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Amazon City-Battle: Bieterkrieg geht in die erste Runde

08.09.2017, 13:03  |  5046   |   |   

Der Internetriese Amazon hatte am Donnerstag angekündigt, in den USA ein zweites Hauptquartier errichten zu wollen. Es sollen 50.000 neue Arbeitsplätze entstehen. Bis zum 19. Oktober können sich Städte Nordamerikas bewerben. 

Amazon möchte in den neuen Standort 5 Milliarden Dollar investieren und mehrere Tausend neue Jobs schaffen. Dass der zukünftige Standort von Amazon eine Goldgrube sein wird, stellt das Unternehmen am Beispiel von Seattle dar, denn von 2010 bis 2016 flossen zusätzliche 38 Milliarden in die Wirtschaft Seattles. Jeder investierte Dollar brachte der Stadt 1,40 Dollar ein. In Seattle zählt Amazon 33 Gebäude und mehr als 44.000 Angestellte - fast 20 Prozent der Bürofläche der Stadt gehört Amazon. 

Jeff Bezos, Amazon CEO, sagte, dass man ein zweites Hauptquartier in der gleiche Größe errichten möchte. Die wichtigsten Anforderungen an den zukünftigen Standort sind: Metropole mit mehr als einer Million Einwohner, ein internationaler Flughafen, öffentliche Verkehrsmittel und gut ausgebildete Arbeitskräfte. Derzeit heißt es von Amazon, dass das neue Hauptquartier kein Satellit sein soll, sondern eine eigenständige Einheit. 

Laut der Einschätzung von Citylab, müsste der zukünftige Standort mindestens ähnlich wie Seattle sein, also fast vier Millionen Einwohner haben. Vor allem wenn 50.000 hochquafizierte Mitarbeiter gefunden werden sollen, dann haben nur ganz wenige Städte das notwendige Potenzial. Jedoch sind in diesen Metropolen die Personalkosten und Bauauflagen entsprechend hoch, so Citylab.

Das Nachrichtenmagazin CNBC glich die Standortanforderungen Amazons mit den USA-Städten ab und kam zu dem Schluss, dass Amazon sich New York, Atlanta, Chicago, San Francisco und Boston genauer anschauen sollte. Anthony Hogrebe aus New York sagte, dass die Stadt den innovativsten und größten Technologiesektor in Nordamerika hat. Aus Boston meldete sich Bürgermeister Martin Walsh und sagte, dass seine Stadt die beste Wahl sei, wenn Amazon sich an der Ostküste niederlassen möchte. Auch zu Wort meldeten sich bereits Vertreter aus Chicago, Baltimore, Houston, Dallas, Toronto und Vancouver. Der Bieterkrieg hat somit bereits begonnen und dürfte sich in den kommenden Wochen verschärfen. Amazon wird erst 2018 über den neuen Standort entscheiden.

Bild: How they stack up, Quelle: CNBC.

Eine der großen Herausfoderungen wird sein, dass man eine Großstadt mit ausreichend Bauland findet. Das Unternehmen rechnet mit einem Flächenbedarf von 8 Millionen Square Feet bis 2027. Bezos sagte: "Wir wollen eine Stadt finden, die begeistert ist mit uns zusammenzuarbeiten. Es ist unser Wunsch, dass alle voneinander profitieren". 

  

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