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Es drohen Totalverluste bei Kohle-, Öl- und Gas-Investments

Gastautor: Thomas Hellener
26.09.2017, 07:22  |  6224   |   |   

Auf der gerade zu Ende gegangenen IAA haben die Autohersteller mal wieder einen neuen Anlauf für die E-Auto-Revolution unternommen. Ob BMW, VW oder Mercedes – sie alle stellten neue Elektroautos vor, um ja nicht den Trend für die Zukunft zu verpassen. Sie fanden auch durchaus Interessenten, die sich informieren wollten.  Doch wo waren die Zuschauertrauben? Bei großen SUVs und flotten Flitzern von Ferrari, Porsche, Lamborghini & Co. Die Faszination rund um PS-starke, laute und schnelle Boliden ist ungebrochen. Und es wird wohl noch lange dauern, bis sich E-Autos beim Endkunden durchsetzen werden. Da werden auch die Grünen keinen Turbo zünden können, falls sie als Partner in der geplanten Jamaika-Koalition die neue Bundesregierung bilden werden.

Doch anders als der geneigte Autofahrer schaut die Börse immer schon etwas weiter in die Zukunft. Und hier hat er nicht nur Deutschland im Blick. Andere Länder sind schon viel weiter bei der Umsetzung der E-Mobilität in den Alltag. Schweden, Norwegen – ja sogar China hat hier erste, feste Pflöcke eingeschlagen. Deshalb sind E-Mobilität und Dekarbonisierung große Trends an den Aktienmärkten. So hat die Abkehr der Energiewirtschaft von der Nutzung kohlenstoffhaltiger Energieträger schon heute enorme Auswirkungen auf die Weltwirtschaft. Branchen wie die Kohle-, Öl- und Gasindustrie sind von diesen Umwälzungen besonders betroffen. E-Mobilität und Dekarbonisierung spielen deshalb auch bei unserem Nachhaltigkeitsaktienfonds PRIMA – Global Callenges eine immer größere Rolle.

 

„Harvey“ und „Irma“ waren nur Vorboten

 

Denn die Abkehr von der Nutzung kohlenstoffhaltiger Energieträger ist eine der großen Herausforderungen für unser aller Zukunft. Experten erwarten, dass es bei einer weiterhin ungebremsten Entwicklung der globalen Treibhausgas-Emissionen zu einem durchschnittlichen Temperaturanstieg von mehr als 4 Grad kommt. Die Folge wäre ein bis zu einem Meter höherer Meeresspiegel oder die Überflutung ganzer Inselstaaten. Extreme Wettersituationen wie die Tropenstürme „Harvey“ und „Irma“ sind da nur die Vorboten. Industrien und Geschäftsmodelle, die auf fossilen Brennstoffen beruhen, sehen sich zukünftig grundlegenden Einschränkungen gegenüber. Ein strikt eingehaltenes Emissionsbudget verbietet die Nutzung großer Teile heute als positive Vermögenswerte bilanzierter Rohstoffreserven. So schätzt Barclays, dass die Kohle-, Öl- und

Gasbranche über die nächsten 25 Jahre insgesamt mit Umsatzeinbußen von bis zu 33 Billionen

US-Dollar rechnen muss. Im Extremfall müssten Investments in Förderunternehmen und CO2-intensive Industrieunternehmen ganz abgeschrieben werden. Die Kohlenstoffblase ist daher eine reale Gefahr für Anlageportfolios.

 

Von den Megatrends profitieren

 

Bei der E-Mobilität spielen künstliche Intelligenz, die Rechenleistung von Computern, Sensorik, Kameras und billiger werdende Batterien eine wichtige Rolle. Bei Batterien wird China die Vorreiterrolle spielen. Peking investiert enorme Summen in billiger werdende Batterien. Das hat zur Folge, dass E-Mobilität und selbstfahrende Autos bezahlbar werden und Autos mit Verbrennungsmotoren über kurz oder lang ersetzen. Von der immer weiter steigenden Rechenleistung von Computern dürfte unser Portfoliowert SAP profitieren. Beim Megatrend autonomes Fahren ist Intel bestens ausgestellt. Der amerikanische Tech-Riese hat im März den israelischen Hersteller für Fahrerassistenzsysteme, Mobileye, übernommen, der als Partner von BMW im Bereich E-Mobilität und selbstfahrende Autos tätig ist. Die ganze Entwicklung wird auch Rückwirkungen auf Industriezweige wie der Windkraft- und Sonnenenergie haben. Das sollte unseren Portfoliowerten SunPower, Nordex oder Vestas Wind Systems zugutekommen.

Die Beispiele zeigen, dass Nachhaltigkeit, Zukunft und Performance im Sinne der Anleger sehr gut  harmonieren können.

 

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