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Arthur D. Little analysiert die ökonomischen Effekte von Nord Stream 2

Nachrichtenquelle: Business Wire (dt.)
04.10.2017, 09:00  |  129   |   |   

Im aktuellen Arthur D. Little-Bericht "Die ökonomischen Auswirkungen des Nord Stream 2-Projekts auf Europa" analysieren die Experten die wirtschaftlichen Effekte (Arbeitsplatzeffekte sowie Wirtschaftswachstum) des laufenden Projekts, bei dem zwei neue Gaspipelines von Russland nach Deutschland gebaut werden sollen. Der gesamte wirtschaftliche Nutzen für die Europäische Union liegt demnach bei 5,15 Milliarden Euro für den Bau. Darüber hinaus werden im Zuge der Investition über Jahre hinweg in der EU 31.000 Vollzeitjobs geschaffen. Das BIP wird um 2,25 Milliarden Euro über verschiedene Branchen hinweg wachsen.

Nord Stream 2 ist ein großes Erdgasinfrastrukturprojekt, das neben den beiden bestehenden Ostsee-Gaspipelines jährlich weitere 55 Milliarden Kubikmeter zu den bestehenden Transportkapazitäten hinzufügen soll. Ziel ist es, eine sichere und zuverlässige Verbindung zu schaffen. Die Nachfrage in der EU bleibt auch in Zukunft konstant, während die lokale Förderung zurückgeht. Das Projekt soll dabei helfen, diese Lücke zu schließen.

Ziel der von Nord Stream 2 beauftragten unabhängigen ADL-Studie ist es, die direkten, indirekten und induzierten Auswirkungen des Projekts auf die europäische Wirtschaft sowie andere betroffene Länder zu veranschaulichen, in denen Investitionen in die Pipeline getätigt wurden bzw. werden. Teil der Untersuchung sind also nicht nur die direkt mit der Ausführung des Projekts zusammenhängenden Wirkungen, sondern auch die darüber hinaus gehenden ökonomischen Effekte. Die Analyse wurde mit Hilfe des ökonomischen Modells IMPLAN durchgeführt. Dies greift auf tiefgreifende statistische Datenbanken der verschiedenen betroffenen Volkswirtschaften zurück.

Die stärksten Effekte sind in Ländern zu beobachten, in denen große projektbezogene Bautätigkeiten stattfinden, also in Russland, Deutschland, Finnland und Schweden. Hinzu kommen Länder, die traditionell mit der Offshore-Öl- und Gasindustrie verbunden sind und Heimatländer wichtiger Dienstleister der Branche, etwa die Niederlande, das Vereinigte Königreich, Norwegen und Italien.

Für Deutschland wird ein volkswirtschaftlicher Nutzen in Höhe von 2,2 Milliarden Euro kalkuliert. 13.100 Arbeitsplätze werden in den nächsten fünf Jahren von dem Bau profitieren. Desweiteren ist eine Zunahme des BIP von 900 Millionen Euro infolge der Investition von Nord Stream 2 zu erwarten.

Michael Kruse, Partner der Energy & Utilities Practice bei ADL, stellt heraus: "In Zeiten, in denen die globale Öl- und Gasindustrie den Abbau von Kapazitäten sowie Entlassungen erlebt, setzt Nord Stream 2 positive wirtschaftliche Impulse. Diese Auswirkungen zeigt der Bericht transparent und umfassend auf."

Den Report finden Sie hier: www.adl.com/NordStream2impact



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