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Pressemeldung: Union Investment: Marktberichte September 2017
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Pressemeldung Union Investment: Marktberichte September 2017

Nachrichtenquelle: Asset Standard
11.10.2017, 00:00  |  850   |   |   

Bei den Aktien gab es einen deutlichen Zugewinn im September. Bei den Renten gaben die Staatsanleihen nach Schwankungen etwas nach.

Aktienmärkte Die Aktienbörsen in Europa und den USA tendierten im September ausgesprochen freundlich. Die Hoffnung auf eine Steuerreform in den USA und insgesamt positive Wirtschaftsdaten sorgten für eine hohe Nachfrage nach Aktien.

Rentenmärkte Gute Wirtschaftsdaten, die zunehmende Risikofreude der Anleger und die sich abzeichnende restriktivere Haltung der großen Notenbanken waren kein ideales Umfeld für sichere Staatsanleihen. Sowohl in den USA als auch Europa gaben Rentenpapiere auf Gesamtmarktebene etwas nach.

Die Aktienmärkte

Europa

Europas Börsen verzeichnen Kursplus: Die Börsen in Europa haben den September mit deutlichen Kursgewinnen abgeschlossen. Der EURO STOXX 50 legte nach den Verlusten des Vormonats 5,1 Prozent zu, der marktbreite STOXX Europe 600-Index schloss 3,8 Prozent fester. Die im MSCI Europe Small and Mid Caps-Index gelisteten Unternehmen mit niedriger und mittelgroßer Marktkapitalisierung verzeichneten ein Plus von 3,1 Prozent. Unterstützend wirkten vor allem die robusten Konjunkturdaten in der Eurozone und der Wechselkurs des Euro, der im September unter anderem gegen den US-Dollar an Wert verlor. Auch der Umstand, dass in Deutschland nach den Bundestagswahlen vieles auf eine wirtschaftsfreundliche Regierung hindeutet, wurde an den Märkten mit Aufschlägen quittiert. Die geopolitischen Krisen wie etwa der Konflikt zwischen den USA und Nordkorea blieben an den Börsen Europas weitgehend unbeachtet. Kräftige Kurszuwächse fielen unter anderem im Automobilsektor sowie in den Bereichen Industrie und Einzelhandel an. Eher unterdurchschnittlich entwickelten sich Aktien aus den Branchen Grundstoffe und Nahrungsmittel. Wegweisende Unternehmensnachrichten kamen beispielsweise von Siemens und dem französischen Konkurrenten Alstom: Die beiden Unternehmen wollen ihr Zuggeschäft zusammenlegen. Die Aufsichtsräte haben der Fusion bereits zugestimmt. Die Hochgeschwindigkeitszüge ICE und TGV kommen künftig aus einem Haus. Entstehen soll ein Wachstumsprojekt, das von den Gemeinsamkeiten im Bahngeschäft profitieren soll. Die Fusion wird aber auch als Antwort auf den Zusammenschluss der beiden größten chinesischen Zughersteller zum Giganten CRRC gewertet. Siemens wird am Gemeinschaftsunternehmen mit etwas mehr als fünfzig Prozent zunächst die Mehrheit halten. Die Konzernzentrale und die Geschäftsführung werden nach den Plänen im Großraum Paris angesiedelt. Die Aktienkurse beider Unternehmen konnten in der Berichtsperiode deutliche Gewinne verzeichnen. Die robuste Konjunkturdynamik stellt ein konstruktives Umfeld für Aktienanlagen dar. Die bevorstehenden Notenbanksitzungen und die aktuellen geopolitischen Risiken können jedoch für Schwankungen sorgen.

