Open Source steht für frei verfügbare Software

Open Source bedeutet, dass diese Software öffentlich zugänglich ist und von jedem angepasst, verändert und beliebig oft kopiert werden kann. Jeder kann aus dem Quellcode die Arbeitsweise erschließen und verbessern.

Open Source heißt soviel wie "offene Quelle". Mit "Quelle" ist natürlich keine gewöhnliche Wasserquelle, sondern viel mehr der Quellcode eines Programms gemeint. Der Quellcode ist die, für Menschen lesbare Form einer Anwendung. Er wurde in einer bestimmten Programmiersprache geschrieben und muss erst kompiliert werden, damit Computer damit umgehen können. Die Kompilierte Form besteht nur noch Einsen und Nullen, denen Menschen auch beim besten Willen nicht entnehmen können, wie das Programm arbeitet. Gekaufte Software, wie zum Beispiel das Betriebssystem "Windows", liegt so gut wie immer in der kompilierten Form vor. Nur der Hersteller und die Programmierer, die in den Quellcode eingeweiht sind, wissen, auf welche Weise eine Software hält, was sie verspricht. Bei Open Source kennt jeder den Quellcode. Jeder kann ihn verbessern oder auf seine eigenen Bedürfnisse anpassen und ihn wieder freigeben, sodass andere daran weiter arbeiten können. Mit der Zeit entsteht freie, kostenlose Software, wie zum Beispiel das Betriebssystem Linux. Open Source ist kommerziellen Lösungen in vielen Aspekten überlegen. So sind Sicherheitslücken sehr selten, weil jeder eine solche Lücke entdecken und stopfen kann. Außerdem ist es so gut, wie unmöglich, dass ein freies Programm den Benutzer unbemerkt ausspioniert, weil jeder diese Funktion im Quellcode entdecken könnte.

Bekannte Open Source Software ist Linux, der Internetbrowser "Mozilla Firefox", der E-Mail-Client "Thunderbird", ein Musikplayer namens "VLC", das Office-Paket "Open Office" und viele mehr.

Oft bezeichnet man auch andere Projekte, die keinen Quellcode im eigentlichen Sinne besitzen als Open Source. Das bekannteste Beispiel ist die Online-Enzyklopädie Wikipedia. Auch freie Baupläne für Hardware, wie zum Beispiel Prozessoren oder ganze Computer fallen in diesen Bereich. Mit dem Projekt "One Laptop per Child" soll jedem Kind auf der ganzen Welt ein Laptop zum Lernen verfügbar gemacht werden. Dafür hat die Open Source [url=http://www.wallstreet-online.de/community/]Community[/url] gemeinsam einen Laptop entwickelt, den man für unter 100 Dollar bauen kann. Damit können auch arme Regionen versorgt werden. Ein anderes Beispiel ist der RepRap. Menschen aus aller Welt entwickeln einen 3D-Drucker, der alle Dinge aus Kunststoff bis zu einer bestimmten Größe herstellen kann. Auch Teile für einen neuen 3D-Drucker. Jeder kann das gute Stück mit 400€ Budget nachbauen, während kommerzielle Lösungen nicht unter 20 000€ erhältlich sind.

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