Die Geschichte der Börse

Nachrichtenquelle: FinMent
23.08.2017, 15:42  |  5238   |   |   

Die Geschichte der Börse beginnt bereits im zwölften Jahrhundert in den italienischen Städten Venedig, Florenz, Lucca und Genua. Handelte es sich zunächst um klassische Umschlagsplätze für Waren, kamen nach kurzer Zeit bereits Staatsanleihen, Kredite und erste Termingeschäfte hinzu. Bis in die heutige Zeit hat sich die Börse stark gewandelt und ihre ganz eigene Geschichte geschrieben, die wir Ihnen erzählen möchten.

Handel unter freiem Himmel 

Bei der Entstehung der Börse waren noch keine festen Gebäude im Spiel und so begab es sich, dass sich im frühen 12. Jahrhundert die ersten Handelsleute an bestimmten öffentlichen Plätzen einfanden, um hier zu handeln. Aktien zählten zu dieser Zeit noch längst nicht zum Angebot, doch wurden bereits Geldgeschäfte in Form von Krediten getätigt. Staaten und einzelne Bürger liehen sich Geld bei gut situierten Gläubigern. Für dieses Risiko bekamen sie Zinsen, die frei verhandelt wurden und nicht wie heute anhand vom Rating abhängig sind. In erster Linie wurden jedoch Waren umgeschlagen, sodass auch von einem einfachen Marktplatz gesprochen werden kann.

Termingeschäfte als Weiterentwicklung

Die Markt- und Börsenplätze wurden im Anschluss in ganz Europa gegründet und durch die Schifffahrt dauerte es nicht mehr lange bis zu den ersten Terminspekulationen in der Geschichte der Börse. Das Eintreffen der Schiffe konnte noch nicht genau bestimmt werden und dennoch wurden bereits die Waren gehandelt, die vom Schiff aus erst später zur Verfügung standen. Gleiches galt für den Verkauf von Getreide, welches noch gar nicht geerntet war und somit ebenfalls als Derivate der Börse von früher bezeichnet werden kann. Diese Termingeschäfte, deren Preise bereits in der Zukunft lagen, kamen Ende des 17. Jahrhunderts mit festen Regeln endgültig und in großem Umfang mit dem Namen "Futures" in London auf den Markt. 

"Futures-Geschäfte bereits im 17. Jahrhundert"

Die Börse als feste Einrichtung

Wo bisher von Marktplätzen und öffentlichem Handel die Rede war, kam es im 15. und 16. Jahrhundert zu einer Wende. Immer mehr feste Einrichtungen etablierten sich, wobei die erste davon in Brügge in Belgien stand und von der Familie van der Beurse betrieben wurde. Weitere Einrichtungen folgten im Laufe der Jahrzehnte, bis im Jahr 1531 in Antwerpen dann das erste Gebäude in der Geschichte der Börse errichtet wurde, welches ausschließlich als solche diente. In diese Zeit fällt auch die Entstehung der Börse in Frankfurt. Der heutige Finanzplatz Nummer eins in Deutschland wurde 1585 mit einer ersten Versammlung von Kaufleuten urkundlich erwähnt. Im frühen 17. Jahrhundert wurden in Amsterdam erste Verwaltungen, Richtlinien und Gesetze erlassen, damit die Börse rechtlich reguliert werden konnte. Ein wichtiger Schritt für die Entstehung der Börse.

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