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Ein UKW Funkgerät vor allem für die Schifffahrt

Der private Nutzungsbereich für ein UKW Funkgerät liegt vor allem in der See- und Binnenschifffahrt. Segel- und Motorbootführer nutzen wie die übrige Schifffahrt den Ultrakurzwellenbereich für die interne Kommunikation.

Ultrakurzwellen sind elektromagnetische Wellen im Frequenzbereich von 30 bis 300 MHZ, die Wellenlänge reicht von zehn bis ein Meter. Ultrakurzwellen liegen zwischen den Kurzwellen, die länger, und den Dezimeterwellen, die kürzer als die Ultrakurzwellen sind. Die übliche Verwendung der Ultrakurzwellen findet im UKW-Rundfunk statt zwischen 87,5 und 108 MHZ auf dem VHF Band II. Auch Fernsehsender nutzen Ultrakurzwellen der Rundfunkbänder I und II sowie teilweise die Sonderkanäle des Kabelfernsehens.

Außerhalb der Radio- und Fernsehsender wird der UKW-Bereich auch im Sprechfunk auf dem Vier-Meter-Band genutzt, das unterhalb des UKW-Rundfunks sendet. Der Flugfunk nutzt die Frequenzen oberhalb von 108 MHZ. Verschiedene professionelle Funkdienste und ein Amateurband nutzen das Zwei-Meter-Band zwischen 140 und 174 MHZ. Die Reichweite von Ultrakurzwellen liegt zwischen 10 und 200 Kilometern. Besondere Wetterlagen wie Inversion können zu einer Überreichweite führen.

Ein wichtiger Nutzungsbereich für ein UKW Funkgerät ist die Schifffahrt. Privat werden Funkgeräte von Segel- und Motorboot-Besitzern gekauft und genutzt. Der Einbau ist noch nicht vorgeschrieben, wenn jedoch ein solches Gerät an Bord ist, muss der Schiffsführer im Besitz eines Funkzeugnisses sein. Seit dem 12.08.2005 reicht es für Skipper an deutschen Küsten auch nicht mehr, wenn eine beliebige Person an Bord ein solches Zeugnis besitzt, sondern der Schiffsführer selbst muss Zeugnisinhaber sein, also nachweislich das UKW Funkgerät bedienen können. Diese Regelung gilt auch für die Schiffsführer gecharterter Boote.

Eine Seefunkanlage für private Jachten verfügt idealerweise über ein robustes und wasserdichtes Gehäuse. Das Mikrofon sollte mit einer Geräuschreduzierung arbeiten und Übertragung von Hintergrundgeräuschen wie Motor oder Wind verhindern. Es sollte über einen DSC (Digital Selective Calling) - Decoder für den Seefunkbereich und eine Dual Watch Technologie verfügen, mit der man parallel Sender 16 oder 9 beobachten kann. Automatische Angabe der GPS-Position, des COG (Kurs über Grund), SOG (Geschwindigkeit über Grund) und die Positionsdarstellung auf dem Seekartenplotter sind von Vorteil.