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Preisschere zwischen Brent und WTI nimmt zu

Gastautor: Daniel Saurenz
14.09.2017, 07:00  |  715   |   |   

Rohstoffe_Öl_Tankstelle2Nachdem die Internationale Energieagentur (IEA) in einer neuen Prognose eine höhere Nachfrage nach Rohöl voraussagt, stieg der Ölpreis zur Wochenmitte an, auch wenn viele Experten mittelfristig einen relativ stabilen Ölpreis erwarten. In unserer Produktauswahl haben wir kürzlich neue Inliner auf die Sorten WTI (HW3ZAF) und Brent (SC4Z2Z) mit reichlich Abstand zu den Barrieren aufgenommen. Zuletzt hatte sich jedoch die Preisschere zwischen den beiden Sorten ausgeweitet. Wir werfen einen Blick auf die Analyse von Vontobel

Die Ölpreise zeigten sich zu Wochenbeginn uneinheitlich. Während sich die Referenzsorte Brent etwas verbilligte, konnte US-Leichtöl der Sorte WTI zulegen. Dabei hat sich die Preisdifferenz zwischen WTI und Brent zuletzt auf rund sechs Dollar ausgeweitet. „Man kann dies teilweise durch die geringere Nachfrage nach US-Rohöl in den nächsten Wochen erklären”, hieß es in einer Analyse von Rohstoffexperten der Commerzbank.

o%cc%88l_rohstoffe3In den USA seien nach wie vor einige Raffinerien an der Küste zum Golf von Mexiko wegen Sturmschäden geschlossen. Des Weiteren gehen die Experten davon aus, dass die Nachfrage nach Rohöl durch die Verwüstung durch den jüngsten Hurrikan “Irma” in Florida leiden könnte. In den kommenden Handelstagen rechnet die Commerzbank aber mit einer Einengung der Preisdifferenz.

In unserer Produktauswahl finden Sie viele weitere Anlageideen auf das schwarze Gold. Auf WTI empfehlen wir den Inliner SC1ZKG oder den Discount Call PB9UM2, auf Brent den Inliner SC3GWQ sowie den Call DM5XGJ. Als Absicherung empfehlen wir den Put DM3E5N

Global betrachtet hat sich die Lage am Ölmarkt über den Sommer entspannt. Die weltweite Ölnachfrage konnte im Juli den dritten Monat in Folge überraschend kräftig zulegen. Die positive Entwicklung machte sich insbesondere beim Brent-Preis bemerkbar, der merklich anzog. Nach Ansicht von Analysten der HSH Nordbank haben zu der positiven Preisentwicklung auch Gespräche zwischen Russland und Saudi-Arabien über eine mögliche Verlängerung der Produktionskürzungen beigetragen.

Das russische Energieministerium habe außerdem sein Bekenntnis zum Abkommen mit der OPEC bekräftigt und eine Übererfüllung der Produktionskürzung im August um rund 50.000 Barrel pro Tag vermeldet. „Die starke Kooperation der wichtigsten Ölproduzenten bei der Bekämpfung der Ölschwemme schürt Hoffnungen der Marktteilnehmer auf einen weiter anhaltenden Abbau der OECD-Öllagerbestände“, erklärte HSH Nordbank-Analyst Jan Edelmann den jüngsten Brent-Preisaufschlag. „Diese Kooperation dürfte anhalten, bis die Lagerbestände sichtbar unterhalb des Fünfjahresdurchschnitts gefallen sind“, vermutete der Ölanalyst.

Quelle: Vontobel / eigene Recherche

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