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Plusvisionen-Analyse Siemens weht der Wind ins Gesicht

Gastautor: Wolfgang Raum
18.10.2017, 10:49  |  1732   |   |   

Der Siemens-Gewinn leidet unter dem Windkraft-Deal mit Gamesa, allerdings nur ein wenig, da die Sparte (Tochter) bislang nur eine untergeordnete Rolle spielt.

Erst mit Beginn des Aprils war der Zusammenschluss von Siemens Wind Energy, also der Windenergie-Sparte des Münchener Großkonzerns, und der nordspanischen Windgesellschaft Gamesa perfekt. Damals hatte Siemens sein Windgeschäft komplett eingebracht und dafür via Kapitalerhöhung über Sacheinlage eine Mehrheitsbeteiligung von 59 Prozent an der neuen Gesellschaft erhalten.

Viel Freunde hatten die Münchener am Windgeschäft aber in den vergangenen Monaten nicht. Denn die Siemens Gamesa (A0B5Z8), wie die Gesellschaft inzwischen offiziell heißt, musste bereits zum zweiten Mal seit der Vereinigung eine Gewinnwarnung aussprechen. So soll der Betriebsgewinn (bereinigtes Ebit) im bereits beendenden Geschäftsjahr 2016/17 (30. September) nun nur noch bei 790 Millionen Euro liegen, nachdem bislang rund 900 Millionen Euro angestrebt worden waren. Begründet wurde die Revision mit dem anhaltend harten Wettbewerb in der Windbranche, der die Preise enorm unter Druck setzt.

Darunter hat beispielsweise auch der kleinere deutsche Anbieter Nordex (A0D655) zu leiden, dessen Aktie binnen Jahresfrist um mehr als 60 Prozent eingebrochen ist. Aber auch Siemens Gamesa hat in den vergangenen zwölf Monaten schon rund 40 Prozent an Wert verloren. Die Mutter Siemens (723610) notiert aktuell hingegen rund 14 Prozent höher als vor Jahresfrist. Dies liegt vor allem daran, dass das Windgeschäft weniger als zehn Prozent des Gesamtumsatzes ausmacht und beim Gewinn sogar eine noch kleinere Rolle (rund sechs Prozent) spielt. Daher überrascht es nicht, dass das Siemens-Papier nur mit einem kleinen Abschlag auf die verwehten Gewinne reagiert hat.

Somit ändert der Wind auch nicht unsere Plusvisionen-Einschätzung zur Siemens-Aktie, die Anleger hier (bitte hier klicken) nachlesen können.

Auch das damals herausgehobene klassische Bonus-Zertifikat der BNP Paribas (PR322Z) bleibt attraktiv: Denn das Produkt bringt noch eine Bonus-Rendite von 6,1 Prozent (14,4 Prozent p.a.), wenn die bei 95 Euro (Abstand: 19,5 Prozent) platzierte Barriere bis zum 16. März 2018 nicht verletzt wird. Mehr dürfte es allerdings nicht werden, obwohl das Zertifikat ohne Cap konstruiert ist. Denn das Bonus-Niveau liegt bei 190 Euro. Davon ist die Aktie aktuell rund 61 Prozent entfernt – eine Höhe, welche in so kurzer Zeit also unerreichbar ist. Sollte allerdings die Barriere verletzt werden, dann kommt es zum Barausgleich, entsprechend dem dann gültigen Siemens-Kurs.

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