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Gel Akku – nichts fürs Auto, aber für die Elektronik

Der Gel Akku ist eine besondere Bauform des Bleiakkus. Er wird vorwiegend in der Elektronik eingesetzt. Als geschlossenes und auslaufsicheres System kann ihm auch ein Kopfstand oder kräftiges Erschüttern nicht schaden.

Ein Akku oder Akkumulator ist – im Gegensatz zur Batterie – wieder aufladbar. Deshalb findet sich im Auto trotz der üblichen Bezeichnung keine Batterie, sondern ein Akku. Die bekannteste Akku-Art, die auch im Auto eingesetzt wird, ist der Bleiakku. Er gilt als zuverlässig und preisgünstig. Die Elektroden sind aus Blei, der Elektrolyt aus verdünnter Schwefelsäure. Im Auto werden offene Systeme eingesetzt, so dass bei einem Verlust an Elektrolyt Schwefelsäure oder destilliertes Wasser nachgefüllt werden kann.

Es gibt aber auch geschlossene Arten des Bleiakkus. Eine davon ist der Gel Akku. Bei ihm wird der Elektrolyt durch den Zusatz von Kieselsäure gebunden. Dadurch kann der Akku vollständig geschlossen werden. Ein Nachfüllen ist nicht möglich, allerdings auch kein Auslaufen. Da der Gel Akku aber einen höheren Innenwiderstand hat, kann er keinen so hohen Strom liefern, wie dies bei einem offenen System der Fall ist. Deshalb setzt man ihn auch nicht als Starterbatterie im Auto ein. Es gibt aber auch Fälle, wo geringere Ströme zum Start ausreichen, es andererseits aber auf die den Auslaufschutz ankommt. Boote und Motorräder sind solche Anwendungsmöglichkeiten. Hier kommt dann doch der Gel Akku zum Einsatz.

Sein Haupteinsatzgebiet aber ist die Elektronik. Er findet in vielen elektronischen Geräten Anwendung, die einen höheren Strombedarf haben, nicht stationär betrieben werden oder aus anderen Gründen einen Akku brauchen. Das gilt beispielsweise für Handstaubsauger, Akkuschrauber oder die Bohrmaschine. Allerdings verwendet man heute für solche Anwendungen meist Akkus, die nicht so viel Gewicht wie ein Blei Akku mitbringen und trotzdem die nötige Spannung liefern können.

Eine Anwendung, bei der es nicht aufs Gewicht ankommt, dafür aber auf eine möglichst hohe Speicherkapazität, ist die unterbrechungsfreie Stromversorgung, kurz USV genannt. Diese findet etwa in Firmen zum Schutz von PCs und Servern, aber auch bei auf Sicherheit bedachten anderen PC-Nutzern Anwendung. Sie schützt einerseits vor Überspannungen, andererseits sorgt sie im Falle der Stromunterbrechung für das sichere Abschalten des PC, ohne dass Daten verloren gehen.