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dpa-AFX Überblick KONJUNKTUR von 17.00 Uhr - 14.09.2017

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
14.09.2017, 17:09  |  194   |   |   

USA: Verbraucherpreise steigen stärker als erwartet

WASHINGTON - In den USA hat sich der Preisauftrieb im August stärker als erwartet entwickelt und sich der Zielmarke der US-Notenbank Fed angenähert. Die Verbraucherpreise erhöhten sich zum Vorjahresmonat um 1,9 Prozent, wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag mitteilte. Volkswirte hatten nur mit einer Rate von 1,8 Prozent gerechnet. Im Vormonat hatte die Inflation bei 1,7 Prozent gelegen.

USA: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe fallen überraschend

WASHINGTON - In den USA ist die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche überraschend gefallen. Sie sei um 14 000 auf 284 000 Anträge gesunken, teilte das Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mit. Analysten hatten im Mittel mit einem leichten Anstieg auf 300 000 Anträge gerechnet.

ROUNDUP: Italien und Griechenland fordern Europa gleicher Geschwindigkeiten

ATHEN/KORFU - Griechenland und Italien wollen den europäischen Einigungsprozess beschleunigen und dabei die Interessen der südlichen EU-Länder wahren. Es könne nicht zwei unterschiedliche Geschwindigkeiten in der Wirtschaft geben, eine im Norden und eine im Süden Europas, sagte Italiens Ministerpräsident Paolo Gentiloni nach einem Treffen mit seinem Kollegen Alexis Tsipras am Donnerstag auf der griechischen Insel Korfu. "Wir brauchen Wachstum und Beschäftigung", fügte Gentiloni hinzu.

Juncker weist Kritik an Euro-Vorstoß zurück

BRÜSSEL - EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat seinen Vorschlag zur Ausweitung der Eurozone verteidigt. Alle EU-Staaten sollten die Möglichkeit haben, den Euro einzuführen, und wer ihn noch nicht habe, sollte Hilfen bekommen, bekräftigte Juncker am Donnerstag in einem Youtube-Interview.

Arbeitslosigkeit in Griechenland geht langsam zurück

ATHEN - Die Arbeitslosigkeit in Griechenland ist trotz der anhaltenden Finanzkrise leicht gesunken. Die Quote betrug im zweiten Quartal des Jahres 21,1 Prozent, wie das griechische Statistikamt (Elstat) am Donnerstag mitteilte. Im ersten Quartal 2017 lag sie noch bei 23,3 Prozent. Den Angaben zufolge sind junge Menschen weiterhin am stärksten von Arbeitslosigkeit betroffen. Im Alter zwischen 15 und 20 Jahren waren 55,5 Prozent und in der Altersgruppe zwischen 20 und 24 Jahren waren gut 42 Prozent ohne Job. Der griechische Regierungschef Alexis Tsipras hatte den Griechen zuletzt versichert, das Land komme langsam aus der Finanzkrise heraus. Deswegen werde die Arbeitslosigkeit in den nächsten Monaten weiter fallen.

Poroschenko strebt Beitritt zum Schengenraum und zur EU-Zollunion an

KIEW - Die Ukraine strebt vor einer möglichen EU-Mitgliedschaft eine schrittweise Vertiefung der Zusammenarbeit mit der Europäischen Union an. "Ich glaube, dass wir dem Schengen-Abkommen beitreten können", sagte Präsident Petro Poroschenko am Donnerstag in Kiew bei einem Treffen mit Wirtschaftsvertretern. Ebenso sollen Beitritte zur Europäischen Zollunion, der Energieunion und dem einheitlichen europäischen Luftraum erfolgen. "Diese Schritte sollen kommen, bevor für uns die Mitgliedschaft in EU und Nato möglich wird", sagte er. Für die Aufhebung der Roaming-Gebühren im Mobilfunk zwischen der EU und der Ukraine könne der Weg bereits im Herbst freigemacht werden.

ROUNDUP: Deutschland gegen raschen Ausweitung des Schengen-Raums

BRÜSSEL - Bundesinnenminister Thomas de Maizière ist gegen die rasche Aufnahme von EU-Ländern wie Rumänien oder Bulgarien in die Schengen-Zone ohne Grenzkontrollen. Er teile zwar die Vision von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker, sagte der CDU-Politiker am Donnerstag in Brüssel. "Aber ehrlich gesagt, ist es noch ein ziemlich langer Weg." Auch Österreich ist skeptisch.

ROUNDUP: Bank of England stellt straffere Geldpolitik in Aussicht -

LONDON - Die britische Notenbank hält vorerst an ihrem lockeren Kurs fest, stellt aber zugleich die Möglichkeit einer baldigen Straffung ihrer Geldpolitik in Aussicht. Dies geht aus dem Protokoll hervor, das die Bank of England am Donnerstag nach ihrer Zinssitzung veröffentlichte. Darin heißt es, der geldpolitische Ausschuss MPC sei sich einig darin, dass eine geldpolitische Straffung schneller kommen könnte, als sie derzeit an den Märkten erwartet werde. Eine Mehrheit im MPC kann sich sogar vorstellen, dass eine Straffung in den kommenden Monaten erfolgen könnte.

'Wirtschaftsweiser' Feld gegen schnelle Ausweitung der Euro-Zone

BERLIN - Der Freiburger Ökonom und "Wirtschaftsweise" Lars Feld hat sich nach den Reformvorschlägen von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker gegen eine zügigen Ausweitung der Euro-Zone ausgesprochen. "Ich habe den Eindruck, dass Herr Juncker den Schuss nicht gehört hat. Wenn man vor dem Hintergrund der weiterhin nicht vollständig bewältigten Probleme im Euro-Raum, der Absetzungsbewegungen, die es in Osteuropa gibt, und dem Brexit-Votum einfach nur mit mehr Europa antwortet, und das im heikelsten Bereich der europäischen Einigung, dann hat man sicher ein Problem auf der Ebene der Kommission", sagte Feld am Donnerstag im Radioprogramm SWR Aktuell.

Schweizerische Nationalbank bestätigt lockere Geldpolitik

ZÜRICH - Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat ihre lockere Geldpolitik und ihre Zinssätze bestätigt. Die Ausrichtung bleibe "unverändert expansiv", teilte die SNB am Donnerstag in Zürich mit. Den Wechselkurs des Franken sieht die SNB nicht mehr ganz so kritisch.

Italien: Inflation legt etwas zu

ROM - Die Inflation in Italien hat im August etwas zugelegt. Nach Angaben des Statistikamts Istat vom Donnerstag lagen die Verbraucherpreise 1,4 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Damit wurden vorläufige Zahlen von Ende August bestätigt. Im Juli hatte die Inflationsrate 1,2 Prozent betragen.

Kundenhinweis:

ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

/jsl

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