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Rohstoffe: Gold auf höchstem Niveau seit den US-Wahlen
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Rohstoffe Gold auf höchstem Niveau seit den US-Wahlen

Gastautor: Commerzbank
29.08.2017, 14:53  |  1936   |   |   

Die Ölpreise standen gestern unter Druck, wobei WTI deutlich stärker verlor als Brent. Brent handelt am Morgen bei 52 USD je Barrel, WTI unterhalb von 47 USD je Barrel. Die Preisdifferenz zwischen beiden Ölsorten hat sich somit auf mehr als 5 USD ausgeweitet. Höher war sie zuletzt vor zwei Jahren. Preisbelastend für WTI ist, dass an der US-Golfküste aufgrund von Hurrikan Harvey Raffineriekapazitäten von ca. 2,5 Mio. Barrel pro Tag außer Betrieb sind. Die Ausfälle der Ölproduktion im Golf von Mexiko und im Eagle Ford-Schieferölvorkommen betragen dagegen weniger als 1 Mio. Barrel pro Tag. Zudem dürfte die Ölproduktion schneller wieder hochfahren als die Rohölverarbeitung. An der Golfküste soll es noch bis Ende der Woche heftige Regenfälle geben. Die Überschwemmungen werden also noch längere Zeit eine Wiederaufnahme des Raffineriebetriebs, eine Bestandsaufnahme der Schäden und notwendige Reparaturarbeiten erschweren. Die fehlende Nachfrage der Raffinerien dürfte für einen Anstieg der US-Rohölbestände sorgen. Dem könnten lediglich deutlich gefallene Rohölimporte entgegenstehen. Aufgrund der Schließung von Wasserstraßen und Verladeterminals dürften diese ebenfalls beeinträchtigt sein. Die Lagerdaten in dieser Woche sind daher kaum zu prognostizieren und bieten somit Überraschungspotenzial. Den Anfang macht heute Abend das API, gefolgt vom US-Energieministerium morgen Nachmittag. Dass Brent weniger stark gefallen ist als WTI, liegt auch an neuerlichen Produktionsausfällen in Libyen. Dort sind neben Sharara zwei kleinere Ölfelder geschlossen. Die Ausfälle belaufen sich insgesamt auf ca. 400 Tsd. Barrel pro Tag.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CD4GWB Long Brent Oil Future Faktor: 4
CD4GWJ Short Brent Oil Future Faktor: -4

Gold hat gestern Nachmittag im Zuge des anhaltend schwachen US-Dollar – der EUR-USD-Wechselkurs notiert über 1,20 – ohne Probleme die Marke von 1.300 USD je Feinunze durchbrochen. Dies führte zu technisch bedingten Anschlusskäufen, die den Preisanstieg noch verstärkten. Dieser setzt sich heute Morgen aufgrund von wachsenden geopolitischen Risiken fort und Gold handelt bei 1.325 USD auf dem höchsten Niveau seit der US-Präsidentschaftswahl Anfang November. Nordkorea hat in der letzten Nacht abermals einen Raketentest durchgeführt und eine ballistische Rakete über den Norden Japans hinweg geschossen. Dies stellt eine neue Eskalationsstufe im Konflikt mit Nordkorea dar und schürt die Spannungen in der Region, wodurch Gold als sicherer Hafen gefragt ist. Die Gold-ETFs verzeichneten gestern mit gut 10 Tonnen den höchsten Tageszufluss seit Anfang Juni. Gestern hat die dritte Runde der Brexit-Verhandlungen zwischen der EU und Großbritannien begonnen. Der EU-Verhandlungsführer Michel Barnier zeigte sich besorgt über die mangelnden Fortschritte. Dieses Thema wird die Märkte also wohl noch lange beschäftigen und dürfte aufgrund der damit verbundenen Unsicherheiten zu einer soliden Nachfrage nach Gold beitragen. Wie der Internationale Währungsfonds gestern mitteilte, hat im Juli neben Russland auch Kasachstan seine Goldreserven weiter aufgestockt. Große Mengen Gold hat demnach auch die Türkei gekauft, wobei hier nur Zahlen für Juni vorliegen. Hohe Goldexporte der Schweiz in die Türkei deuten aber darauf hin, dass sich dieser Trend im Juli fortgesetzt hat.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CD5B2X Bull Gold-Future Hebel: 6
CD5B34 Bear Gold-Future Hebel: -6

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