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Produkttester: Kann das jeder machen?

Derzeit werden sie vor allem im Internet überall gesucht: Produkttester. Wer sich informiert und ein paar Regeln einhält, kann hier durchaus ein paar Euros sparen. Doch Riesengewinne sollte man nicht erwarten.

Gibt man bei einer der großen Suchmaschinen im Internet das Wort „Produkttester“ ein, erhält man in Sekundenschnelle sofort mehr als drei Millionen Einträge. Zum einen zeigt das, dass der Markt der Marketingstudien sicherlich einen großen Bedarf an solchen Testern hat, und viele versprechen sogar eine gewisse Entlohnung für die Mühe oder verkünden, dass man das getestete Produkt im Anschluss behalten darf. Doch leider sind auch hier wie so oft jede Menge schwarze Schafe unterwegs, die von ihrem künftigen Produkttester zunächst eine Vorauszahlung in einer bestimmten Höhe, die bis in den dreistelligen Bereich gehen kann, haben wollen. Von solchen Anbietern sollte man auf jeden Fall die Finger lassen und eher die Verbraucherberatung informieren.

Hat man jedoch hier die Spreu vom Weizen getrennt, lässt sich in diesem Bereich sicherlich das eine oder andere Schnäppchen machen. Eine ideale Informationsplattform stellen dabei garantiert die diversen Foren im Internet dar, wo Menschen, die bereits auf diesem Gebiet positive oder negative Erfahrungen gemacht haben, diese kundtun. Gesucht werden Tester auf nahezu allen Gebieten: Angefangen von Kosmetika über Elektrogeräte bis hin zu Urlaubsreisen. Doch wie gesagt, immer vorsichtig bleiben, wenn im Voraus Geld gezahlt werden soll.

Hat man es mit einem seriösen Anbieter oder einem etablierten Marktforschungsinstitut zu tun, bekommt man die zu testenden Produkte nach Hause geschickt. Nach einer festgelegten Testphase muss dann in der Regel ein umfangreicher Fragebogen mit unterschiedlichen Angaben zum Produkt ausgefüllt werden. Dieser hilft den Unternehmen nicht nur, ihr Produkt optimal am Markt zu platzieren, weil sie hundertprozentig auf die Bedürfnisse der Verbraucher eingehen können, sondern darüber hinaus kann auch aufgrund der Auswertung der Fragebögen eine geeignete Marketingstrategie entwickelt werden. Daher befinden sich in diesen Bögen oft auch Fragen zur Verpackung der Ware, zum Beispiel im Zusammenhang mit Firmenlogos, Symbolen aber auch farblicher Gestaltung.

Über eines sollte man sich allerdings im Klaren sein: Umso größer die Versprechen der Firmen sind, die Produkttester suchen, desto wahrscheinlicher handelt es sich um „schwarze Schafe“. Denn für eine konkrete Qualitätssicherung von Produkten gibt es ausgebildetes Personal. Dort werden keine Laien beschäftigt.