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Rohstoffinvestoren weiten Kupferlongs aus - CoT-Report

Nachrichtenquelle: Shareribs
23.10.2017, 08:19  |  585   |   |   
New York 23.10.17 - Die spekulativen Finanzinvestoren haben ihre Netto-Longpositionen auf Rohstoffe in den USA zuletzt teils deutlich verändert. Unter dem Strich blieb die Zahl der Netto-Longs unverändert. Bei Kupfer rechnet man mit weiterem Aufwärtspotential.

Wie die Commodity Futures Trading Commission am Freitag mitteilte, haben die spekulativen Finanzinvestoren ihre Netto-Longpositionen auf zwölf in den USA gehandelte Rohstoffe, in der Woche bis zum 17. Oktober, ihre Netto-Longpositionen nahezu unverändert belassen. Die Gesamtzahl der Netto-Longs stieg um 0,2 Prozent auf 320.038 Kontrakte, angeführt von der Ausweitung der Longpositionen bei Kupfer und den Sojabohnen.

Die Zahl der Netto-Longpositionen auf Gold wurde um 3,1 Prozent auf 175.011 Kontrakte reduziert, wobei ein starker Anstieg bei den Short-Positionen. Das gelbe Metall hat sich zuletzt wieder verbilligt, belastet von der Aussicht auf Steuersenkungen in den USA, welche mit dem Beschluss eines Haushaltsentwurfs wahrscheinlicher geworden ist. In der Folge könnte auch die Inflation anziehen. Der Dollar wurde zuletzt wieder nach oben getrieben, bleibt aber unter den Monatshochs. Dazu trugen auch die starken Konjunkturdaten aus den USA bei. Zudem wird darüber spekuliert, dass die Steuerreformen das Wirtschaftswachstum stimulieren dürften. In den USA wird derzeit über den nächsten Vorsitzenden der Notenbank spekuliert. Präsident Trump hat dazu einige Kandidaten getroffen, darunter auch die amtierende Notenbankpräsidenten Janet Yellen. Bereits in der kommenden Woche könnte Trump den Nachfolger bekanntgeben.

Die Zahl der Netto-Longpositionen auf Silber wurde um 12,6 Prozent auf 63.507 Kontrakte ausgeweitet, bei Platin sind die Investoren wieder netto-long mit 579 Kontrakten und die Zahl der Netto-Longpositionen auf Palladium wuchs um 9,1 Prozent auf 23.860 Kontrakte.

Die Rohölpreise verzeichneten in der vergangenen Woche Rücksetzer, obgleich es einige Faktoren gab, die höhere Preise rechtfertigen würden. So ist die Förderung in der Kurdenregion im Irak zurückgegangen, nachdem die irakische Armee mit der Rückeroberung von Teilen der Kurdengebiete begonnen hat. Berichten zufolge sank der Ausstoß dort um rund zwei Drittel auf 200.000 Barrel/Tag. In den USA sind die Rohölbestände in der vergangenen Woche wieder deutlich gesunken und liegen nun um rund 15 Prozent unter dem Hoch von März dieses Jahres. Die Zahl der laufenden Förderanlagen in den USA ist laut Baker Hughes Rig Count in der vergangenen Woche um sieben auf 736 Anlagen reduziert worden. Damit bleibt die Zahl aber weit über dem Vorjahresniveau von 443 Anlagen.

Die Netto-Longs auf US-Rohöl wurden um 8,2 Prozent auf 219.077 Kontrakte reduziert.

Der Kupferpreis stieg in der vergangenen Woche kräftig an und kletterte erstmals seit September 2014 wieder über die Marke von 7.000 USD. Diese Marke konnte aber nicht gehalten werden, die Woche wurde bei 6.952 USD beendet. Die Angebotslage bei Kupfer wird weiterhin als gut angesehen. Gleichzeitig sorgen die Konjunkturdaten aus China für Spekulationen über eine konstant hohe Nachfrage nach Metallen. Daneben könnten die Maßnahmen der chinesischen Regierung, die Umweltverschmutzung im Land einzugrenzen, zu einer Verengung des Angebots verschiedener Metalle sorgen. Bislang ist davon vor allem die Produktion von Aluminium und Stahl betroffen.

Die spekulativen Finanzinvestoren haben ihre Netto-Longpositionen auf Kupfer um 14,3 Prozent auf 107.713 Kontrakte reduziert.

Die Agrarfutures bleiben anhaltend schwach, vor allem Weizen und Mais können sich nicht aus der bekannten Handelsspanne bewegen. Auch die Sojabohnen sind in der vergangenen Woche wieder unter Druck geraten, nachdem diese kurzzeitig über die Marke von 10 USD geklettert waren. Die Zahl der Netto-Longs auf Sojabohnen wurden mehr als verdoppelt auf nun 68.168 Kontrakte. Auslöser für diese Gegenbewegung dürfte der WASDE-Bericht des USDA gewesen sein. Die Zahl der Netto-Shorts auf Weizen stiegen um 7,3 Prozent auf 72.692 Kontrakte, bei Mais war ein Anstieg der Netto-Shorts um 4,8 Prozent auf 170.684 Kontrakte zu verzeichnen.


Quelle: shareribs.com / CFTC

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