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KFM Deutsche Mittelstand AG KFM-Mittelstandsanleihen-Barometer - Die "7,50%-NZWL-14/19-Anleihe" (UPDATE)

Nachrichtenquelle: Pressetext (Adhoc)
24.08.2017, 15:30  |  1516   |   |   

Unternehmensmitteilung für den Kapitalmarkt

Düsseldorf (pta036/24.08.2017/15:30) - In ihrem aktuellen KFM- Barometer zur 7,50%-Anleihe der Neue ZWL Zahnradwerk Leipzig GmbH mit Laufzeit bis 2021 (WKN A1YC1F) kommt die KFM Deutsche Mittelstand AG zu dem Ergebnis, die Anleihe weiterhin als "attraktiv" (4 von 5 möglichen Sternen) einzuschätzen.

Die NZWL ist ein international tätiger Produzent von Motoren- und Getriebeteilen - vom Einzelteil bis zum kompletten Getriebe - und blickt auf mehr als 110 Jahre Erfahrung im Getriebebau zurück. Das Unternehmen hat eigene Fertigungsstandorte in Deutschland (Leipzig) und der Slowakei (Sucany). Das Produktspektrum umfasst Synchronisierungen, Einzelteile und Baugruppen sowie Getriebe. Über 70% der Umsatzerlöse werden im Bereich Synchronisierungen erzielt.

Um die hohe Nachfrage nach Synchronisierungssätzen von Doppelkupplungsgetrieben zu bedienen, betreibt die NZWL-Gruppe eine weitere Produktionsstätte in China (Tianjin). Mit Teilen der Anleihemittel wurden zwei Ausbaustufen des Werkes in China finanziert. Das chinesische Werk wird über die Schwestergesellschaft NZWL International verwaltet. Die Serienproduktion am neuen Standort begann Anfang 2016.

Produktionsstätte in China erreicht erstmals Break-Even im Oktober 2016, signifikante Zinszahlung erhalten
Der Großkunde Volkswagen hat mit der NZWL-Gruppe eine langfristige strategische Zusammenarbeit in China vereinbart. Im Rahmen dieser Kooperation erwartet das chinesische Produktionsunternehmen ab 2018 einen Jahresumsatz im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich. Nach anfänglichen Verzögerungen in der Hochlaufphase des neuen Werkes konnte im Oktober 2016 erstmals die Gewinnschwelle (auf Monatsbasis) erreicht werden. Die NZWL hat über Ausleihungen an die NZWL International insgesamt 32,7 Mio. Euro in den chinesischen Produktionsstandort investiert (Vj. 25,0 Mio. Euro). Neben dem Erreichen des Break-Even erfolgte im Jahr 2016 auch die erste liquiditätswirksame Zinszahlung an die NZWL in Höhe von ca. 2,1 Mio. Euro. Für das Jahr 2017 wird für das Werk in China ein Ergebnis zwischen 10 und 15 Mio. Renminbi erwartet. Dies entspricht einem Gewinn von etwa 1,3 bis 1,9 Mio. Euro bei aktuellem Umrechnungskurs.

Stabile bis leicht positive betriebswirtschaftliche Entwicklung mit deutlich positivem Ausblick
Im Geschäftsjahr 2016 konnte die NZWL den Umsatz leicht um 1,0% auf 82,5 Mio. Euro steigern (Vj. 81,7 Mio. Euro bereinigt um einmalige Preiseffekte). Für das Geschäftsjahr 2017 prognostiziert die Emittentin eine Steigerung des Umsatzes von 10,0% bis 13,0%. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) hat sich im Geschäftsjahr 2016 um 1,3 Mio. Euro auf 4,5 Mio. Euro vermindert. Die Verminderung resultiert im Wesentlichen aus gestiegenen Personalkosten und erhöhten Abschreibungen in Folge der erhöhten Investitionstätigkeit. Für das Geschäftsjahr 2017 wird ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern zwischen 1,3 Mio. Euro und 1,5 Mio. Euro erwartet. Positiv hervorzuheben ist, dass die Prognose seit Veröffentlichung der vorläufigen Zahlen im Februar 2017 signifikant angehoben wurde. In der Gesamtbetrachtung ist der Wachstumstrend der NZWL als nachhaltig intakt und nach Bereinigung um Sondereffekte als kontinuierlich positiv einzuschätzen.

Seit der Emission der ersten NZWL-Anleihe im Jahr 2014 bis in das Geschäftsjahr 2016 konnte ein positiver operativer Cashflow in Höhe von kumuliert 23,6 Mio. Euro (vor Zinszahlung) generiert werden. Nach Zinszahlung ergibt sich ein operativer Cashflow in Höhe von kumuliert 12,2 Mio. Euro. Hierbei sind die Zinszahlungen für die Anleihemittel, die in das chinesische Werk investiert wurden, berücksichtigt. Es zeigt sich somit eine hohe Zinstragfähigkeit der NZWL allein aus den europäischen Aktivitäten, die die Zinslast für die China-Investitionen mittragen.

Steigende Eigenkapitalquote mit positivem Ausblick
Per 31.12.2016 weist die NZWL eine unterdurchschnittliche, aber zuletzt gestiegene Eigenkapitalquote von 14,3% auf (Vj. 13,2%). Der Rückgang seit Emission der ersten Unternehmensanleihe resultiert im Wesentlichen aus einem deutlichen Anstieg der Bilanzsumme aufgrund der Investitionen in den neuen Standort in China sowie gestiegenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Mit Abschluss der Investitionsphase ist davon auszugehen, dass eine sukzessive Verbesserung der Bilanzrelationen eintritt. Im Zeitraum von 2010 bis 2013, in dem die Eigenkapitalquote von 8,6% auf 24,4% gesteigert wurde, konnte der entsprechende Track Record in der Entwicklung des Unternehmens gezeigt werden.

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