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Site Visit Report - Red Pine Exploration Wawa: Wenn in der Gold Street wieder die Lichter angehen

Gastautor: Kai Hoffmann
25.09.2017, 09:55  |  938   |   |   

von Tarik Dede

In der vergangenen Woche waren wir für Sie in Kanada unterwegs, um das Wawa-Goldprojekt von Red Pine Exploration (TSX.V: RPX, WKN: A14S32) direkt vor Ort in Augenschein zu nehmen. Ein Rohstoffprojekt kann man erst dann wirklich beurteilen, wenn man es selbst gesehen und begutachtet hat. Erst dann kann man die vielen kleinen Hindernisse erkennen, die es auf dem Weg zu einem möglichen Minenbau zu überwinden hat.

.5pt">Traditionelle Mining-Region

Das Team vom Investor Magazin macht sich von der Grenzstadt Sault Ste. Marie auf dem Weg nach Norden entlang des Oberen Sees nach Wawa. Das 3.000-Seelennest liegt unweit des Sees etwa 250 Kilometer nördlich von der US-Grenze ganz im Westen Ontarios. Wer jetzt denkt, hier könnte es hohe Infrastrukturkosten geben, täuscht sich. Wawa ist über den Trans-Canada-Highway mit Sault Ste. Marie verbunden, zudem gibt es eine Eisenbahnverbindung und Energie vor Ort. Die grundsätzliche Infrastruktur ist also vorhanden. Und das hat seinen Grund: Rund um die Stadt im Umkreis von etwa 200 Kilometern gibt es etliche bereits in Produktion befindliche Goldminen. Um das Jahr 1890 herum gab es hier sogar einen echten Goldrausch, den Wawa Goldrush. Insofern befindet man sich hier in einer historischen Mining-Region. Dazu gehört übrigens auch Renable, die allererste Mine vom heutigen Milliardenkonzern Barrick Gold, der bis heute auch noch der Eigentümer ist. Aber das hat wohl eher sentimentale Gründe, gefördert wird dort schon lange nichts mehr.

Red Pines Wawa Projekt liegt südwestlich der Stadt und umfasst eine Fläche von 5.568 Hektar. Auf dem Gelände gab es über die vergangenen 125 Jahre acht produzierende Minen, die zusammen rund 120.000 Unzen aus dem Boden holten. Manche waren klein und förderten nur wenige Unzen zu Tage. Andere wie Parkhill oder Jubilee kamen auf eine respektable Förderung von 54.298 bzw. 36.178 Unzen.

Historisch hohe Goldgrade

Allen gemein sind die hohen Goldgrade: Der schlechteste Wert liegt bei 3,12 g/t Gold (Surluga-Mine), die beste Mine kam auf durchschnittlich 72,99 g/t Gold (Mariposa). Das Team um Red Pines Vorstandschef Quentin Yarie findet hier beste Bedingungen vor. Denn es liegen erhebliche Mengen an historische Daten vor, die Aufschluss über den Verlauf der Gold-Mineralisierung geben. Die Produktion auf dem Gelände ist übrigens ein Spiegelbild der kanadischen Geschichte. So wurde die Förderung Anfang des Zweiten Weltkriegs komplett eingestellt. Kanada brauchte Eisen für die Stahlproduktion in Sault Ste. Marie, um Waffen für die eigenen und alliierten Truppen zu produzieren. Der Goldabbau kam völlig zum Erliegen. Später scheiterte die Produktion schlicht an der Wirtschaftlichkeit. Ende der 1990er Jahre erlebte der Goldpreis nämlich eine Talfahrt sondergleichen. Bei einem Preis von 250 US-Dollar je Unze ließ man den Spaten fallen.

Alte Daten zeigen Verlauf der Gold-Mineralisierung

Heute ist das Projekt für die beiden Eigentümer - Red Pine hält 60%, die restlichen Anteile liegen bei dem Investor Citabar LLP - Gold wert. Denn man kann auf der Arbeit der vielen Vorgänger aufbauen. Bereits seit 2014 unternimmt Red Pine eigene Bohrungen. Aktuell ist man mit zwei Bohrgeräten auf dem Projekt aktiv. Wir konnten die Arbeiten sowie etliche Bohrkerne selbst unter Augenschein nehmen. Sie sind Teil des aktuellen, insgesamt 20.000 Meter umfassenden Bohrprogramms. Im Moment liegt der Fokus auf der Minto Mine South Zone, eine von gleich acht goldtragende Goldzonen, die das Projekt durchziehen.

Gute Ergebnisse aus Borhprogramm!

Die jüngsten Resultate haben auch uns überzeugt: So kam man in Bohrloch SD-17-89 auf 8,55 g/T Gold über 3,47 Meter. Auch viele weitere Bohrungen zeigten gute Goldwerte und oft sogar sichtbares Gold. So wies im nördlichen Abschnitt der Surluga-Zone ein Bohrloch 14,66 g/t Gold über 15,23 Meter auf. Zum Vergleich: mit moderner Technik können Goldminen im besten Fall schon ab Graden von 0,5 g/t Gold wirtschaftlich betrieben werden. In Fall Wawa beginnt die Mineralisierung vielerorts an der Oberfläche, die Förderung im Tagebau ist also durchaus denkbar. Das spricht zudem für geringe Betriebskosten. 

Für die Red Pine-Geologen unter der Leitung des Franco-Kanadiers Jean-Francois Montreuil ergeben sich die Bohrziele aber nicht nur aus dem historischen Schatz an Daten. Denn die Geologie im Wawa Goldprojekt ähnelt der anderer Minen in Ontario, wie beispielsweise Rainy River von New Gold oder Detour Golds Detour Lake Mine. Auch deshalb scheint das technische Team bereits ein gutes Bild von der Geologie im Untergrund zu haben. Diesen Eindruck konnten wir jedenfalls gewinnen.

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