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Scheinkonten-Skandal bei Wells Fargo deutlich größer als angenommen

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
31.08.2017, 16:05  |  667   |  14   |   

SAN FRANCISCO (dpa-AFX) - Der Skandal um fingierte Konten bei Wells Fargo hat deutlich größere Dimensionen als zunächst von der US-Großbank angegeben. Eine Untersuchung habe ergeben, dass rund 3,5 Millionen Kundenkonten unautorisiert eröffnet worden sein könnten, teilte das Geldhaus am Donnerstag mit.

Zuvor hatte Wells Fargo die Zahl mit 2,1 Millionen angegeben. "Wir entschuldigen uns bei allen, die Schaden durch untragbare Verkaufspraktiken erlitten haben", sagte Bankchef Tim Sloan. Das Unternehmen werde zusätzliche 2,8 Millionen Dollar bereitstellen, um betroffene Kunden zu entschädigen.

Wells Fargo hatte vor rund einem Jahr eingeräumt, dass Mitarbeiter über Jahre von Kunden nicht genehmigte Konten eingerichtet hatten. Es folgten zahlreiche Entlassungen - auch der langjährige Bankchef John Stumpf nahm seinen Hut - sowie Millionenstrafen von US-Behörden und Vergleiche mit Sammelklägern.

Der Fall ist nicht ausgestanden - US-Aufseher ermitteln weiter. Bei der jüngsten Untersuchung, die bis 2009 zurückreicht, wurden deutlich mehr Geschäftsbereiche einbezogen als zuvor. Wegen dubioser Versicherungsaufschläge bei Autokrediten geriet Wells Fargo zuletzt erneut in Erklärungsnot./hbr/DP/he


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14 Kommentare

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Kommentare

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14.01.21 17:11:03
Kostenschätzung für Q4 ‚20: Gewinn pro Aktie $0,59, Ertrag: 18,1 B USD
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14.01.21 08:14:54
Ich denke, Bank of Amerika wird gute Zahlen liefern. Ob das WFC auch gilt? Schwerer zu sagen. Ich glaube, sie werden erhebliche Gewinne haben, die durch gekürzte Dividende und aus dem Geschäftsjahr herkommt. Ob sie vor Q3 zu einer Normalisierung der Dividende und damit auch zum Aktienrückkäufe geht, bezweifle ich. Ist dieser Punkt in Aussicht, wird der Kurs sehr angeschoben. Solange wird er unter dem alten Hoch von 2020 sicher bleiben. Da ich den extremem Rückschlag zum Kauf genutzt habe, sitze ich auf Gewinne und kann die Zahlen ruhig warten. Meine Erwartungen sind aber steigende Kurse. Nicht weil die Zahlen super sind (gab ja Zinssenkungen), sondern weil die geplatzten Kreditlinien aus der Corona-Pandemie geringer ausfällt als am Anfang befürchtet/erwartet wurde. Wenn ein weiteres Hilfspaket von Beiden nach den Zahlen kommt, dann sollten die Kunden und die Banken davon profitieren. Vielleicht gibt es dann in paar Jahren wieder Zinsen in der USA. Da würde ich mal auf 2008 zurückschauen.
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10.01.21 16:16:43
Was denkt ihr wie werden die Zahlen und der Kurs reagieren ?
Gruß
Tobi
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23.09.20 08:15:03
Ich bin heute morgen Short gegangen. Wenn der CEO mit solchen Aussagen kein Shitstorm auslöst weiß ich auch nicht....

BLM
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30.08.20 20:41:28

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