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Beispiel Barrick: Warum Anleger das Länderrisiko unbedingt beachten sollten!

Nachrichtenquelle: Rohstoffbrief.com
19.09.2017, 13:59  |  535   |   |   

Lange Jahre schenkten die Mining-Investoren dem Thema „Lage“ nur eine geringe Aufmerksamkeit. Viele Unternehmen gingen auf der Jagd nach Gold, Silber oder Diamanten in fast alle Länder dieser Welt. Doch damit dürfte nach dem Chaos in Tansania Schluss sein. Investoren sollten nicht nur darauf achten, in welche Aktien sie investieren, sondern auch darauf, wo deren Projekte liegen.

Solide Aktien mit Kurs-Gewinn-Verhältnissen von zwei oder vier findet man eigentlich nur in risikobehafteten Ländern. Schon seit vielen Jahren notieren die Werte in vermeintlich unsicheren Ländern mit einem hohen Abschlag zu vergleichbaren Titeln aus Westeuropa oder Nordamerika. Hier rechnet der Markt quasi ein Länderrisiko hinein. In der Mining-Branche war so etwas eigentlich schon immer ein Thema. Schließlich bewegen sich die Unternehmen regelmäßig in wenig stabilen Ländern mit einer dehnbaren Rechtsprechung. Dank internationaler Vereinbarungen wie beispielsweise im Rahmen der WTO hat sich zwar vieles zum Besseren entwickelt. Viele Investoren wagten sich gerade deshalb auch in Regionen vor, die hohe Risiken bergen. Das Thema „sichere Jurisdiktion“ scheint insbesondere im Bergbau aber ein wenig in Vergessenheit geraten zu sein. Mit dem Chaos und den Streitigkeiten in Tansania kehrt dieses Thema nun mit Wucht an die Märkte zurück.

Regierung beschlagnahmt Diamanten

So hatte die tansanische Regierung zu Jahresbeginn ein Exportverbot auf Gold und Kupfer ausgesprochen. Sie vermutet, dass die dort aktiven Unternehmen mehr Metalle ausgeführt haben als sie offiziell angaben. Aus diesem Grund fordert sie Steuernachzahlungen. Besonders hart traf es Acacia. Die Barrick-Tochter soll 190 Milliaren US-Dollar nachzahlen. Das klingt nach einem schlechten Witz, die Regierung in Dodoma meint dies aber ernst. Seitdem verlor die Acacia-Aktie mehr als zwei Drittel ihres Wertes. Und auch die Mutter Barrick musste Rückschläge hinnehmen. Glücklicherweise ist der kanadische Konzern aber breit in vielen, mehrheitlich sicheren Länder aktiv. Insofern ist der Abschlag noch händelbar. Schlimm sieht es dagegen für Petra Diamonds aus. Die tansanische Regierung hat nämlich eine mehr als 14 Kilo schwere Diamantenlieferung der Briten beschlagnahmt. Petra – immerhin der größte, börsennotierte Diamantenförderer der Welt – verlor in der Folge bis zu ein Drittel seiner Marktkapitalisierung. In diesem Fall misst das tansanische Finanzministerium den Steinen einen höheren Wert zu als die Gesellschaft. Das Paket wurde jedenfalls schon Ende August am Flughafen von Daressalam konfisziert. Sollte man Recht haben, drohte das Finanzministerium, werde man als Strafe die Diamanten einbehalten. Immerhin geht es hier um Edelsteine mit einem Gewicht von 71.654 Karat und einem Marktwert von rund 30 Mio. US-Dollar.

Fraser Institute: Index als Leitfaden

Investoren können sich gegen solche negativen Überraschungen in unsicheren Jurisdiktionen wappnen. So veröffentlicht das unabhängige Fraser-Institute jedes Jahr auf Basis einer Punktewertung eine Rangliste der attraktivsten Mining-Standorte. In die Wertung fließen etliche Kriterien wie die Rechtslage, die Infrastruktur oder auch die politische Stabilität mit hinein. In den Top-10 finden sich die klassischen Bergbau-Regionen wie Westaustralien, Nevada, Finnland oder Quebec. Hier herrscht Rechtssicherheit. Konflikte werden mit Anwälten ausgetragen, Unternehmen können sich im Zweifelsfall wehren. Es lohnt sich aber auch ein Blick auf den hinteren Teil der Liste, wo dann Staaten wie Afghanistan, Venezuela oder Indien auftauchen. Tansania wiederum galt lange als eines der aufstrebenden afrikanischen Länder, das aktiv um mehr Investments geworben hat. Noch 2016 gehörte es zu den Top-5 der Staaten auf dem schwarzen Kontinent. Weltweit gesehen landete Tansania im Mittelfeld, direkt hinter der Türkei, aber noch vor Kolumbien. Nun aber dürfte das vorbei sein.

Gold in Ontario: kein politisches Risiko

Anleger sollten ihre Lehren aus dem Ärger in Tansania ziehen und wieder verstärkt darauf achten, wo die Projekte der Gesellschaften liegen. Red Pine Exploration (0,105 CAD, ISIN: CA75686Y4058; Börsenkürzel: RPX) beispielsweise bearbeitet ein attraktives historisches Gold-Projekt in der kanadischen Provinz Ontario. Hier herrscht aber nicht nur Rechtssicherheit. Denn Red Pine besitzt bereits eine Ressource im Status „inferred“ über 1,088 Millionen Unzen Gold. Die sehr guten Goldgrade von 1,71 Gramm je Tonne im Durchschnitt deuten die Wirtschaftlichkeit bereits an. Zudem ist die Mineralisierung in alle Richtungen offen und beginnt bereits an der Oberfläche. Wir erwarten, dass die Ressource mit dem nächsten Ni 43-101 Report auf rund 3 Mio. Unzen Gold erweitert werden kann. Spätestens dann ist Red Pine ein attraktiver Übernahmekandidat. Barrick übrigens betreibt ganz in der Nähe die Hemlo-Mine und gilt als einer von einem halben Dutzend Interessenten für den Explorer. Mit der Veröffentlichung des nächsten Ressourcen-Reports dürfte auch die RPX-Aktie abheben. Mehr zu dem Unternehmen und dem Projekt erfahren Sie hier.

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Bild: Petra Diamonds

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