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Tesla – neue Konkurrenz aus China

Gastautor: Daniel Saurenz
21.09.2017, 06:00  |  4166   |   |   

Tesla_Ladestation_1Tesla ist und bleibt bei Investoren und Anlegern ein beliebtes Anlage- und Spekulationsobjekt, auch wenn das amerikanische Unternehmen bisher noch keinen Cent verdienen konnte. In unserer Produktauswahl findet interessierte Anleger frisch den Discounter CY6LJE, den Capped Bonus CY3QFN, sowie die beiden Knock-outs VN8HX5 (Bull) und CY8GXT (Bear). Ob sich die Zukunftserwartungen der Investoren auszahlen, hängt auch damit zusammen, wie lange Tesla sein quasi Alleinstellungsmerkmal im Bereich der emissionsfreien Mobilität aufrechterhalten kann. Wir werfen einen Blick auf die Analyse zu einem Autohersteller aus Fernost von Sönke Niefünd für die Börse München und zeigen, warum hier ein ernsthafter Konkurrent für Tesla entsteht.

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Der chinesische Elon Musk begann als Chemiker im Jahr 1995. Wang Chuanfu hat in der chinesischen Stadt Shenzhen seine BYD Company Limited gegründet. Das Akronym BYD steht für „Build your dreams“.  Die damalige kleine Fabrik von wiederaufladbaren Batterien mit 20 Mitarbeitern hat heute drei Kerngeschäfte mit über 180.000 Mitarbeitern. Es sind die Bereiche IT, Auto und erneuerbare Energien.

Asien_China_1Heutzutage gehört BYD zu den größten Herstellern von aufladbaren Batterien sowie von Gehäusen für Handys und verfügt über einen der weltweit höchsten Marktanteile an Batterien und Ladegeräten für Mobiltelefone. Die BYD Auto ist einer der größten Automobilproduzenten Chinas; erreichte bereits im fünften Jahr in Folge eine Wachstumsrate von über 100 Prozent. Im Bereich Elektroautos entwickelt und produziert BYD die erforderlichen Technologien. Das Unternehmen hat schon früh grüne Produkte auf den Markt gebracht zum Beispiel Elektrofahrräder, Energiespeicherlösungen und Solarstromstationen.

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Nach China, England und Ecuador wird nun auch Italien mit Elektrobussen beliefert

Nach Meldungen der IT Times hat der BYD die ersten voll elektrisch betriebenen Busse nach Italien geliefert. Der chinesische Hersteller liefert insgesamt 24 Elektrobusse der Marke BYD ebus mit einer Länge von zwölf Metern aus. Auftraggeber ist das italienische Transportunternehmen Gruppo Torinese Trasporti (GTT), das der Stadt Turin gehört und eine Flotte von mehr als 1.100 Bussen betreibt, die eine Region mit rund zwei Millionen Einwohnern versorgt.

Shenzhen und Turin sind nicht die ersten Städte, die von BYD mit Elektrofahrzeugen beliefert werden. Seit letztem Jahr sind 51 BYD ebus Elektrobusse  im Liniendienst der Londoner Verkehrsbetriebe (Transport for London) als Doppeldeckerbus im Einsatz. Somit fährt in London die größte Elektrobus-Flotte Europas. In Loja (Ecuador) sind es bereits 30 rein elektrische e5-Taxis von BYD.

Seit Beginn der Fertigung im Jahre 2010 bis Ende 2016 wurden 10.000 Fahrzeuge vermarktet; damit ist er der meistverkaufte Elektrobus. BYD verfügt in China über vier eigene Forschungs- und Entwicklungszentren in Shenzhen, Shanghai, Beijing und Shaoguan. Die rund 10.000 Wissenschaftler arbeiten an neuartige Hochenergiezellen mit reduziertem Gewicht und Raumbedarf bei gleichzeitig erhöhter Kapazität (zur Erhöhung der Reichweite der Fahrzeuge). BYD sieht sich als globaler Pionier bei der Entwicklung alternativer Antriebe und besitzt dabei bei Automobilherstellern unübliche Möglichkeit hausinterner Zusammenarbeit von Automobil- und Batterieforschung.

Seit 2008 ist Warren Buffet in BYD investiert

Börse_Asien_China_3Das Unternehmen ist als Aktiengesellschaft an den chinsesischen Börsen von Hongkong und Shenzhen, in Schweden und in Deutschland (Frankfurt, München, Stuttgart und Hamburg) handelbar. Vor fast neun Jahren erwarb der US-amerikanische Investor und Milliardär Warren Buffett, einen Kapitalanteil von rund 10 Prozent an BYD - während er bisher nicht in Tesla investiert ist.

Die Volatilität der Aktie ist nicht zu unterschätzen. Diese war in den letzten Jahren sehr hoch. Auch nach jüngstem Kursanstieg der Aktie von fast 20 Prozent könnten weitere Kursschwankungen folgen. Langfristig-orientierte Anleger, wie Warren Buffet, bringen derartigen Schwankungen jedoch nicht aus der Ruhe. Selbst nach dem starken Kursanstieg erscheint die Aktie nicht teuer, wenn man – analog zum Unternehmensnamen – davon träumt, wie erfolgreich BYD im Jahr 2040 sein kann, sofern die starke Marktpositionierung im Elektro-Automobilbereich und Batterie weiter aufrecht erhalten und international ausgebaut werden kann.

Quelle: Börse München / eigene Recherche

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