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Heißer Turnaround? Revival eines einstigen Stars?

Gastautor: Volker Glaser
07.10.2017, 00:57  |  1432   |   |   

Was ist nur aus der guten alten Bilfinger (Berger) geworden? Einst ein Vorzeigeunternehmen der deutschen Baubranche mit hochwertigen Ingenieursabteilungen und Planern (Stichwort: Reinhold & Mahla). Heute eine Dauerbaustelle, wo weder Strategie, noch Vorstände eine lange Halbwertszeit haben und der Aktienkurs bei 34 Euro einen Boden auszutesten versucht.  Nach der x-ten Gewinnwarnung, die letzte Mitte Juli, scheinen die jüngsten Quartalszahlen 2/2017 nun eine gewisse Aussagekraft zu haben. 2017 als Übergangsjahr wird allenfalls auf Stufe EBITA positiv. Tiefer in der Bilanz hagelt es dann rein und tiefrot sollte der laufende Abschluss (erwartet rund 125 Mio. Euro) enden. Nach vorne geblickt ist Bilfinger eine der großen Chancen am hiesigen Aktienmarkt, denn 3.8 Mrd. Euro Umsatz, 40 % Eigenkapitalquote, ein internationaler Brand, ein mit etwa 0.30 bis 0.40 Euro lautender positiver Cashflow je Aktie sowie die angekündigte Basisdividende von 1 Euro sind ein Fundament, auf dem sich die Bilfinger-Story neu aufbauen lässt.

Das sehen aktuell viele Hedge-Fonds anders. Da 70 % des Kapitals breit gestreut sind, haben die Leerverkäufe ein leichtes Spiel. Noch. Denn sowohl die Dividende als auch der angekündigte und Mitte September startende Aktienrückkauf dürften der Aktie helfen. Am 18. September flog die Aktie aus dem Stoxx Europe 600, der eine Basis für strukturierte Derivate und zudem als Benchmark für einige Fonds verwendet wird. In unseren Augen der Schlusstag, an dem der Geldabfluss aus Bilfinger erst einmal endete. Für Turnaround-Investoren interessant.

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Bilfinger


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