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Unbestritten: Audio-Hardware klingt am besten!

Auch nach der Erfindung des MIDI-Protokolls in den 80er Jahren, die einen erheblichen Ruck in Richtung Software-Sequenzern verursachte, erfreut sich Audio-Hardware bis heute großer Beliebtheit.

Die Generation, die mit Bands und Solokünstlern aufwuchs, die noch live auf der Bühne performten und deren Songs mit jenen auf dem Album tatsächlich vergleichbar waren, war etwas irritiert, als in den Neunzigerjahren die Musik vornehmlich auf dem Rechner produziert und bearbeitet wurde. Vor allem Popmusik klang mit Erfindung des MIDI-Protokolls in Gänze anders. Viele Produzenten hatten nun die Möglichkeit, verschiedenste Geräte miteinander zu verbinden und alle Signale zentral in einen Rechner laufen zu lassen, dort reversibel zu bearbeiten, zu kopieren, mit Software-Effekten zu versehen und beliebig anzupassen.

Der Klang war ein anderer - wer ein Schlagzeug live aufnahm bekam einen Sound, der mit den Samples aus Audio-Softwares natürlich nicht zu vergleichen war. Die Qualität der Audio-Samples und Loops hat in den vergangenen Jahren zwar deutlich zugenommen, dennoch ziehen viele Produzenten den Audio-Hardware-Weg, dem der Software-Sequenzer vor.

Es lässt sich darüber streiten, welches System besser ist. Jeder User, jeder Produzent muss seine eigene Entscheidung fällen, Software oder Hardware, viel Equipment, viel Gewicht oder alles in einem Gerät, dafür aber ein gewisser Verlust an Soundqualität. Mittlerweile wurden von verschiedenen Anbietern Plug-Ins für Software entwickelt, die den Qualitätsverlust von MIDI-Dateien komplett auffangen sollen. Doch auch darüber lässt sich streiten; Audiophile werden behaupten, der Unterschied zwischen einem Live-Instrument und einem Sample sei immer eindeutig herauszuhören.

Trotzdem beschäftigen sich auch alteingesessene Produzenten mittlerweile mit dem "weichen" Ansatz und beginnen in ihrem Studio eine Kombination aus Sequenzern und Audio-Hardware zu verwenden. Dieser Ansatz ist wohl der vielversprechendste für die Zukunft, denn so ist die höchste Tonqualität gesichert, gleichzeitig bekommen Produzenten mittels der verschiedenen Software-Produkte völlig neue Möglichkeiten, Töne zu bearbeiten und zu erschaffen, die vorher noch nicht da gewesen sind. Gerade im Bereich der elektronischen Musik hat der Softwareansatz neue Türen für Produzenten geöffnet.