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Pressemeldung: Union Investment: Marktberichte August 2017
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Pressemeldung Union Investment: Marktberichte August 2017

Nachrichtenquelle: Asset Standard
11.09.2017, 00:00  |  1699   |   |   

Bei den Aktien hat die politische Unsicherheit belastet und bei den Renten zeigten sich sichere Staatsanleihen mit Zugewinnen: Die geopolitischen Unsicherheiten und die Zweifel der Anleger an der Handlungsfähigkeit der US-Administration ließ die …

Aktienmärkte 

Nach zunächst freundlicher Tendenz zu Monatsbeginn gaben die Aktienbörsen in den USA und im Euroraum ihre Gewinn im weiteren Verlauf wieder ab. Zum einen hatte die Unsicherheit im Konflikt zwischen Nordkorea und den USA belastet. In Europa gab die Aufwertung des Euro zum US-Dollar Anlass zur Sorge, da diese die Gewinnentwicklung der Unternehmen belasten könnte.

Rentenmärkte 

Die geopolitischen Unsicherheiten und die Zweifel der Anleger an der Handlungsfähigkeit der US-Administration ließ die Nachfrage nach als sicher geltenden Staatsanleihen ansteigen. Entsprechende Indizes schlossen im Plus. Das mit Spannung erwartete Notenbanksymposium im US-amerikanischen Jackson Hole brachte keine neuen Erkenntnisse.

Die Aktienmärkte

Europa

Starker Euro belastet Europas Börsen 

Die Börsen in Europa haben den August mit leichten Kursverlusten abgeschlossen. Der EURO STOXX 50 gab 0,8 Prozent nach, der marktbreite STOXX Europe 600 Index schloss 1,1 Prozent tiefer. Die im MSCI Europe Small and Mid Caps gelisteten Unternehmen mit niedriger und mittelgroßer Marktkapitalisierung verzeichneten hingegen ein leichtes Plus von 0,2 Prozent. Zu Beginn der Berichtsperiode legten die Notierungen zuerst zu. Neben geringeren politischen Risiken im Euroraum wirkten vor allem die Mittelzuflüsse in europäische Aktienfonds unterstützend. Im weiteren Monatsverlauf gaben die Märkte die Gewinne jedoch wieder ab. Zu den Belastungsfaktoren zählten vor allem geopolitische Unsicherheiten (Nordkorea-Konflikt) und der anhaltende Höhenflug der europäischen Gemeinschaftswährung. Gegenüber dem US-Dollar war der Euro teilweise über die Marke von 1,20 und damit auf den höchsten Stand seit 30 Monaten geklettert. Investoren fürchten, dass sich der starke Euro perspektivisch negativ in der Gewinnentwicklung der europäischen Unternehmen niederschlagen wird. Die Berichtssaison zum zweiten Quartal 2017 ist indes solide verlaufen. Im Schnitt verbuchten die Konzerne ein Gewinnplus von 19 Prozent, die Gewinnmargen kletterten auf ein Fünfjahreshoch. Alle Subsektoren wiesen ein positives Umsatzwachstum auf. Vor allem der Finanz- und Energiesektor zählten zu den Treibern der Entwicklung, während Industrieunternehmen etwas schwächer als erwartet berichteten. Der französische Mineralölkonzern Total übernimmt die Öl- und Gassparte der in Dänemark ansässigen Reederei A.P. Moeller-Maersk. Der Transaktionswert der Übernahme beläuft sich auf rund 6,3 Milliarden Euro. Maersk hatte die Veräußerung damit begründet, dass sich das Unternehmen künftig auf sein Kerngeschäft Container fokussieren will. Total erwirbt unter anderem Felder in der norwegischen Nordsee. Dadurch erhofft sich der Konzern Synergieeffekte von über 400 Millionen US-Dollar pro Jahr. Die robuste Konjunkturdynamik stellt ein konstruktives Umfeld für Aktienanlagen dar. Die bevorstehenden Notenbanksitzungen und die aktuellen geopolitischen Risiken können jedoch für Schwankungen sorgen.

Deutschland

Licht und Schatten am deutschen Aktienmarkt 

Die deutschen Aktienbörsen blicken im August auf eine weitgehend freundliche Kursentwicklung zurück. Während der MDAX mit Unternehmen mittlerer Marktkapitalisierung 0,5 Prozent fester schloss, legten die im SDAX geführten kleineren Unternehmen des Landes im Schnitt sogar 2,8 Prozent zu. Die im TecDAX gelisteten Technologiefirmen gewannen 1,5 Prozent. Einzig der DAX mit den größten Unternehmen des Landes verzeichnete im August ein leichtes Minus von 0,5 Prozent.

