Bluetooth Sticks – ein neuer Speicher für den PC?

Nein, Bluetooth Sticks sind keine neuen Speichermedien für den PC. Man bezeichnet damit einen Bluetooth-Adapter mit USB-Anschluss. Einfach den Stick in einen USB-Slot stecken und schon hat man ein Bluetooth Netzwerk.

Mit Bluetooth wird der Standard für die Funkübertragung nach der Norm IEEE 802.15.1 bezeichnet. Damit lassen sich Geräte über eine kurze Distanz kabellos betreiben. Auch Ad-hoc-Netze oder Piconetze sind möglich. Da die Reichweite begrenzt ist, wird Bluetooth meist als Verbindung zwischen PC und Peripherie wie Tastatur, Maus oder Drucker und auch als Verbindung zwischen Handys, PDAs und PC genutzt. Der sonst erforderliche Kabelanschluss entfällt. Für solche Verbindungen ist Bluetooth gut geeignet, weil es relativ störungsfrei funktioniert und ausreichend schnell ist. Senden und Empfangen sind gleichzeitig möglich. Bluetooth ist allerdings nicht für größere Netzwerke geeignet, da sich die dem kleinen Netz angeschlossenen Geräte die Bandbreite teilen müssen. Je mehr Geräte – bis zu sieben können gleichzeitig angesprochen werden – sich beteiligen, desto geringer wird die dem einzelnen Gerät zur Verfügung stehende Bandbreite.

Im für den mobilen Betrieb ausgelegten Notebook ist meist schon ein Bluetooth-Anschluss integriert. Sobald dann ein anderes Bluetooth-Gerät, etwa ein Handy, in die Nähe kommt, kann die Verbindung automatisch aufgebaut werden. Solches wünscht man sich dann auch mit dem häuslichen PC. Doch wenn dieser, weil nicht allgemein üblich, keinen Bluetooth-Anschluss besitzt? Dann greift man zu Bluetooth Sticks. Ein solcher Stick, auch als Dongle bezeichnet, in einen freien USB-Slot gesteckt – und schon ist der PC bluetoothfähig. Meist werden die Bluetooth Sticks automatisch erkannt. Nur bei älteren PCs oder ungewöhnlichen Sticks ist eine Installation nötig.

Allerdings sollte man beim Kauf auf den richtigen Stick achten, da es sowohl hinsichtlich Bluetooth als auch des USB-Anschlusses doch große Unterschiede bei der Qualität gibt. Wenn man einen älteren PC nachrüsten will, sollte man darauf achten, dass der Stick mit Treiber-Software geliefert wird. Man kann diese natürlich auch aus dem Internet downloaden, wenn der Stick nicht automatisch erkannt wird und eine Installation nötig wird. Dazu muss man den passenden Treiber aber erst finden. Auch auf die richtige USB-Version sollte man achten: USB 2.0 ist heute Standard, auch wenn USB 1.2 reichen sollte.