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Rohstoffe: Gold im Korrekturmodus
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Rohstoffe Gold im Korrekturmodus

Gastautor: Commerzbank
18.09.2017, 12:16  |  2569   |   |   
  • Spekulative Finanzanleger reduzierten vor Preisanstieg Netto-Long-Positionen bei WTI
  • Starker Preisanstieg von CO2 nicht nachhaltig
  • Höherer Risikoappetit setzt Gold unter Druck, Fed-Sitzung im Fokus

Energie: Brent notiert am Morgen bei 55,7 USD je Barrel, WTI bei gut 50 USD je Barrel jeweils nahe der mehrmonatigen Höchststände von letzter Woche. Die spekulativen Finanzanleger haben ihre Netto-Long-Positionen bei WTI in der Woche zum 12. September um 15,6 Tsd. Kontrakte reduziert. Da der jüngste Preisanstieg größtenteils erst danach erfolgte, ist dieser noch nicht in den Daten berücksichtigt. Baker Hughes berichtete für letzte Woche einen Rückgang der US-Bohraktivität um sieben Ölbohrungen. Das Bohren nach (Schiefer-) Öl dürfte beim aktuellen WTI-Preisniveau von über 50 USD aber wieder lukrativer sein. Der CO2-Preis stieg am Donnerstag auf ein 20-Monatshoch über 7,70 EUR je Tonne und damit um über 50% in weniger als drei Monaten, bevor er am Freitag wieder unter 7 EUR abtauchte. Wir haben dazu ein „Rohstoffe kompakt“ veröffentlicht. Die gute EU-Konjunktur und die Aussicht auf weitgreifende Reformen zur Einschränkung des Überangebots von Emissionsrechten sorgen zwar für Rückenwind. Aber angesichts des hohen Auktionsangebots – in diesem Jahr dürfte es um ein Drittel höher als im Vorjahr ausfallen – sind die Preise zu schnell zu hoch gelaufen. Wir erwarten folglich einen Rücksetzer und anschließend eine Etablierung auf höherem Niveau. Auch langfristig gehen wir von höheren CO2-Preisen aus, weil die Preise in erster Linie von den politischen Entscheidungen in Brüssel abhängen. In Folge steigender Kohle und CO2-Preise sind die 2018er Strompreise (Phelix Baseload) an der EEX trotz eines preisdämpfenden Effekts der erneuerbaren Energien erstmals seit Februar 2014 über 36 EUR/MWh gestiegen. Doch auch sie dürften in Kürze wieder fallen.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CE9J1Y Faktor Long WTI Oil Future Faktor: 8
CE9J22 Faktor Long Brent Oil Future Faktor: 8
CE7XGS Faktor Short WTI Oil Future Faktor: -8
CE5YRG Faktor Short Brent Oil Future Faktor: -8

Edelmetalle: Gold fällt heute Morgen im Zuge eines höheren Risikoappetits der Marktteilnehmer auf ein 2½-Wochentief von 1.315 USD je Feinunze. Gold in Euro gerechnet notiert nur noch bei rund 1.100 EUR je Feinunze. Die US-Aktienindizes Dow Jones Industrial Average und S&P 500 hatten am Freitag beide neue Rekordhochs erklommen. Der Anstieg der Aktienmärkte setzt sich heute im asiatischen Raum fort. Daneben sind in den USA zuletzt die Anleiherenditen deutlich gestiegen, was Gold als Anlagealternative weniger attraktiv macht. Wohl auch deshalb gab es am Freitag den zweiten Tagesabfluss aus den Gold-ETFs hintereinander. Am Freitagabend wurde Portugal von der Ratingagentur S&P heraufgestuft und hat damit erstmals seit Januar 2012 wieder ein Investment Grade-Rating erhalten. Auch Irland wurde hochgestuft, diesmal von der Ratingagentur Moody’s. Weitere Bewegung könnte am Mittwoch in den Goldmarkt kommen. Denn dann findet die Sitzung der US-Notenbank Fed statt. Sollte der Markt daraufhin seine aktuell niedrigen Zinserwartungen nach oben anpassen, dürfte dies den Goldpreis belasten. Die spekulativen Finanzanleger haben gemäß CFTC-Statistik in der Woche zum 12. September ihre Netto-Long-Positionen bei Gold weiter auf aktuell 253,5 Tsd. Kontrakte ausgeweitet. Dies war bereits der neunte Wochenanstieg in Folge. Der Preisanstieg auf ein 13-Monatshoch von knapp 1.360 USD war damit stark spekulativ getrieben. Da der Goldpreis derzeit deutlich tiefer handelt, hat es mittlerweile wohl Positionsglattstellungen gegeben.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CD5B2X Faktor Long Gold-Future Hebel: 6
CD5B34 Faktor Short Gold-Future Hebel: -6

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