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Kopierer: Die Technik heißt auch Elektrofotografie

Der Kopierer erzeugt in einem Vorgang, der auch gern als Elektrofotografie oder Elektro-Faksimileverfahren bezeichnet wird, das Abbild einer Vorlage. Umgangssprachlich wird die sogenannte Fotokopie erzeugt.

kopierer
Foto: © brit / http://www.pixelio.de

Mit der Elektrofotografie, die mit dem Kopierer erzeugt wird, ist ein technischer Vorgang gemeint, der aufgrund einer Belichtung vonstatten geht. Die elektrische Ladung spielt hier eine wichtige Rolle, wenn der Toner aufgetragen wird, was die Entwicklung des Abbildes, also die Kopie, erzeugt. Kopierer arbeiten mit unterschiedlichen Methoden und hier wird in eine direkte oder indirekte und zudem in eine nasse oder trockene Elektrofotografie unterschieden. Der Kopierer arbeitet mit dem Trockenverfahren, bei dem ein Pulver zum Einsatz gelangt, um eine Abbildung der Originalvorlage zu erzeugen.

Das direkte Verfahren im Kopierer wird durch eine Fotoleiterschicht erreicht, die auf dem Träger selbst erzeugt wird. Hier wird beispielsweise Zinkoxid auf Papier aufgetragen. Die abschließende Entwicklung findet hier mit einer Flüssigkeit statt, die isolierend wird, also zum Beispiel mit Leichtpetroleum oder auch mit dem Trockentoner. Für das indirekte Verfahren wird im Kopierer eine fotoempfindliche Trommel mit Toner benetzt, wobei der Toner innerhalb des Kopierers auf das Papier aufgebracht werden muss und hier dann nur noch trocknen muss. Heute findet fast immer das trockene Verfahren im Kopierer statt und hier werden fotoempfindliche Trommeln oder auch Bänder eingesetzt, die das Tonerbild nach einer entsprechenden Entwicklung auf das Trägerpapier auftragen und dort mittels Thermik eine Fixierung erreichen. Die Bezeichnung Xerografie ist hier auf geläufig, die aus dem Griechischen abgeleitet für „trockenes Schreiben“ steht. Die Xerografie als Technik wird heute in fast allen Kopierern eingesetzt und auch Laserdrucker arbeiten nach diesem Verfahren. Sowohl in Lichtechtheit, Beständigkeit und auch der Auflösung ist dieses Xerografie-Verfahren dem Tintenstrahldrucker weit überlegen.

Der Kopierer der heutigen Zeit hat einen Vorgänger, der als Schapyrograph bezeichnet wurde. Erfunden hat die Elektrofotografie allerdings ein Amerikaner namens Chester F. Carlson und der ein Patent auf den Kopierer am 27. Oktober 1937 anmeldete. Schon im Jahr 1938 wurde ein Tuch mit einer elektrisch aufgeladenen Metallplatte, mit Schwefelpuder, mit Bärlappsporen und einer Wachsplatte kombiniert, um hiermit eine Trockenkopie zu erzeugen. Die erste Kopie dieser Art wurde am 22. Oktober 1938 erzeugt. Der erste kommerzielle Kopierer wurde von Xerox herausgebracht.

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