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Wirtschaft / Finanzen Trotz Produktionsrekord in Sierra Metals ‚Yauricocha‘-Mine fällt die unternehmensweite Produktion etwas

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Gastautor: Jörg Schulte
17.10.2017, 05:26  |  1108   |   

Sierra Metals musste im abgelaufenen Quartal gegenüber dem dritten Vorjahresquartal einen 8 %igen Rückgang bei der Metallproduktion hinnehmen. Trotzdem, das der Durchsatz auf der peruanischen ‚Yauricocha‘-Mine um 13 % gesteigert wurde...


 

Der kanadische Edel- und Basismetallproduzent Sierra Metals (ISIN: CA82639W1068 / TSX: SMT) musste im abgelaufenen Quartal gegenüber dem dritten Vorjahresquartal einen 8 %igen Rückgang bei der Metallproduktion hinnehmen. Trotzdem, das der Durchsatz auf der peruanischen ‚Yauricocha‘-Mine um 13 % gesteigert wurde fiel der Gesamtdurchsatz der drei Minen um 6 %.

Mit einem Gesteinsdurchsatz aller drei Minen von 504.751 Tonnen fiel das Q3-Ergebnis gegenüber dem Vorjahresquartal um 6 % niedriger aus. Die daraus erzielte Metallproduktion von rund 2,7 Mio. Unzen Silber- bzw. 23,5 Mio. Pfund Kupferäquivalent bedeutete dann schlussendlich ein Gesamt-Minus von 8 % bei der Metallproduktion.

Auf der ‚Yauricocha‘-Mine im Westen Perus, an der Sierra Metals - https://www.youtube.com/watch?v=W1pWL6NlTaI&t=6s - zu rund 82 % beteiligt ist, erreichte das Unternehmen den höchsten Durchsatz in seiner Geschichte. Mit 268.178 Tonnen wurden hier 13 % mehr Material verarbeitet als im dritten Quartal des Vorjahres. Der 3 % höhere Metallausstoß auf rund 2.134.000 Unzen Silber- bzw. 18.248.000 Pfund Kupferäquivalent war das Ergebnis der höheren Ausbeute der Kupfer- und Zinkmetalle und einem besseren Anlagendurchsatz, trotz eines Rückgangs der Goldgehalte. Weitere Verbesserungen erwartet das Unternehmen durch die Installation des neuen Hubwerks mit größerer Kapazität, sowie der im letzten Jahr im Zuge der Bohrungen ermittelten höhergradigen Erze, die nun erschlossen werden.

Konkret stieg die Kupferproduktion der Mine um 83 % und die Zinkproduktion um 40 % aufgrund höherer Erzgrade. Da mehr Kupferoxid als Bleioxid verarbeitet wurde sank hingegen die Blei- und die nachrangige Goldproduktion um jeweils 43 %, was aber die anderen Metalle mehr als kompensieren konnten, weshalb am Ende das 3 %ige Plus erreicht wurde.

Das Unternehmen sieht die Verbesserungen in der Metallproduktion als Ergebnis der Installation einer Förderanlage mit höherer Kapazität und der positiven Explorationsergebnisse, die während der letzten 12 Monate erzielt wurden. Das Sierra-Management zeigte sich optimistisch, das derzeitige Produktionsniveau im weiteren Jahresverlauf halten zu können.

Die im mexikanischen Bundesstaat Chihuahua gelegene ‚Bolívar‘-Mine schwächelte auch im 3. Quartal etwas. Mit einem Durchsatz von 223.339 Verarbeiteten Tonnen fiel das Ergebnis gegenüber dem Vorjahresquartal mit 250.260 Tonnen um 6 % niedriger aus. Somit fiel dann auch die Metallproduktion, die zudem noch mit niedrigeren Kopfgeraden und einer nicht optimalen Anlagenverfügbarkeit zu kämpfen hatte, um 18 %. Demnach lag die Gesamtproduktion bei 4,551 Mio. Pfund Kupfer- bzw. 532.000 Unzen Silberäquivalent.

