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Teure Kredite trotz niedriger Zinsen / DFSI-Ratenkreditstudie 2017 (FOTO)

Nachrichtenagentur: news aktuell
21.09.2017, 11:43  |  256   |   |   
Köln (ots) -

- Querverweis: Bildmaterial wird über obs versandt und ist
abrufbar unter http://www.presseportal.de/bilder -

Seit Jahren gibt es kaum noch Zinsen auf Bankguthaben. Doch bei
Ratenkrediten werden selbst in der aktuellen Niedrigzinsphase von
einigen Banken noch immer Effektivzinsen von zehn Prozent und mehr
verlangt. Andere Institute bieten dagegen Ratenkredite bereits unter
zwei Prozent im Jahr an, wie eine Studie des DFSI Deutsches
Finanz-Service Institut ergab. Doch neben den Zinssätzen bestimmen
auch andere Faktoren mit, ob ein Darlehen günstig ist. Für alle, die
nicht zu viel für ihren Kredit zahlen wollen, bietet die
DFSI-Ratenkreditstudie 2017 hier eine unabhängige Entscheidungshilfe.

Unterm Strich sind demnach die Konsumentenkredite von Deutscher
Kreditbank (DKB), SWK Bank und Barclaycard Barclays Bank die
preiswertesten Online-Ratenkredite mit Restschuldversicherung. Ohne
diese Absicherung schafften es Produkte von Bank of Scotland sowie
wiederum Deutsche Kreditbank (DKB) und Barclaycard Barclays Bank ganz
nach vorne. Bei Ratenkrediten, die via Filiale vertrieben werden,
schnitten die Produkte von Degussa Bank, Deutsche Postbank und BBBank
am besten ab - und das sowohl mit als auch ohne
Restschuldversicherung, lediglich die Reihenfolge variiert.

Drei von zehn Bundesbürgern haben im vergangenen Jahr einen
Ratenkredit genutzt, ergab eine Studie des
Marktforschungsunternehmens GfK. Und wie der Konsumentenkredit-Index
2017 des Bankenfachverbandes BFACH, ein Zusammenschluss der
Kreditbanken in Deutschland, nahelegt, wird die Nachfrage nach
Ratenkrediten auch im gesamten Jahr 2017 hoch bleiben. Denn laut
Gfk-Konsumklimastudie für Juli 2017 sind die deutschen Verbraucher
weiterhin in bester Kauflaune. Nicht zuletzt, weil vielen angesichts
der niedrigen Zinsen Sparen wenig attraktiv erscheint. Dann doch
lieber mit einem günstigen Kredit größere Anschaffungen stemmen.

Doch Konsumenten, die hier nicht aufpassen, zahlen schnell zu viel
für den gewünschten Ratenkredit. Denn kein Kreditprodukt ist wie das
andere. "Wer nur auf die Zinssätze schaut, kann leicht eine
Entscheidung treffen, die ihn teuer zu stehen kommt", weiß Thomas
Lemke, Geschäftsführer des DFSI Deutsches Finanz-Service Institut in
Köln. "Am Markt werden auch Produkte angeboten, die zwar günstig
erscheinen, bei denen aber jede noch so kleine Abweichung vom
vorgegebenen Standard zusätzliche Kosten verursacht." So verlangen
manche Institute Gebühren für die Kontoführung oder für Erstellung
und/oder Zusendung der Kontoauszüge. Und während einige Banken bei
vorzeitiger Kreditablösung auf eine Vorfälligkeitsentschädigung
komplett verzichten, reizen andere den gesetzlich vorgegebenen
Gebührenrahmen komplett aus. Auch wer einen Zahlungsaufschub zu
Beginn der Laufzeit vereinbart, bekommt diese "Ratenpause" nicht
immer kostenlos. "Hinzu kommt, dass selbst in der anhaltenden
Niedrigzinsphase die Effektivzinsen von Institut zu Institut deutlich
variieren", weiß Lemke. Er rät deshalb: "Bevor man einen Kredit
abschließt, unbedingt die Konditionen vergleichen, sonst zahlt man je
nach Laufzeit und Kreditbetrag leicht Hunderte oder gar Tausende von
Euro zu viel."

Um Verbrauchern hier Hilfestellung zu geben, hat das DFSI -wie
schon in den Vorjahren - auch 2017 eine Studie durchgeführt, um
möglichst günstige Ratenkredite ohne Verwendungsbeschränkung zu
ermitteln. Daran nahmen in diesem Jahr 22 bundesweit aktive Anbieter
von Konsumentenkrediten teil, die bei einer schriftlichen Befragung
Angaben zu insgesamt 25 unterschiedlichen Ratenkredit-Produkten
machten. Dabei waren für jedes einzelne Produkt mehr als 150 Fragen
zu über 60 Merkmalen der Kreditprodukte zu beantworten. Die Antworten
wurden dann je nach ihrer Bedeutung für den Preis des Produkts mit
mehr oder weniger Punkten bewertet.

