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Kabel ist nicht gleich Verlängerungskabel

Wenn der Strom nicht ist, wo man ihn braucht, dann muss ein Verlängerungskabel her. Doch der sichere Gebrauch ist ein Muss.

verlängerungskabel
Foto: © modellbauknaller / http://www.pixelio.de

Es gibt Verlängerungskabel in Hülle und Fülle, mit unzähligen Funktionen und Einsatzgebieten.

Wenn in der Wohnung oder im Büro zu wenige Steckdosen in die Wand eingelassen sind, reicht ein einfacher Vielfachstecker mit Überspannungsschutz, sodass empfindliche Elektrogeräte bei Blitzschlägen keinen Schaden nehmen. Hochwertige Steckdosenleisten bieten eine "lastabhängige Aktivierung", sodass zum Beispiel Computer und Monitor so lange vom Stromnetz getrennt bleiben, bis man sie wirklich einschaltet. Dadurch wird der Stand-by-Modus verhindert und die Stromrechnung dauerhaft gesenkt. Man kann diesen Abschaltmechanismus auch durch ein Gerät steuern lassen, sodass beispielsweise der Drucker und die Lautsprecher erst dann in den Stand-by-Modus dürfen, wenn auch der PC an ist, was durch eine sogenannte Master-Slave-Steckdosenleiste erreicht wird. Jedes Verlängerungskabel hat eine Maximalleistung (steht auf dem Typenschild), die man nicht überschreiten darf, weil die Hitzeentwicklung sonst so hoch wird, dass sogar Brandgefahr besteht. Solange man die nicht überschreitet, ist es auch kein Problem einen Vielfachstecker an einem anderen anzuschließen.

Kommt es auf die Entfernung an, zum Beispiel bei einem Elektro-Rasenmäher im großen Garten, sind Kabeltrommeln besser geeignet als Steckdosenleisten. Hier gibt es aber einiges zu beachten. Im Außeneinsatz ist Spritzwasserschutz ein Muss, sei es wegen plötzlichen Niederschlägen, Tau, Pfützen oder einfach der Feuchtigkeit des Rasens. Vor dem Einsatz sollte man die Trommel unbedingt vollständig abrollen, weil Strom in einer runden Leitung (Spule) ein Magnetfeld erzeugt. Dieses Magnetfeld kann in der Nachbarleitung Hitze verursachen, sodass die Isolierung innen schmilzt und die ganze Kabeltrommel unter Strom steht, was jedes Jahr zu zahlreichen Unfällen führt. Grundsätzlich sind Kabeltrommeln aus Kunststoff sicherer, insbesondere bei Starkstromleitungen für Drehstromgeräte mit 400 Volt.

Ein wichtiges Indiz für Qualität ist das Material. Gute Verlängerungskabel sind nicht etwa aus PVC, sondern aus Gummi oder Silikon. Der billige Kunststoff PVC ist im Vergleich zu Gummi weniger flexibel, spröder und empfindlicher gegenüber mechanischen Belastungen. Wenn Kabeltrommeln oder Steckdosenleisten den minimalen Qualitätsstandards entsprechen und sicherheitstechnisch unbedenklich sind, tragen sie außerdem ein VDE-oder TÜV-Siegel.