Die heterogene Entwicklung der Indizes war weniger auf übergreifende Nachrichten, sondern vielmehr auf unternehmensspezifische Entwicklungen zurückzuführen. So standen beispielsweise die Aktien des Medienkonzerns ProSiebenSat.1 unter Druck. Die Unternehmen der Branche sehen sich dem strukturellen Wandel weg vom TV hin zu mehr Internet gegenüber, was erhebliche Auswirkungen auf die Werbeeinnahmen nach zieht. ProSiebenSat.1 senkte in der Berichtsperiode deshalb nur drei Wochen nach dem vorherigen Zwischenbericht seinen Ausblick für den TV-Werbemarkt. Die Börse reagierte mit einem heftigen Kursrutsch, allein im August gaben die Papiere des DAX-Unternehmens über 16 Prozent nach.

Besser lief es hingegen für die Versorger: Die Aktien von RWE und E.ON profitierten von der Vorlage guter Halbjahreszahlen und zählten mit Kurszuwächsen von 17,8 beziehungsweise 14,1 Prozent zu den Gewinnern im DAX. Dabei erhalten die deutschen Versorger von vielen Seiten Rückenwind: Zum einen bevorzugen Investoren im aktuellen Umfeld eher Aktien aus defensiven Sektoren. Zum anderen führt die robuste Konjunkturentwicklung im Euroraum zu einer höheren Stromnachfrage. Die Strompreise an der Energiebörse European Energy Exchange (EEX) sind in den vergangenen Monaten deutlich gestiegen. Darüber hinaus treiben RWE und E.ON ihre Restrukturierungsmaßnahmen voran.

Die robuste Konjunkturdynamik stellt ein konstruktives Umfeld für Aktienanlagen dar. Die bevorstehenden Notenbanksitzungen und die aktuellen geopolitischen Risiken können jedoch für Schwankungen sorgen.

Osteuropa

Erfreuliche Aktienmarktentwicklung in Osteuropa

Die osteuropäischen Börsen konnten im August an Wert zulegen. Der MSCI Emerging Markets Eastern Europe-Index gewann in Lokalwährung 2,7 Prozent. In US-Dollar gerechnet liegt das Plus bei 3,6 Prozent. Der Zuwachs am türkischen Aktienmarkt lag bei 2,6 Prozent (BIST-Index). Auch die Türkische Lira gewann gegenüber dem US-Dollar 2,3 Prozent an Wert. Während sich die politischen Spannungen mit dem Westen weiter verschärften, zeigte sich die Konjunktur robust. Das scheint eine Ratingagentur dazu bewogen zu haben, die Wachstumsaussichten in der Türkei von 2,6 auf 3,7 Prozent zu erhöhen. Zahlen aus dem Tourismus, beispielsweise die Zunahme der Gäste aus Russland und Israel, waren weitere Gründe dafür. Im Juli stieg die Zahl der Besucher aus anderen Staaten um knapp 50 Prozent auf rund 5,1 Millionen. Diese Erholung sollte den Konsum im Land unterstützen. Die russischen Börsen haben 3,5 Prozent an Wert zugelegt (MICEX-Index, Lokalwährung). Das Plus des auf US-Dollar notierende RTS-Index lag aufgrund der US-Dollar-Schwäche bei 6,1 Prozent. Der Russische Rubel konnte gegenüber dem US-Dollar 0,7 Prozent aufwerten. Zum ersten Mal seit Jahren sind die Realeinkommen gestiegen ( 4,6 Prozent). Die Inflation ist auf ein Rekordtief von 3,9 Prozent gefallen. Die höheren Löhne dürften im zweiten Halbjahr den Einzelhandelssektor unterstützen. Ein weiteres positives Signal sind die allmählich steigenden Investitionskosten in der Industrie. Dass die russische Notenbank die viertgrößte Bank des Landes, Otkritie, im vergangenen Monat retten musste, nachdem viele Kunden ihre Ersparnisse abgezogen hatten, ging an den Märkten hingegen spurlos vorbei. In Ungarn schlossen die Börsen sehr erfreulich. Die Aktienmärkte legten 6,5 Prozent zu (BUX-Index). Auch der Ungarische Forint konnte gegenüber dem US-Dollar 1,5 Prozent an Wert gewinnen. Die vorläufigen Wachstumsdaten ( 3,2 Prozent) für das zweite Quartal zeigen ein robustes Bild. Die polnischen Börsen lagen mit 4,1 Prozent ebenfalls deutlich im Plus. Während die konjunkturelle Lage in vielen osteuropäischen Märkte weiter unterstützen dürfte, könnten die geopolitischen Risiken belasten.

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