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Gadgets – Des Mannes kleine Lieblinge

Je ausgefallener und innovativer und „praktischer“ die technische Spielerei ist, desto mehr Gefallen findet Mann an ihr.

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Foto: © hajo-hempel / http://www.pixelio.de

Genauso wenig wie Männer verstehen, warum Frauen mehrere Stunden am Stück darüber grübeln, ob die roten oder vielleicht doch eher die rosa-farbenen Lederschuhe besser zu diesem Kleid oder jenem Oberteil passen, entzieht sich eine Eigentümlichkeit der Männerwelt jedem Frauenverstand: Die Gadgets. Je ausgefallener und sinnloser die technische Spielerei ist, desto lieber verbringt Mann seine Zeit damit, den abenteuerlichsten Funktionen auf den Grund zu gehen.

Gadgets sind also klein, elektronisch, können überall mit hin genommen werden und erfüllen einen nicht näher definierten, und auch nicht allzu praktischen Zweck. – Soweit die Definition. Der Ursprung der cleveren Begleiter ist die Filmwelt. Noch vor ihrem Boom in der realen Welt sah man die kleinen Geräte mit ihren phantastischen Funktionen in den Händen der Helden des „Action-Genres“, wie James Bond oder Inspector Gadget, der diesen Namen weit in die Welt hinausgetragen hat. Seitdem überschwemmen die innovativen Zwerge den Markt.

Manchmal werden auch allerlei technische Spielereien, wie Smartphones, mp3-Player und Digitalkameras als Gadgets angesehen, obwohl diese Ansicht mit der eigentlichen Definition eher im Widerspruch seht. Gadgets sind zum Beispiel piepsende Schlüsselanhänger, die verhindern sollen, dass man den Schlüssel verliert, winzige LED-Taschenlampen, GPS für Fußgänger, mobile Spielekonsolen, wie die „Playstation Portable“ oder der „NintendoDS“, Taschenrechner als Armbanduhr, Laserpointer, pulsmessende Gürtel, flammenwerfende Feuerzeuge und so weiter.

Weil die Gadget-Branche ungeachtet von Wirtschaftskrisen boomt und boomt, haben sich Unternehmen mit Schwerpunkt auf der Herstellung und Erfindung der innovativen Begleiter, wie zum Beispiel „Gizmondo“, gebildet und auf dem Markt etabliert. Im Internet kann man sich auf sogenannten Gadget-Weblogs über alle Neuerungen auf dem Laufenden halten. Die Blogs sind teilweise professionell geführt und bieten Testberichte, Kaufempfehlungen und Ratgeber.

Ein ganz anderer Bereich sind die Desktop-Gadgets. Die beliebten Minianwendungen, wie Uhren, Kalender, Diashows, Newsticker, Börsenbarometer oder Anzeigen für Systemauslastung sind in den sogenannten Sidebars integriert. Bei Linux und MAC OS X gehören sie schon seit langer Zeit zum Lieferumfang. Auch vom Redmonder gibt es seit Marktreife von „Windows Vista“ Gadgets als Bestandteil der „Vista Sidebar“.