checkAd

Was taugen Freeware Antivirusprogramme wirklich?

Freeware Antivirusprogramme stehen im Ruf, nur lückenhaften Schutz zu leisten. Was daran wahr ist und was nicht hängt allerdings nicht vom Preis ab. Man sollte daher genau hinsehen, kann aber so ein Schnäppchen machen.

Computersicherheit ist ein leidiges Thema. So nützlich und wichtig Software auch ist - sie ist geschaffen von Menschenhand. Alles, was von Menschenhand geschaffen ist, ist allerdings nicht perfekt und im Falle von Software mit Fehlern behaftet, die ein Angreifer unter Umständen nutzen kann, um sich Zugang zum fremden Computer zu verschaffen und dort allerlei Schaden anzurichten, zum Beispiel indem er Daten stiehlt, Sabotage betreibt, oder das gute Stück einfach lahmlegt.

Um sich zu schützen, vertrauen immer mehr Menschen auf Freeware Antivirusprogramme, die aber noch immer unter dem Ruf leiden, nur zweitklassigen Schutz zu liefern. Dabei sind sie keineswegs pauschal schlechter, als kostenpflichtige Dienste. Antivirensoftware abreitet nämlich immer nach demselben Prinzip. Das Programm vergleicht den Inhalt vom Arbeitsspeicher mit Codestücken von gefährlichen Programmen. Die Codestücke heißen Signaturen. Die Qualität eines Antivirenprogramms hängt vor allem davon ab, wie oft die Signaturen geändert werden und, wie oft die Datenbanken angepasst werden. Hacker und Programmierer von bösartigen Programmen verändern diese nämlich immer ein wenig, sodass die Signaturen nicht mehr übereinstimmen. Je schneller die Sicherheitssoftware gewappnet ist, desto geringer die Wahrscheinlichkeit, dass Viren das System infizieren.

In der Praxis hat sich herausgestellt, dass die Qualität der Signaturen der Freeware Antivirusprogramme jener von kostenpflichtigen Alternativen sehr ähnelt.

Doch Freeware hat neben den nicht vorhandenen Kosten, einen entscheidenden Vorteil: Sie ist nicht sehr bekannt und die einzelnen Angebote sind nicht so stark verbreitet, wie die Software der namhaften Hersteller. Will ein Angreifer Schadcode Programmieren, wird er vermutlich auf einen vorhandenen Trojaner zurückgreifen und ihn so weit abändern, dass er von Kaspersky und anderen Markenprogrammen nicht mehr erkannt wird. Die Freeware lassen die Programmierer außer Acht, weil die einzelnen Freeware Antivirusprogramme nur selten anzutreffen sind und die Verbreitung nicht nennenswert erschweren. Positiver Nebeneffekt: Der Computer bleibt oft geschützt.