DAX+0,30 % EUR/USD-0,12 % Gold-0,29 % Öl (Brent)-0,08 %

Aktien Börsianer sind auch nur Menschen

Gastautor: Frank Fischer
11.09.2017, 07:22  |  7118   |   |   

Man mag es kaum glauben, aber Börsianer sind auch nur Menschen. Und zwar Menschen mit Gefühlen. Kaum hat der „böse“ September begonnen, herrschen schon wieder Angst und Schrecken auf dem Parkett. Frei nach dem Motto: „Der September war schon immer ein schlechter Börsenmonat, das wird auch jetzt wieder so sein“. Positionen werden glatt gestellt, man will ja keine bösen Überraschungen erleben.

Nordkoreakonflikt belastet die Märkte

Nun, es gibt durchaus Gründe für diese Besorgnis. Da ist zum einen der starke Euro, der vor allem europäische Exporte teuer macht. Es sind aber vor allem die geopolitischen Spannungen zwischen Nordkorea und den USA, die für diese tiefen Sorgenfalten verantwortlich sind. Auf der einen Seite feuert Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un im Wochenrhythmus eine Rakete nach der anderen ab. Auf der anderen Seite US-Präsident Donald Trump, der diese Provokationen um keinen Preis dulden will. Die Folge: täglich wechseln sich gegenseitige Drohungen ab. Dazu kommt, dass beide Protagonisten schwer einzuschätzen sind und im Zweifelsfall zu Überreaktionen neigen könnten. Eine bewaffnete Auseinandersetzung ist also nicht ausgeschlossen. Dass auch China und Russland ihre Finger mit in diesem gefährlichen Spiel haben, macht die Sache nicht besser. Hier sind die Ängste der Marktteilnehmer durchaus nachvollziehbar. Ein sogenannter „externer Schock“ würde die Börsen auf jeden Fall kurzfristig stark belasten. Das ist auch uns bewusst.

Doch wir wollen nicht vom Schlimmsten für DAX, Dow Jones & S&P 500 ausgehen. Wenn es, wie wir alle hoffen, zu keinem Krieg zwischen den USA und Nordkorea kommt, stehen die Zeichen für eine weitere Erholung an den Märkten gar nicht so schlecht. Die Korrektur der letzten Wochen, die vor allem die Börsen in Europa in Mitleidenschaft gezogen hatte, tat gut. Dazu kommt, dass die meisten Analysten ihre Gewinnerwartungen wegen des starken Euro auf breiter Front eingedampft haben. Das bedeutet, es ist mehr Skepsis im Markt als noch vor ein paar Monaten. Eigentlich könnte es jetzt wieder nach oben gehen.

Gesunde Konjunktur rund um den Globus

Dafür spricht eine gesunde Konjunktur rund um den Globus. Und selbst die Konjunkturerwartungen sind für die meisten Regionen der Welt besser, als ursprünglich von vielen erwartet. Das gilt jetzt sogar für Lateinamerika. Von dieser Seite gibt es also Rückenwind für die Börsen. Und auch die meisten Quartalszahlen der Unternehmen geben Anlass zu Optimismus. Wenn man berücksichtigt, dass dazu die Erwartungen der Marktteilnehmer reduziert wurden, ist das kein schlechtes Zeichen.

Bleibt der Euro. Während der schwache Dollar die Wallstreet zu immer neuen Allzeithochs getrieben hat, leiden Europas Exporteure wie Daimler, BASF oder auch Bayer weiter unter der starken Gemeinschaftswährung. Wir glauben jedoch, dass der Dollar wieder etwas mehr an Stärke gewinnen wird. Wir sehen in einem Euro-Dollar von über 1,20 einen Fehlausbruch, man könnte es auch als eine Euro-Bullenfalle bezeichnen, oder andersherum, eine Dollar-Bärenfalle. Aus dieser Richtung sollte es aus unserer Sicht zu einer Entspannung der Lage kommen.

Freie Mittel für neue Ideen

Noch ein kurzer Blick zurück: Wir freuen uns, dass die Übernahme von Stada durch den Private Equity Investor Bain Capital und Cinven endlich geklappt hat. Wir haben im Zuge dieser Transaktion alle Aktien, die sich in den von uns beratenen Mandaten befanden, angedient. Stada hatte einen schönen Beitrag zur Wertentwicklung des Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen und des PRIMA – Globale Werte geliefert. Wir haben jetzt wieder freie Mittel, die wir in neue, eigentümergeführte Value-Ideen mit wirtschaftlichem Burggraben und Sicherheitsmarge investieren können. Wir sehen dafür eine gute Zeit – solange die beiden verhaltensauffälligen Staatsführer die Füße still halten, sprich, ihren Worten keine Taten folgen lassen. Und solange Mr. Bazooka Draghi sein Medikament des billigen Geldes nicht zu abrupt absetzt!

Der Spar-Tarif für Ihr comdirect Depot!

Sparen Sie sich teure Ausgabeaufschläge und Gebühren: Eröffnen Sie Ihr Depot über FondsDiscount.de und Sie profitieren von dem günstigen Tarifmodell. Sie haben bereits ein Depot bei der comdirect? Kein Problem. Ein einfacher Vermittlerwechsel genügt und der Spar-Tarif wird automatisch hinterlegt.

Schreibe Deinen Kommentar

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren. Anmelden | Registrieren

 

Kommentare

Börsianer sind auch nur Menschen---und gerade die in Deutschland halten keine Aktien und handeln allefalls mit ihnen...
Egal ob Nordkorea Griechenland, Trump Afd oder sonstige erfundene Probleme...

Und soll doch die Wirtschaft boomen -es wird immer Gründe geben keine Aktien zu kaufen...

Disclaimer

Jetzt Fonds ohne Ausgabeaufschlag handeln und dauerhaft Depotgebühren bei comdirect sparen!

  • über 13.000 Investmentfonds ohne Ausgabeaufschlag
  • kostenlose Depotführung
  • über 450 Fonds für Sparpläne ohne Ausgabeaufschlag
  • Sonderkonditionen für Transaktionen

Sie haben bereits ein Depot bei comdirect?

Kein Problem. Ein einfacher kostenloser Vermittlerwechsel genügt und Sie können auch von den günstigen Konditionen profitieren.