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DAX DAX stark überdehnt, aber für schärfere Korrektur braucht es Volatilität…

Gastautor: Jens Klatt
06.10.2017, 13:29  |  2156   |   |   

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(JK-Trading.com) – Der DAX war in der vergangenen Handelswoche kurz davor den nächsten Meilenstein in seiner Geschichte markiert, versuchte die 13.000er Marke zu überwinden. 

 

Ob es zu einem nachhaltigen Bruch dieses Levels kommt, muss in meinen Augen allerdings abgewartet werden. Der deutsche Leitindex ist seit Ende August fast 10% gestiegen, ist der Allzeithoch-Rallye am US-Aktienmarkt gefolgt, bei einem zeitgleichen Kollaps der Volatilität.

 

Aber selbst wenn es in der kommenden Handelswoche zu ersten Erschöpfungen auf der Oberseite kommt, bliebe abzuwarten ob es zu einer ausgeprägteren Korrekturbewegung oder eher zu einem seitlichen Abwärtsdriften und einem Abbau des überkauften Modus über die Zeit käme.

 

Der Wirtschaftsdatenkalender ist sehr dünn, aus dieser Richtung sollten keine starken Impulse erwartet werden, der Handel dürfte primär technisch getrieben sein.

 

Sollte es zu einer Korrekturbewegung kommen, läge ein erstes anzuvisierendes Ziel im Bereich der Juli-Hochs um 12.680/700 Punkte.

 

Aber wie auch bereits im Januar und auch im Mai, als der 14er RSI auf Tagesbasis im DAX letztmalig in den überkauften Bereich gelaufen war (blaue Ellipsen), ist auch dieses Mal denkbar, dass es zu einem ähnlichen „Korrektur“-Verlauf kommt, die Bären nicht in der Lage sind ausreichend Druck aufzubauen.

 

Sollte der DAX seine Aufwärtsbewegung ungehindert fortsetzen, würde ich weitere Kursziele in 100er Schritten bei 13.100, dann 13.200, usw. sehen.

 

Chart erstellt mit Guidants

 

Aus sentimenttechnischer Sicht ist das Bild in meinen Augen sehr interessant: das Euwax-Sentiment zeigt auf 3-Monatssicht einen Abbau seiner Netto-Short-Positionierung was darauf hindeutet, dass die Privatanleger den Glauben an ihre antizyklischen Short-Bemühungen zu verlieren scheinen und sich mehr und mehr prozyklisch (=Long) positionieren.

 

Solche Entwicklungen treten erfahrungsgemäß im Bereich potentieller, zumindest kurzfristiger Tops auf und illustrieren, dass Long-Engagements Chance-Risiko-Verhältnis-technischer unattraktiver werden dürften.

 

Quelle: Börse Stuttgart | Euwax

 

Aber: ohne Risikoaversion und eine anziehende Volatilität am Markt, ein Anflug von Sorgen, wird es nichts mit einem schärferen Rücksetzer, auch wenn wir ihn noch so sehr herbeisehnen…

 

Analyse geschrieben von Jens Klatt, Geschäftsführer von Jens Klatt Trading, exklusiv für JFD Brokers

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