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Rohstoffe: Fed bleibt hawkish und setzt Gold unter Druck
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Rohstoffe Fed bleibt hawkish und setzt Gold unter Druck

Gastautor: Commerzbank
21.09.2017, 12:45  |  1252   |   |   
  • Brent steigt auf neues 5-Monatshoch
  • Höhere Investitionen der Ölfirmen deuten auf künftig steigende US-Ölproduktion hin
  • US-Fed signalisiert weitere Zinserhöhungen, Gold und Silber rutschen daraufhin ab

Energie: Am Morgen kostet ein Barrel Brentöl mit gut 56 USD noch einen Dollar mehr als am Vortag. Auf den ersten Blick scheint es für den Optimismus auch wenig Störfeuer zu geben. So hat das „Joint Technical Committee“ der Produzentenländer, die sich auf eine Produktionskürzung geeinigt haben, den Ländern im August eine Übererfüllung der Pläne von 116% attestiert, und damit für das Ministertreffen eine gute Vorlage gegeben. Gleichzeitig konnte der abermals kräftige Aufbau der Rohölvorräte mit dem Verweis auf hurrikanbedingte Verzerrungen beiseite gewischt werden. Schließlich war die tägliche Raffinerieverarbeitung mit knapp 15,2 Mio. Barrel zwar schon wieder gut 1 Mio. Barrel höher als in der Vorwoche, aber noch immer gut 1,5 Mio. Barrel niedriger als im Vorjahr. Manch einen mögen auch die Zahlen zur US-Rohölproduktion optimistisch für die Preise gestimmt haben. Die Förderung hat sich zwar weiter deutlich erholt, aber der Rekord vom Sommer ist noch nicht wieder erreicht. Wir warnen aber vor Enttäuschungen. Denn der rapide Lagerabbau in den USA, der bis zu den Hurrikaneinflüssen zu beobachten war, dürfte sich auch nach der Normalisierung der Verhältnisse nicht fortsetzen. Schließlich wird die Raffinerieverarbeitung üblicherweise im Herbst zurückgefahren, und die Nachfrage sinkt deshalb. Zudem hat die US-Energiebehörde bei einer Auswertung der Quartalszahlen von 55 an der Börse gehandelten Ölfirmen einen Anstieg der Investitionsausgaben um 37% im zweiten Quartal gegenüber Vorjahr festgestellt. Auch die gestiegenen Hedging-Aktivitäten deuten auf eine künftig steigende US-Produktion hin.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CE9J1Y Faktor Long WTI Oil Future Faktor: 8
CE9J22 Faktor Long Brent Oil Future Faktor: 8
CE7XGS Faktor Short WTI Oil Future Faktor: -8
CE5YRG Faktor Short Brent Oil Future Faktor: -8

Edelmetalle: Gold ist nach der Fed-Sitzung unter 1.300 USD je Feinunze gerutscht. Denn in Reaktion auf die Sitzung wertete der US-Dollar deutlich auf und die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen stieg auf ein 6-Wochenhoch. Die Fed hat gestern einen weiteren Schritt hin zur Normalisierung ihrer Geldpolitik unternommen und angekündigt, ab Oktober ihre Bilanz zu reduzieren (um maximal 10 Mrd. USD pro Monat). Wichtiger war, dass die Fed-Mitglieder an ihren Zinserwartungen festhielten. Die Fed signalisierte dem Markt, dass sie die Zinsen in diesem Jahr wohl noch einmal – wir erwarten den Zinsschritt im Dezember – und im nächsten Jahr dreimal anheben wird. Der Markt hatte vor der Fed-Sitzung nur einen Zinsschritt bis Ende 2018 eingepreist. Dies hat sich nun etwas geändert. Laut Fed Fund Futures liegt die Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung im Dezember jetzt bei über 60% (vor einer Woche lag sie noch bei unter 40%), für das nächste Jahr erwartet der Markt jetzt anderthalb Zinserhöhungen. Damit klafft aber noch immer eine große Lücke zwischen den Fed-Erwartungen und dem, was der Markt einpreist. Sollte der Markt weitere Zinsschritte einpreisen, dürfte dies den Goldpreis in Schach halten. Wir gehen daher weiter davon aus, dass Gold am Jahresende bei 1.300 USD je Feinunze notieren wird. Silber wird von Gold nach unten gezogen und kostet erstmals seit vier Wochen wieder weniger als 17 USD je Feinunze. Es hat zudem die charttechnisch wichtige 200-Tage-Linie unterschritten, was zu technisch bedingten Anschlussverkäufen führen und den Preisrückgang verstärken könnte.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CD5B2X Faktor Long Gold-Future Hebel: 6
CD5B34 Faktor Short Gold-Future Hebel: -6

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