Deutschland

Deutsche Aktien mit deutlichen Kursaufschlägen: Die deutschen Aktienmärkte haben im September deutliche Kurszuwächse verzeichnet. Der DAX-Index mit den größten Unternehmen des Landes verzeichnete ein deutliches Plus von 6,4 Prozent. Ähnlich positiv entwickelten sich die im TecDAX-Index gelisteten Technologiefirmen, die 6,2 Prozent zulegten. Der MDAX-Index mit Unternehmen mittlerer Marktkapitalisierung schloss 5,4 Prozent fester. Auch die im SDAX-Index geführten kleineren Gesellschaften des Landes gewannen 4,5 Prozent. Die Rally am deutschen Aktienmarkt wurde im Wesentlichen von drei Faktoren getragen. Zum einen beflügelte der Wechselkurs des Euro die Notierungen, der gegen den US-Dollar merklich an Wert verlor. Auch der Umstand, dass in Deutschland nach den Bundestagswahlen vieles auf eine wirtschaftsfreundliche Regierung hindeutet, wurde mit Aufschlägen quittiert. Unterstützend wirkten überdies die robusten Konjunkturdaten in Deutschland: Der ifo-Geschäftsklimaindex ging im September zwar zum zweiten Mal in Folge leicht zurück, bewegt sich nach wie vor aber auf dem dritthöchsten Stand seit Beginn der Erhebung im Jahr 1991. Auf Unternehmensebene trieben Nachrichten über anstehende Unternehmenszusammenschlüsse die Kurse. ThyssenKrupp und der indische Konzern Tata haben sich auf eine Fusion ihrer Stahlsparten geeinigt. Die Transaktion soll nach Zustimmung der Kartellbehörden bis Ende 2018 abgewickelt werden. Mit dem neuen Joint-Venture, an dem beide Unternehmen jeweils die Hälfte halten wollen, entsteht hinter ArcelorMittal der zweitgrößte Stahlkonzern in Europa. Auch Siemens schmiedet Fusionspläne: Das Unternehmen will seine Bahnsparte mit der des französischen Konkurrenten Alstom zusammenlegen. Die Aufsichtsräte der beiden Konzerne haben der Fusion bereits zugestimmt. Die Aktienkurse beider Firmen legten in der Berichtsperiode kräftig zu. Die robuste Konjunkturdynamik stellt ein konstruktives Umfeld für Aktienanlagen dar. Die bevorstehenden Notenbanksitzungen und die aktuellen geopolitischen Risiken können jedoch für Schwankungen sorgen.

Osteuropa

Osteuropäische Börsen tendieren freundlich: Im Berichtsmonat schlossen die osteuropäischen Börsen im Plus. Der MSCI Emerging Markets Eastern Europe-Index konnte 1,5 Prozent in Lokalwährung zulegen. In US-Dollar gewann das Börsenbarometer 1,3 Prozent. Die russischen Aktienmärkte entwickelten sich freundlich (MICEX-Index 2,7 Prozent, in Lokalwährung). Das Plus des auf US-Dollar notierenden RTS-Index lag bei 3,7 Prozent. Der Russische Rubel konnte 0,5 Prozent gegen den US-Dollar an Wert gewinnen. Mitte des Monats hatte die russische Zentralbank den Leitzins um 50 Basispunkte auf 8,5 Prozent gesenkt. Eine rekordtiefe Inflation veranlasste die Notenbank zur vierten Zinssenkung 2017. Im August betrug die Teuerungsrate 3,3 Prozent im Vorjahresvergleich – und war damit so niedrig wie seit dem Ende der Sowjetunion nicht mehr. Ende des Monats hatte eine Ratingagentur den Ausblick auf das BBB- Rating des Landes von stabil auf positiv angehoben. Das begründete sie mit dem gestärkten wirtschaftspolitischen Rahmen und der robusten externen Position des Landes. Auch der im Monatsvergleich um 8,2 Prozent gestiegene Ölpreis (Brent) unterstützte die Börsen. Die türkischen Börsen mussten dagegen Verluste hinnehmen. Der BIST-Index schloss 6,5 Prozent im Minus. Auch die Türkische Lira verlor gegen den US-Dollar 3,0 Prozent an Wert. Die Märkte wurden unter anderem von der Ankündigung der Regierung belastet, die erst Ende 2016 eingeführte Konsumsteuer-Entlastung schon 2018 wieder abzuschaffen. Die Steuergeschenke hatten den Binnenkonsum kräftig angeschoben. Auch die polnischen Börsen mussten im September Einbußen hinnehmen. Der WIG-Index verlor 1,1 Prozent. In Ungarn schlossen die Börsen 2,1 Prozent im Minus (BUX-Index). Dagegen konnten die tschechischen Aktienmärkte 2,2 Prozent zulegen (PX 50-Index). Im Fokus stand der Zinsentscheid der Notenbank. Sie ließ den Leitzins unverändert bei 0,25 Prozent, obwohl einige Analysten eine weitere Anhebung aufgrund der stark steigenden Löhne und einer brummenden Wirtschaft nicht ausgeschlossen hatten. Während geopolitische Risiken Belastungsfaktoren darstellen, ist das konjunkturelle Umfeld in vielen osteuropäischen Märkten robust.

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