Der High-Speed Beweis: Was leistet ein DSL Speedmeter?

Als DSL Speedmeter bezeichnet man eine softwaregestützte Prüfung der verfügbaren Übertragungsgeschwindigkeit eines Breitbandanschlusses. Die Ergebnisse geben einen Hinweis darauf, ob der Provider seine Zusagen einhält.

Das Kürzel DSL beim DSL Speedmeter steht für Digital Subscriber Line und ist Synonym für verschiedene Übertragungsstandards, die zum Erreichen von hohen Transferraten bei der Übermittlung von digitalen Daten angewendet werden. Einen solchen Breitbandanschluss zu Kommunikationszecken besitzen in der Bundesrepublik Deutschland etwa zwanzig Millionen Haushalte und die Tendenz ist steigend. Statistisch gesehen liegt Deutschland damit bei der Versorgung pro Kopf auf Platz acht der OECD Staaten.

Beim Sichten der Zahlen vom DSL Speedmeter muss man wissen, dass es zwei verschiedene Arten von DSL gibt. SDSL bedeutet eine symmetrische Übertragung der Daten. Das bedeutet, dass man beim Upload die gleiche Transfergeschwindigkeit erreicht wie beim Download. Am weitesten verbreitet in den privaten Haushalten ist die ADSL Technologie. Das A steht für asymmetrisch. Das Kennzeichen von ADSL ist, dass die Transferrate beim Download deutlich höher liegt als beim Upload. Damit trägt man der Tatsache Rechnung, dass mehr Daten aus dem Internet herunter geladen werden, als von den Nutzern an das Internet übergeben werden.

Das DSL Speedmeter findet man zum Beispiel in der Steuersoftware des Routers. Meistens verbirgt er sich hinter dem Funktionsaufruf DSL Informationen. Dort kann man die genauen Zahlen ablesen, mit welcher Geschwindigkeit die Daten vom Router an die DSL Vermittlungsstelle und umgekehrt übergeben werden können. Die Angaben erfolgen zumeist in Kilobit pro Sekunde. Wer dort häufiger einmal hineinschaut, wird feststellen, dass die Zahlen nicht immer gleich sind. Das hängt damit zusammen, dass SIP, also das Session Initiation Protocol, die Konditionen für jede Verbindung neu aushandelt und die Router so programmiert sind, dass sie mindestens einmal am Tag die Verbindung unterbrechen und neu aufbauen. So kommt man der gesetzlich vorgeschriebenen Zwangstrennung durch den Provider zuvor.

Aber auch noch andere wichtige Angaben liefert der DSL Speedmeter. Dazu gehört zum Beispiel die Latenz, die Auskunft darüber gibt, welche Verzögerung durch den jeweiligen Übertragungsweg entsteht. Ein wichtiger Faktor ist die Leistungsdämpfung. Ist sie zu hoch, kann der Router keine zuverlässige Verbindung aufbauen. Für den Fachmann ist interessant, welches Spektrum an Frequenzen für die Übertragung der Daten genutzt werden kann. Auch dazu findet man eine Grafik in der Software zum DSL Speedmeter. Größere Lücken deuten hier immer auf Leitungsprobleme hin.