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DAX-Chartanalyse: Rund 1 Prozent vor Allzeithoch

DAX-Chartanalyse Rund 1 Prozent vor Allzeithoch

Gastautor: Andreas Mueller
01.10.2017, 12:07  |  6658   |   |   

1,88 Prozent Wochenperformance ohne das Zugpferd "Wall Street" bescheinigen dem DAX nun wieder ein Eigenleben. Dieses könnte in dieser Geschwindigkeit schnell an der Marke von 13.000 enden bzw. diese anlaufen.

Die Bundestagswahl scheint verdaut. Es gab zwar politische Irritationen, doch die Märkte zeigten wenig Reaktion, wenn man die Volatilität als Gradmesser anlegt. Mit 1,88 Prozent Wochenperformance und 5 Handelstagen im Gewinn war es aus Sicht der Bullen ein voller Erfolg. Zwar ist noch keine neue Regierung formiert und damit könnte noch Ungemach drohen, doch dies ist an dieser Stelle reinste Spekulation. Fakten sind hierbei wichtiger und die zeigten einen sehr stabilen DAX, der nach kurzer Orientierungssuche nun unaufhaltsam weiter in Richtung Allzeithoch strebt. Dieses Szenario deckt sich sehr gut mit dem Vergleich aus der Vorwoche, auf den ich kurz eingehe. Darauf folgt dann mein Ausblick auf die kommende Handelswoche.

 

Das Thema BundesDAXwahl

 

Das Ergebnis der Bundestagswahl schockierte vor allem die etablierten Parteien, für die es in der großen Koaltion nun keine Fortsetzung geben wird. Börsianer haben zudem ein wenig Angst bzw. Respekt vor der Teilnahme der Grünen in einer Regierung. So schrieb dazu auch die Redaktion von wallstreet-online Folgendes ->

Ein wenig verschnupft reagierte der DAX im ersten Moment, konnte jedoch bereits am Montag zur 12.600 wieder aufschliessen. So auch gezeigt im Forum hier:

Als wichtige Marke hatte ich in der Vorwochenanalyse (zum Nachlesen) den Bereich um 12.650 Punkten skizziert. Dieser wurde am Mittwoch dann angelaufen, wie hier dargestellt:

 

Und damit bewegte sich der DAX auch im anvisierten Kanal, den ich in der Vorwoche mit Vergleich der Entwicklung nach der US-Wahl aufzeigte. Zur Erinnerung:

 

Mit Überwindung der 12.650 wurde dann auch Potenzial auf weitere Bewegung freigesetzt. In der Vorwoche schrieb ich dazu:

Ein Bruch wäre das nächste (und vielleicht auch letzte) Signal auf dem Weg zum Allzeithoch. Denn dieses liegt im DAX rechnerisch genau 2,7 Prozent entfernt.

Am Ende der Woche stand ein Plus von 1,88 Prozent zu Buche nach 5 Handelstagen im Gewinn. Was will man als Bulle mehr? Und das ohne die Wall Street, wo der Dow Jones ausnahmsweise keine neuen Allzeithochs zeigte, aber dennoch um minimale 0,25 Prozent zulegen konnte. Mit Blick auf die nachbörslichen Kurse am Freitag kommen wir im DAX der Allzeithoch-Marke nun auf rund 1 Prozent nahe.

 

Kommt das Allzeithoch schon in dieser Woche?

 

Rechnerisch kein Problem. Dafür spricht allein die Saisonalität. Mit Abschluss des Septembers, einen der statistisch schlechtesten Börsenmonate (gut einsehbar auf Seasonalcharts.de), kommt nun die statitische Herbstrallye:

Damit könnte die Bewegung der Vorwoche einfach fortgeführt und das Allzeithoch quasi in wenigen Tagen oder rund 1 Prozent erreicht sein. Im 4-Stundenchart (XETRA-Handelszeiten) ist dieser kleine Abstand sehr gut zu sehen:

Es stellt klassischerweise erst einmal einen Widerstand dar, doch so wie der Markt am Freitagabend noch einmal "squeezte", könnte dieser auch schnell überlaufen werden. Daher an dieser Stelle das Chartbild der Handelszeit/Indikation bis 23 Uhr:

Ein klarer Fall von Positionsbereinigungen. Denn der September fiel aus der Statistik klar heraus mit rund 7 Prozent Gewinn. Wer hier noch auf einen Crash spekulierte, oder zumindest auf eine Korrektur, wurde spätestens diesen Freitag eines Besseren belehrt und musste seine Positionen noch glattstellen. Neuer Monat - neue Chancen. Und neue Anlagegelder...

 

In diesem Sinne halte ich es mit dem Trend und orientiere mich auf der Oberseite in Richtung Allzeithoch und psychologischer Marke von 13.000 Punkten. Dies jedoch nicht stur oder blind. Denn vermutlich startet der Markt am Montag erneut mit einem GAP, was erst einmal interessant sein dürfte (bis ca. 12.800). Eine echte Korrektur der Bewegung ist selbst bei einem Rücksetzer auf die "Make or Break Marke" 12.650/12.670 nicht dramatisch. Denn der Widerstand ist nun Unterstützung:

 

Daraus folgt, dass erst ein Bruch dieser Zone das nächste Short-Signal einleitet. Bis dahin sollten sich die Bärsen gedulden (müssen):

 

Wer also konkret mit Short liebäugelt, sollte am Montag auf das zu erwartende GAP auf der Oberseite achten und kurzfristige Gegenbewegungen am Allzeithoch bzw. auch an der möglichen 13.000 anvisieren. Mittelfristig ist der hier gezeigte Nach-Wahl-Trend jedoch intakt und lockt weiteres Kapital zum Monatswechsel an.

 

Thematisch steht an Wirtschaftsdaten am Montag der US-ISM-Index an und am Donnerstag die EZB-Ratssitzung. Hauptaugenmerk dürfte dann wieder der US-Arbeitsmarktbericht am Freitag sein. Bis dahin gibt es jedoch eine Menge Handelsideen von mir und anderen Tradern in den Tages-Trading-Chancen nachzulesen

 

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Herzlichen Dank für Ihr Interesse und einen erfolgreichen Wochenstart,

Ihr Andreas Mueller (Bernecker1977)

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