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Wo Eigentumswohnungen am höchsten rentieren

Gastautor: Dominik Weiss
31.08.2017, 15:06  |  585   |   |   

Für gute Rendite muss Betongold nicht in München oder Berlin gekauft werden. Braunschweig und Chemnitz sind lohnende Investmentorte, Magdeburg fällt ab.

München, Berlin, Hamburg,  Frankfurt am Main: wer hier vor Jahren im Core Segment investiert hat, erzielte bessere Renditen als am Goldmarkt.  Aber wie sieht es außerhalb der absoluten Boom-Regionen aus.  FundResearch vergleicht die Zehn-Jahres-Renditen von mittelgroßen Städten. Im Fokus steht die Ertragsentwicklung von Eigentumswohnungen mit mittlerem und gutem Wohnwert.

Wir vergleichen die Immobilienpreisentwicklung in zwei Wohnungskategorien miteinander: wie haben sich Immobilieninvestments in Top-Lagen über lange Frist (zehn Jahre) entwickelt. Über denselben Zeitraum vergleichen wir Anlagen aus dem mittleren Wohnungssegment. 

Die Städte liegen bunt in der Republik verteilt: das Hessische Wiesbaden mit 280 Tsd. Einwohnern, Magdeburg aus Sachsen-Anhalt, mit 235 Tsd. Einwohnern, Braunschweig, im Süden Niedersachsen gelegen, bringt es auf 250 Tsd. Bewohner, in der nordbayerischen Stadt Augsburg wohnen rund 286 Tsd. Einwohner und im sächsischen Chemnitz residieren rund 248 Tsd. Einwohner.

Osten schlägt Süd in den Top-Lagen 

Quelle: ivd, eigene Darstellung

Am stärksten rentierten in den vergangenen zehn Jahren Immobilien in Chemnitz. Sie erzielten einen durchschnittlichen Ertrag von 124%. Allein im Jahr 2016 konnten sich Anleger, die es in die sächsiche Stadt verschlug, über einen Wertzuwachs von 40% freuen. Knapp dahinter rangieren die Top-Lagen in Braunschweig mit 123% Zuwachs. Etwas abgeschlagen folgt die zweite Stadt aus dem Osten der Republik, Magdeburg (109%) in der Peergroup Eigentumswohnungen im hessischen Wiesbaden (109%). Auf den hinteren Plätzen sind Augsburg mit einem Plus von 89% und Wiesbaden (81%).

Zu beachten sind dabei die unterschiedlichen Ausgangsniveaus der Immobilienwertberechnungen. Der Quadratmeterpreis startet 2007 in Augsburg bei 2035 EUR, in Wiesbaden bei 2345 EUR. In Chemnitz lagen die Preise 2007 bei nicht einmal der Hälfte. Pro Quadratmeter mussten hier 760 EUR aufgewendet werden. Ähnlich in Magdeburg, wo 945 EUR aufgerufen wurden. Braunschweig nimmt hier eine Mittelstellung ein (1300 EUR/qm). 

Etwas enger rücken die Ausgangswerte für Eigentumswohnungen zusammen: Spitzenreiter war im Basisjahr 2007 mit deutlichem Abstand Augsburg mit 2000EUR/qm. Die Nähe zur Landeshauptstadt München wird hier deutlich eingepreist. Eigentumswohnungen in Wiesbaden rücken preislich mit denen im Rest der Republik zusammen, wenngleich eine signifikante Lücke bleibt: Braunschweig 900EUR/qm, Magdeburg 900EUR/qm, Schlusslicht ist erneut Chemnitz mit 735EUR/qm.

Mittleres Segment: der Osten rutscht ab  

Quelle: ivd, eigene Darstellung

Trotz den Kostenvorteilen fallen bei den Wohnanlagen im mittleren Preissegment die ostdeutschen Städte deutlich zurück. Ganz vorne stehen Mitteldeutsche Städte. Wiesbaden hat mit einem Wertzuwachs von 124% knapp die Nase vorn, in Braunschweig bringt es auf 123%. Bemerkenswert sind die Zuwächse. Anleger verbuchten in Wiesbaden allein im letzten Jahr ein Plus von 47%, Braunschweig kommt auf einen Zuwachs von 33%.

Mit einem Plus von 91% folgt in dieser Peergroup Chemnitz. Augsburger Immobilienwerte klettern um 80% nach oben. Dramatisch abgefallen präsentieren sich Wohnanlagen dieses Segments in Magdeburg.  Seit 2015 weist hier die Preiskurve nach unten. Anders als die Top-Lagen verloren Immobilien im mittleren Segment in den letzten drei Jahren fast 30 Prozentpunkte an Wert und notieren nur knapp über dem Wert für 2014. 


(DW)



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