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Juchhu, wir haben wieder März 2000!

Gastautor: Bernd Niquet
21.10.2017, 13:00  |  1823   |   |   

Ich habe es eigentlich niemals mehr für möglich gehalten, die Fabelsumme, die mein Konto und Depot im März 2000 ausgewiesen haben, jemals im Leben wieder erreichen zu können.

 

Doch jetzt, siebzehneinhalb Jahre später, ist es tatsächlich so weit. Ich habe die damalige Marke wirklich erreicht und überschritten. Und überdies die letzten siebzehneinhalb Jahre von den herausgezogenen Erträgen gelebt.

 

Ist das eine überzeugenden Langfriststrategie?

 

Ich denke schon, es ist aber auch eine Menge Glück dabei. Doch andererseits lagen auch zwei epochale Krisen dazwischen.

 

Für mich ist damit zudem der niemals gestorbene André Kostolany wieder lebendig geworden. Denn ich habe tatsächlich meine Aktien dann gekauft, wenn die Kanonen gedonnert haben, und sie anschließend stur liegen gelassen.

 

Da waren natürlich Riesen-Flops dabei, zuletzt beispielsweise Eon und RWE sowie Commerzbank und Deutsche Bank. Das schmerzt im Kopf und im Portemonnaie.

 

Doch so etwas hält ein gut gestreutes Portfolio aus, bei dem man natürlich niemals nur Luschen ausgewählt hat, sondern auch Verdoppler, Verdreifacher und sogar einen Versiebenfacher.

 

Und in dessen Zentrum immer der Dax steht. Und auch Diversifizierungen in die Rohstoffe hinein existieren.

 

Natürlich wird es auch wieder Krisen geben. Würde ich gerne Wetten eingehen, dann hätte ich sicherlich viel Geld darauf gewettet, dass die Börse heute weit tiefer steht als sie das jetzt tatsächlich tut. Wer weiß, vielleicht kommt so eine Krise ja bald. Oder in ein paar Jahren oder Jahrzehnten.

 

Die letzten siebzehneinhalb Jahre machen mich jedoch zuversichtlich, dass die Buy-and-hold-Strategie trotz aller Verbrämung doch irgendwie ihren Reiz besitzt.

 

Für mich reicht sie jedenfalls aus. Ich brauche keine intelligenteren Strategien.

 

Und dass wir in der abgelaufenen Woche gerade den dreißigste Jahrestag des großen Crashs von 1987 erleben durften, bestätigt diese Sicht noch mehr.

 

 

 

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Kommentare

Die Krise schwelt nach wie vor.
Nur die Zentralbanken konnten mit ihrer Zinspolitik und den Ankaufprogrammen "bisher" schlimmeres verhindern.

Man muss sich nur mal die Entwicklung der letzten 12 Monate bei DAX, DOW & Co ansehen.
Da wird es einem ja schwindelig.
Hahaha.
Banken & Strom.
Bedank dich bei der Ökosozialmafia.
Aber du bist selber so einer von denen.
Kein Mitleid.
Im Gegenteil.

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