 4 Stunden-Chartbild vermerkt:

Insbesondere wenn die Wall Street korrigieren sollte, was nach 9 Tagen in Folge Gewinn beim Dow Jones immer wahrscheinlicher wird. Und neben den nicht abzuschätzenden Kosten des Abgasskandals ist auch das Thema Brexit noch nicht ganz vom Tisch. Hierzu berichtete die Redaktion von wallstreet-online sehr ausführlich ->

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DAX-Chartanalyse: Chance auf Bodenbildung

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