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Kurzzeitig geschafft: DAX-Mega-Rekord 13.000 Punkte

12.10.2017, 16:31  |  8294   |   |   

Der DAX hat erstmals 13.000 Punkte erreicht! Die Anleger dürften jubeln, während gleichzeitig die Angst vor einer Blase wächst. Dennoch läßt sich der deutsche Leitindex von negativen Nachrichten bisher nicht beeinflussen.

Nun hat der Dax es nach gut 30 Jahren auf 13.000 Punkte gebracht. Er erblickte am 1. Juli 1988 das Licht der Welt. Zehn Jahre später brach mit der T-Aktie das Börsenfieber aus. Das Interesse am Dax nahm erheblich zu. Am 7. März 2000 erreichte der Index ein Rekordhoch von 8.136,16 Punkten. Drei Jahre später hatte sich das Blatt gewendet, denn der Dax rutschte am 12. März 2003 unter 2.200 Punkte. Am 13. Februar 2015 nahm er die 11.000 Punkte-Marke, um anschließend die 12.000er Hürde zu überspringen. Zwei Jahre später verfehlte er am 6. Oktober 2017 mit 12.996 Punkten die magischen 13.000 Punkte, um sie heute nun doch zu überspringen.

DAX

Zurück in den Herbst 2017: Das Ergebnis der Bundestagswahl sorgt bisher für Unsicherheit in der Regierungsbildung. Dennoch geben sich die Börsianer bei diesem Thema gelassen. Auch die Unruhen in Spanien belasten vorerst nur die iberische Börsenlandschaft.

Das Thema Brexit scheint ebenfalls keine Panik mehr auf dem Parkett auszulösen, auch wenn die Medien immer wieder warnend titeln. Wie die Welt jüngst schrieb, bereitet die britische Regierung einen chaotischen Brexit vor. Laut Theresa May stellt man sich darauf ein, dass es keine Einigung mit der EU geben könnte. Beim Parteitag ihrer Konservativen in Manchester in der vergangenen woche zeigte sich eine trübe Lage der britischen Regierung. Bei der gut einstündigen Rede kam May erst nach 30 Minuten auf den Brexit zu sprechen. May verwies auf ihre Rede in Florenz und wandte sich an die gut drei Millionen EU-Bürger im Land: "Sie sind willkommen. Wir möchten, dass Sie bleiben." Damit war das Thema Brexit abgeschlossen. Die Frankfurter Rundschau schrieb: "Da die Konservativen auch 16 Monate nach dem Referendum noch völlig uneins sind, wie und in welchen Etappen der EU-Austritt vollzogen werden soll, schwiegen die Minister in ihren Reden weitgehend das Thema tod."

Auf dem Festland möchte Emmanuel Macron Europa mit seinen Reformideen auf eine neue Ebene heben. Der generelle Reformstau in Europa bildet jedoch eine große Hürde für neue Visionen.

Unterstützung erhält der DAX indes von der wirtschaftlichen Entwicklung. Wie das Statistische Bundesamt in der vergangenen Woche mitteilte, konnte die deutsche Industrie im August deutlich mehr Aufträge verzeichnen als erwartet. Die Auftragseingänge sind zum Vormonat um 3,6 Prozent gestiegen - Analysten hatten nur einen Anstieg um 0,7 Prozent erwartet. Auch die Inlandsnachfrage nach deutschen Gütern stieg im August um 2,7 Prozent. Aus dem Ausland stieg die Nachfrage sogar um 4,3 Prozent. 

Scheine von BASF, Fresenius, Linde, Lufthansa und SAP waren in den vergangenen Monaten sehr gefragt. Auch die Commerzbank zeigt Stärke. Die Aktie steht erneut vor dem 12-Monats-Hoch, denn am Donnerstag erreichte die Aktie 11,66 Euro. Auch der Autobauer Daimler zeigt seit August eine beeindruckende Performance, denn das Papier ging von 59 Euro auf zwischenzeitlich 69 Euro. Und BMW kennt seit Ende August nur eine Bewegung: von 78 Euro auf 88 Euro - ebenso wie die VW-Aktie aktuell bei 149 Euro steht. Negativ-Beispiel sind die Papiere der Deutschen Bank. Die Schlagzeilen der vergangenen Quartale belasten hier nach wie vor.

 

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Kommentare

Der DAX (Prefomance Index) ist zum Anstieg verdammt, solange auch nur ein einziges DAX Mitglied Dividende zahlt. Ohne Anstieg des DAX würden die Einzeltitel immer billiger werden.

Und es erinnert mich irgendwie an die Klimadebatte.
Da bezieht man sich mit der Temperaturreferenz auf das Ende Kleinen Eiszeit vor 160 jahren, als die Gletscher in der Schweiz und anderswo wieder zu schrumpfen begannen, nachdem sie vorher mehrere Hundert Jahre nur gewachsen waren.

Bei Daimler bezieht man sich auf das Kursminimum der letzten Jahre.
Erwähnen Sie doch einfach mal das KGV und die Dividendenrendite von Daimler, dann bemerkt auch derjenige, der sich nicht so für Aktien interessiert, wie preiswert die Daimler-Aktie immer noch ist.
Dasselbe gilt für die Lufthansa auch noch nach ihrem enormen Kursanstieg.

Wenn sie teure Aktien erwähnen wollen, dann zeigen Sie doch bitte mit allen Fingern auf Tesla oder in Deutschland z.B. auf Adidas oder auch Evotec.

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