Im Bereich Zinssätze, Kosten & Gebühren konnte jedes Produkt
insgesamt bis zu 350 Punkte erzielen. Davon 240 Punkte direkt im
Bereich "Zinssätze" und weitere 120 Punkte im Bereich "Weitere Kosten
& Gebühren" sowie "Kostenausweis". Dabei wurden beispielsweise
bewertet: Kosten für die Kontoführung, für die Art des Rateneinzugs,
für die Verlängerung des Widerrufsrechts, für die Kosten bei
Zahlungsverzug oder bei vorzeitiger Kreditablösung sowie der
möglichst umfassende Ausweis der Kosten selbst. Zusätzlich waren
maximal 50 Punkte zu erzielen, wenn die Kosten für eine fakultativ
angebotene Restschuldversicherung möglichst niedrig waren.

"Unsere Ratenkredit-Studie zeigt - wie schon in den Vorjahren -,
dass selbst in Niedrigzins-Zeiten der Kostenvergleich lohnt", sagt
DFSI-Geschäftsführer Lemke." So lagen im Untersuchungszeitraum die
effektiven Zinssätze, die an die Finanzstärke der Kreditnehmer
gekoppelt sind - im Fachjargon bonitätsabhängige Zinssätze - bei
bester Bonität zwischen 1,89 Prozent und 3,99 Prozent. Eine Differenz
von 2,1 Prozentpunkten. Bei den Effektivzinsen für Kreditnehmer mit
niedrigster Bonität war diese Differenz deutlich größer: Hier
variierten die Sätze von 4,85 Prozent bis 13,45 Prozent. Ein
Unterschied von 8,55 Prozentpunkten. Heißt übersetzt in Euro und
Cent: Wer bei einem 30.000-Euro-Kredit mit sieben Jahren Laufzeit das
günstigste Darlehen nimmt, spart unterm Strich gegenüber dem
teuersten mehr als 8400 Euro.

Übrigens: Bei bonitätsunabhängigen Produkten variieren die Zinsen
mit Sätzen zwischen 3,49 und 6,95 Prozent weit weniger stark.
Insgesamt fällt auf, dass sich im Vergleich zu den Vorjahren die
Spannen zwischen den günstigsten und den höchsten Effektivzinsen
verringert haben.

"Unter den von uns bewerteten Online-Ratenkrediten ist bei
Berücksichtigung aller Kostenfaktoren das DKB-Privatdarlehen der
Deutschen Kreditbank für alle diejenigen am günstigsten, die ihre
Ratenzahlungen über eine Restschuldversicherung absichern möchten",
erklärt Lemke. Auf Platz zwei kam der Privatkredit der SWK Bank. Auf
dem dritten Platz folgte der Ratenkredit von Barclaycard Barclays
Bank. Wer dagegen keine Restschuldversicherung abschließen will,
kommt online bei Betrachtung aller Kosten mit dem Ratenkredit der
Bank of Scotland am günstigsten weg. Auf Platz zwei liegt hier das
DKB-Privatdarlehen. Und auf Platz drei folgt wiederum der Ratenkredit
von Barclaycard Barclays Bank.

Wer den Ratenkredit dagegen in einer Filiale abschließen möchte,
kommt unter Berücksichtigung aller Kosten- und Gebührenaspekte bei
fakultativer Restschuldversicherung mit dem PrivatKredit der Degussa
Bank am günstigsten weg. Knapp dahinter der Privatkredit der Postbank
sowie auf Platz drei der WunschKredit der BBBank. Ohne Absicherung
der Restschuld ist dagegen bei den via Filiale vertriebenen Produkten
der Privatkredit der Postbank am günstigsten, es folgen der
PrivatKredit der Degussa Bank sowie der WunschKredit der BBBank.

Mehr Informationen zu den Ergebnissen der Studie finden Sie unter
www.dfsi-institut.de

DFSI Deutsches Finanz-Service Institut GmbH ist ein unabhängiger
Datendienst, der marktrelevante Informationen zu Versicherern,
Banken, sonstigen Finanzdienstleistern und Gesetzlichen Krankenkassen
sammelt und bewertet. Dabei werden zu Finanzprodukten die
Informationen, die für Privatkunden entscheidungsrelevant sind,
gebündelt und als Produktratings dargestellt. Hier fließen
insbesondere Daten aus den Allgemeinen Versicherungsbedingungen
(AVB), Leistungs- und Servicedaten des Versicherers sowie Preis- und
Prämiendaten ein. Das DFSI erstellt seit 2008 branchenweite
Leistungstests zu Finanzprodukten. Bei der Entwicklung der Test- und
Ratingmethodik wird das DFSI durch Experten des institutseigenen
Fachbeirats unterstützt. Diese verfügen über jahrelange Erfahrungen
im deutschen Ratingmarkt und der Finanzdienstleistungsbranche.

OTS: DFSI - Deutsches Finanz-Service Institut GmbH
newsroom: http://www.presseportal.de/nr/74874
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Pressekontakt:
Dr. Marco Metzler
Fachbeirat und Pressesprecher
m.metzler@dfsi-institut.de
Tel.: +49 (0)221 6777 4569-1

DFSI Deutsches Finanz-Service Institut GmbH
Heinrich-Brüning-Str. 2a
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