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Der SAR Wert - eine Belastung für Handy-Nutzer?

Handys sind ein Segen. Doch auch Handys haben Nachteile, wie z.B. die Strahlung. Wie strahlungsintensiv ein Handy ist, sieht man am SAR Wert.

Noch vor 30 Jahren hätte man jeden, der behauptet, dass Menschen schon bald von unterwegs aus mit anderen sprechen können, ohne zu zögern für verrückt erklärt. Kaum jemand hätte in Zeiten von einem Kurbeltelefon pro Dorf gedacht, dass die Dinge sich so schnell entwickeln.

Doch auch die schönste Medaille hat zwei Seiten, weil Handys mit Hilfe von elektromagnetischen Wellen kommunizieren. Die sind auf dem größten Teil ihres Spektrums ungefährlich - auch das sichtbare Licht besteht aus elektromagnetischen Wellen. Doch Handys benutzen sehr hochfrequente Wechselfelder, weit jenseits des sichtbaren Bereichs - fast schon auf dem Level einer Mikrowelle. Mikrowellen sind in der Lage, Gewebe zu erhitzen, was auch ihre Bestimmung ist. Doch gelangen die Wellen nicht aus der Mikrowelle heraus - anders als beim Handy.

Mobiltelefone benutzen diese "Fast-Mikrowellen" zur Kommunikation mit dem nächsten Sendemast, weil sie so gut Stoffe durchdringen können - allerdings sind diese viel schwächer! Dennoch erhitzen sie das benachbarte Gewebe, also das Ohr und Gehirn. Hier vermuten die Forscher auch die Gefahr. Man konnte noch nicht nachweisen, dass Handys Gewebe schädigen, es aber auch nie wiederlegen - lediglich im Labor werden Zellen durch die elektromagnetische Strahlung geschädigt.

Aus diesem Grund führte man eine Beschränkung ein, die besagt, dass Mobiltelefone so gebaut werden müssen, dass der Körper maximal 2 Watt pro Kilogramm Körpergewicht aufnimmt. Anfangs waren die Angaben zu diesem sogenannten SAR Wert nicht sehr zuverlässig, weil die Hersteller verschiedene Messverfahren einsetzten, was aber inzwischen behoben ist, indem die Messbedingungen durch eine EU-Norm standardisiert wurden. Moderne Handys haben einen maximalen SAR Wert von unter einem Watt, was aber sehr von den Betriebsbedingungen abhängt.

Ist die Infrastruktur des Mobilfunkanbieters gut ausgebaut, bleibt die Entfernung zum nächsten Sendemast gering, sodass die Handys eine geringe Sendeleistung wählen. Dabei können sie sich meist zwischen Betriebsmodi zwischen 0.001 und 2 Watt pro Kilogramm Körpergewicht entscheiden. Die Belastung sinkt also in großen Städten und steigt auf dem Land oft rapide an. Mit einem Headset kann man sich vor der Strahlung schützen, weil das Handy nicht ans Ohr gehalten werden muss.