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Punktlandung von Warr Hyperloop Hyperloop: Wird die TU München für Elon Musk zum Erfolgsgaranten?

28.08.2017, 09:27  |  20746   |   |   

Elon Musk möchte mit dem Infrastrukturkonzept Hyperloop den Transport von Menschen und Waren revolutionieren. Seit 2013 läuft die Forschung. Ein Schlüsselthema ist die Beschaffenheit der Kapsel, die mit einer Geschwingkeit von bis zu 1.200 km/h durch die Röhre gleiten soll. 

Am vergangenen Wochenende trafen sich 24 internationale Entwicklerteams in einem Vorort von Los Angeles, um unter den kritischen Augen von Elon Musk, genauen Messgeräten und einer eingehenden Materialprüfung ihre Prototypen zu testen - sogenannte Pods. Im März 2017 war die Teströhre fertiggestellt worden - später soll diese unterirdisch verlaufen. Die Teströhre hat eine Länge von 1,25 Kilometern und verläuft neben dem SpaceX-Werk in Hawthorne, Kalifornien.

Bei diesem Versuch ging es darum, welche Höchstgeschwindigkeit erzielt werden kann. Es war bereits der zweite Wettbewerb - im Januar 2017 hatten sich 27 Teams internationaler Universitäten qualifiziert, wobei das Warr Hyperloop-Team der TU München den ersten Platz belegte. Nun gratulierte Elon Musk via Twitter erneut dem Warr Hyperloop-Team aus München:

Musk war so begeistert von dem Testergbnis, so dass er auch noch ein Video veröffentlichte:

 

Die Testkapsel von der TU München erzielte in der nahezu luftlosen Röhre eine Geschwindigkeit von 327 km/h, was das beste Ergebnis war. Auf den zweiten Platz landete das Team aus Kanada, deren Kapsel nur auf 102 km/h kam. Somit lieferte das Warr Hyperloop-Team aus München einen Prototypen, der dreimal so schnell war und ließ Musk durchaus staunen. Das Ergebnis zeigt, dass höhere Geschwingkeiten erzielt werden können und technische Innovationen möglich seien, so Musk.  

Experten rechnen damit, dass ein europäisches Hyperloop-System in fünf bis zehn Jahren marktreif sein könnte. Die Jungfernfahrt wäre in 15 bis 20 Jahren. Zuvor sind umfangreiche Tests und neue Gesetze notwendig. 

Elon Musk ist jedoch nicht der Einzige, der an dieser Technik arbeitet, denn alleine in Los Angeles gibt es drei weitere Unternehmen. Im Juli - womöglich getrieben von der Konkurrenz - verkündete Musk via Twitter, dass er eine mündliche Zusage zum Bau einer Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen New York und Washington hätte, was jedoch nicht bestätigt wurde. Bislang ist unsicher, ob Musk eine eigene Hyperloop-Firma gründen wird. Das Warr Hyperloop-Team aus München hat auch ohne Elon Musk sehr gute Karten in diesem Bereich zukünftig erfolgreiche Forschungsergebnisse zu liefern, die womöglich auch für andere Unternehmen relevant sein können.

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