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Rohstoffe: Brent und WTI nicht mehr im Gleichklang – das müssen Sie jetzt zum Ölpreis wissen!
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Rohstoffe Brent und WTI nicht mehr im Gleichklang – das müssen Sie jetzt zum Ölpreis wissen!

Gastautor: Eugen Weinberg
22.08.2017, 12:21  |  1862   |   |   

Der EUR-USD-Wechselkurs ist wieder über 1,18 gestiegen, wovon Gold allerdings nicht profitiert. Es fällt heute Morgen auf rund 1.285 USD je Feinunze. In Euro gerechnet kostet Gold 1.090 EUR je Feinunze. Die Schweiz hat im Juli gemäß Daten der Zollbehörde nur 120 Tonnen Gold exportiert. Nicht einmal die Hälfte davon wurde nach Asien verschifft, was die schwache Goldnachfrage in der Region bestätigt (siehe hierzu auch unsere TagesInfo Rohstoffe vom 1. August). In den Monaten davor lag der Anteil noch bei 70-80%. Die Goldexporte nach Indien fielen weiter deutlich auf nur noch 21,1 Tonnen, den niedrigsten Wert in diesem Jahr. In Indien wurde zum 1. Juli eine Mehrwertsteuer auf Goldkäufe eingeführt, was dort offensichtlich zu Kaufzurückhaltung geführt hat. Sogar deutlich stärker gingen die Ausfuhren nach China und Hongkong auf zusammen nur noch 34,4 Tonnen zurück. Dagegen hat die Schweiz mit 23,6 Tonnen fast doppelt so viel Gold wie im Vormonat in die Türkei exportiert. Rund 20 Tonnen gingen zusammen nach Singapur, Malaysia und Thailand. Die Handelsstatistik zeigt auch, dass viel Gold in der Schweiz selbst verblieben ist, denn die Importe beliefen sich auf rund 193 Tonnen. Gut 80 Tonnen davon kamen aus Großbritannien, was auf ETF-Abflüsse schließen lässt. Allerdings verzeichnete im Juli nur der in den USA ansässige SPDR Gold Trust größere Abflüsse. Während Silber und Platin im Fahrwasser von Gold ebenfalls nachgeben, ist Palladium fast unverändert. Die Preisdifferenz zu Platin ist daher auf weniger als 40 USD je Feinunze geschrumpft. So gering war der Abstand zuletzt vor zwei Monaten.

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Fast so schnell wie die Ölpreise am Freitag gestiegen waren, gaben sie die Gewinne gestern größtenteils wieder ab. Brent und WTI fielen zeitweise um mehr als zwei Prozent, machten seither einen Teil der Verluste aber wieder wett. Brent handelt aktuell bei 52 USD je Barrel, WTI bei 47,6 USD je Barrel. Die Preisdifferenz zwischen Brent und WTI hat sich auf mehr als 4 USD je Barrel ausgeweitet, das höchste Niveau seit September 2015. Eine Erklärung hierfür könnte das unterschiedliche Verhalten der Finanzanleger sein. Diese bauten in der Woche zum 15. August ihre Netto-Long-Positionen bei Brent um weitere 13,8 Tsd. auf 431,1 Tsd. Kontrakte aus. Das war der sechste Aufbau in den letzten sieben Wochen und das höchste Niveau seit fünf Monaten. Seit Ende Juni haben sich die Netto-Long-Positionen mehr als verdoppelt. Im Gegensatz dazu kam es bei WTI in den letzten beiden Berichtswochen zu einem merklichen Abbau der spekulativen Netto-Long-Positionen um 20,6 Tsd. auf 269,3 Tsd. Kontrakte. Auch die Terminkurven bei Brent und WTI sind höchst unterschiedlich. Die Brent-Terminkurve ist in den ersten vier Kontrakten fallend (Backwardation), die WTI-Terminkurve ist dagegen durchgehend steigend (Contango). Dies deckt sich zumindest nicht mit der Beobachtung, dass insbesondere in den USA die Lagerbestände fallen. Allerdings gab es zuletzt auch Meldungen, welche auf ein knapperes Brent-Angebot hinweisen. Zu nennen ist hier der voraussichtlich längere Ausfall des Sharara-Ölfeldes in Libyen, wodurch bis auf weiteres knapp 300 Tsd. Barrel pro Tag an vergleichbarem libyschen Öl fehlen. Zudem sorgen die OPEC-Kürzungen für asiatische Abnehmer für eine stärkere Nachfrage nach Nordseeöl.

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Eugen Weinberg
Leiter Rohstoffanalyse, Commerzbank AG

Eugen Weinberg leitet seit März 2007 das Rohstoff-Research-Team bei der Commerzbank. Der Diplom- Wirtschaftsmathematiker ist in Russland geboren, kam im Jahr 1999 für ein MBA-Studium nach Deutschland. Danach war er als Fondsmanager und Rohstoffanalyst bei der BW-Bank in Stuttgart beschäftigt und baute im Anschluss den Bereich Rohstoff-Research bei der DZ Bank in Frankfurt auf. Bei der Commerzbank ist er mit seinem Team maßgeblich für die Erstellung der Prognosen und der Strategien im Rohstoffsektor verantwortlich.

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