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Erstaunlich Renault: Schon jetzt reale Gewinne mit E-Autos!

10.10.2017, 14:42  |  13774   |   |   

Renault verdient bereits Geld mit E-Autos. Über eine halbe Millionen elektrische Kleinwagen haben Renault und Nissan schon verkauft. Die Gewinnmarge beträgt 7 Prozent. Tesla hingegen machte 2016 über eine halbe Milliarde US-Dollar Verlust.

Während Tesla im Geschäftsjahr 2016 einen Nettoverlust von 675 Millionen US-Dollar aufweist, verdiente Renault mit dem Verkauf von E-Autos bereits Geld. Die Süddeutsche Zeitung zitierte Renaults E-Auto-Vorstand Gilles Normand wie folgt: „Wir sehen heute, dass wir mit dem Verkauf elektrischer Fahrzeuge Geld verdienen können. Dies unterscheidet uns auch von unseren Marktbegleitern: Wir verlieren kein Geld mehr."

Bei kleinen Elektroautos sind Renault und der japanische Schwesterkonzern Nissan Marktführer. Während Tesla im vergangen Quartal nur 260 Exemplare des elektrischen Mittelklassewagen Model 3 gebaut hat, haben Nissan und Renault insgesamt bereits eine halbe Millionen E-Autos, wie den Leaf oder den Zoe, verkauft. Laut dem Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) ist Renaults Zoe, der eine Reichweite von bis zu 400 Kilometern besitzt, sogar Deutschlands meistgekauftes Elektrofahrzeug.

Renault-Vorstand Normand strebt laut der Süddeutschen Zeitung bei E-Autos eine Gewinnmarge von sieben Prozent an. Damit ist die Marge genauso hoch, wie bei konventionellen Autos. Das Angeben der Gewinnspanne unterscheide Renault auch von anderen Elektroauto-Herstellern, so Normand: „Hier sind wir erneut Vorreiter, da wir eine Gewinnspanne für unser Elektro-Business angeben“.

Bereits letzte Woche hatte Renault-Chef Carlos Ghosn eine E-Modelloffensive angekündigt. 2022 sollen 50 Prozent aller Modelle einen Elektro- oder Hybridantrieb haben. Acht batteriebetriebene Autos sowie zwölf Hybridfahrzeuge sollen auf den Markt gebracht werden. Elektroautos werden in Zukunft also einen wichtigen Beitrag zum Kerngeschäft von Renault leisten.

Trotzdem glaubt der französische Autohersteller vorerst nicht an einen Elektroauto-Boom. So geht man bei Renault von einem Marktanteil von fünf Prozent für rein elektrische Fahrzeuge bis 2022 aus. Der Diesel-Skandal und die drohenden Fahrverbote fördern jedoch die Nachfrage.

2016 betrug der Umsatz von Renault (inkl. konventioneller Fahrzeuge) 51.243 Millionen Euro. Der Nachsteuergewinn des Unternehmens betrug 3.543 Millionen Euro. Auch die Performance der Renault-Aktie kann sich sehen lassen: Innerhalb eines Jahres konnte sie ein Plus von immerhin 12,89 Prozent (10.10.2017, 12:45 Uhr) aufweisen.

Renault

Fazit: Während Tesla mit großen Versprechungen und Verlusten aufwartet, verdient Renault bereits tatsächlich Geld mit wirklich alltagstauglichen E-Autos.

Quellen:
w:o: Renault Bilanz, Gewinne und Umsatz| Renault Geschäftsbericht
Süddeutsche Zeitung: "Mit E-Autos lässt sich Geld verdienen"
renault.de
Business Insider: „Mit E-Autos können wir Geld verdienen“: Renault schafft, woran Tesla bisher scheiterte

 

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