Bolívar‘ soll aber zukünftig durch die Investition in Ausrüstung, darunter Jumbos, Scoops und Trucks wieder in Spur gebracht werden. Durch den Produktionsausbau, zu dem die schon gegen Ende des 3. Quartals gelieferten und teils in Betrieb genommenen Maschinen beitragen, scheint dieses Ziel realistisch.

Sierras kleinste und sich ebenfalls in Chihuahua befindliche ‚Cusi‘-Mine konnte seinen Negativtrend noch nicht umkehren. Mit nur noch 13.234 Tonnen Erzverarbeitung fiel das Produktionsergebnis der Mine um 73 % niedriger aus als im gleichen Quartal des Vorjahres. Wesentlich niedrigere Erzgehalte und Gewinnungsraten führten somit auch zu einem Produktionsrückgang auf nur noch 79.000 Unzen Silber- bzw. 673.000 Pfund Kupferäquivalent. Im Gesamtergebnis relativiert sich dieser drastische Produktionsabfall aber, da die ‚Cusi‘-Mine nur knapp 5 % der Gesamtproduktion der Gesellschaft darstellt.

Um zukünftig Verbesserungen herbeizuführen soll die hochgradige ‚Santa Rosa de Lima‘-Zone schnellstmöglich erschlossen und die Tonnage und Erzgehalte der Mine signifikant erhöht werden. Ziel des Unternehmens ist es mit dem Erzabbau aus der ‚Santa Rosa de Lima‘-Zone noch im ersten Quartal 2018 zu beginnen. Dabei soll die Produktion bei etwa 400 Tonnen pro Tag konstant gehalten werden und das geförderte Material nicht sofort der weiteren Aufbereitung zugeführt, sondern zunächst nahe der Erzmühle gelagert und später stoß- bzw. chargenweise mitverarbeitet werden.

Der Präsident und CEO von Sierra Metals, Igor Gonzales, zeigte sich dennoch zuversichtlich um zukünftig bessere Resultate liefern zu können und erklärte: „Wir sehen uns weiterhin auf Kurs eine solide Metallproduktion und verarbeitete Tonnage in unserer Vorzeigemine ‚Yauricocha‘ zu gewährleisten. Zudem arbeiten wir an einer Steigerung der Tonnage auf ‚Bolívar‘, indem wir neue Geräte beschafft und teilweise schon in Betrieb genommen haben. Die noch ausstehenden drei Lader werden im laufenden Quartal geliefert und ihren Betrieb sodann aufnehmen.“ Zudem hätte man höhergradige Erzquellen erkundet und werde diese entwickeln, die voraussichtlich Anfang des kommenden Jahres in den Minenplan aufgenommen würden.

Die niedrigere Produktion auf ‚Cusi‘ hätte sich leider auch im abgelaufenen Quartal noch fortgesetzt, da der vorherige Plan die Produktionsleistung zu erhöhen nicht aufgegangen sei. Nun hätte daher die Produktion aus der ‚Santa Rosa de Lima‘-Zone, die mächtigere Strukturen sowie höhere Silbergehalte beherberge, absolute Priorität. Die beiden hintereinander durchgeführten Bohrprogramme über insgesamt 29.500 Bohrmeter haben in der ‚Santa Rosa de Lima‘-Zone durchschnittliche Silberäquivalentgehalte von 372 g/t bei durchschnittlichen Mächtigkeiten von 3,8 m geliefert. Diese erfolgreichen Bohrergebnisse würden nun in eine aktualisierte Mineralressource eingearbeitet, die voraussichtlich noch dies Quartal veröffentlicht werde.

Abschließend sagte Gonzales: „Wir setzen die Arbeiten in allen unseren Minen fort, um die Erzgehalte, Betriebe und die bewährten Praktiken zu verbessern sowie moderne Geräte in Betrieb nehmen. Die Unternehmensleitung ist zuversichtlich, dass diese Änderungen zum Produktionsanstieg und zur Verbesserung der Erzgehalte in den kommenden Jahren beitragen werden.“

Viele Grüße

Ihr

Jörg Schulte


 


 

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