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Röhrenverstärker - eine Technik der Vergangenheit

Röhrenverstärker sind inzwischen überholt. Die problematischen Elektronenröhren wurden inzwischen durch Transistoren aus der Halbleiter-Szene ersetzt.

Verstärker dienen, wie der Name schon sagt, dazu ein Signal zu verstärken. Wenn eine Information, wie zum Beispiel Ton für Lautsprecher oder Bildsignale für Fernseher versendet werden, besteht dieses Signal aus Wechselstrom und muss bezüglich der Spannung oder Stromstärke verstärkt werden. Seit vielen Jahrzehnten versucht man in der Elektrotechnik möglichst gute Verstärker zu bauen, was sich aber als leidiges Thema erwiesen hat. Es tauchen stets mehr Probleme auf, als gelöst sind, weil Bauteile verwendet werden, die eigentlich für Gleichstrom gedacht sind, weil prinzipiell nur zwei geeignete Bauteile zur Verfügung stehen. Aus diesem Grund wird der perfekte Verstärker wohl vorerst eine Illusion bleiben.

Die beiden Bauteile heißen Transistor und Elektronenröhre. Die Elektronenröhre wurde größtenteils vom Transistor abgelöst, der aber erst seit den 60-ger Jahren bekannt ist. Die Elektronenröhre weist Verschleiß, hohen Stromverbrauch, geringe Belastbarkeit, hohes Gewicht und übermäßigen Platzverbrauch auf, ist zerbrechlich und hat eine längere Reaktionszeit, als das Halbleiterelement. Außerdem braucht der Transistor keine Stromversorgung und kommt ohne Vorheizzeit aus.

Dennoch sind Röhrenverstärker bei Sammlern sehr beliebt und haben gewisse Vorteile gegenüber jenen mit Transistor im Herzen. Halbleiter nehmen innerhalb von Sekundenbruchteilen Schaden, wenn sie überlastet werden, während die Röhre relativ lange durchhält. Ferner ist sie unempfindlich gegenüber kosmischer oder anderer ionisierender Strahlung, weshalb sie im Militär teilweise bis heute eingesetzt wird.

Auch im Hifi-Bereich gibt es heute noch Produkte, die mit der Röhrentechnik arbeiten. Sie sind, was die technischen Daten angeht, ihren Transistor-Kollegen, hoffnungslos unterlegen, erzielen aber im subjektiven Vergleich durch professionelle Musiker oft bessere Noten, als moderne Modelle. Kritiker behaupten, dass die Röhren den Klang verfälschen und deshalb manchmal zu besseren Subjektiven Eindrücken führen. Für den Klang haben aber nicht die Abspielgeräte, sondern die Musikproduzenten zu sorgen.

Anders sieht die Sache wiederum bei den Gitarrenverstärkern aus. Hier ist die Röhre als Teil des Instruments zu sehen und verleiht ihm einen charakteristischen Klang. Der Röhrenverstärker ist hier nach wie vor weit verbreitet.