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Ein trojanisches Pferd feiert seine Wiedergeburt

Ein trojanisches Pferd ist ein typischer Vertreter der Schadsoftware. Die Ziele der Hacker haben sich gewandelt. Heute produzieren die meisten Hacker Spionageprogramme, um an das Geld anderer Menschen zu gelangen.

Ein trojanisches Pferd ist im klassischen Sinne ein Geschenk, das zur tödlichen Falle werden kann. Troja, die alte Stadt, war unbesiegbar, weil sie perfekte Mauern hatte. Die Gegner der Stadt mussten, um die Stadt zu besiegen, irgendwie hinter die starken Mauern kommen. Dazu benutzten sie nach der Erzählung von Homer eine Finte: Sie bauten ein wunderschönes und großes hölzernes Pferd. Das Pferd war innen hohl und konnte mit Kriegern befüllt werden. Genau dies wurde auch getan: der Anführer ließ seine Männer in das Pferd steigen und stellte das Pferd vor Troja auf - mit den Soldaten im Bauch. Die Trojaner zogen, von Neugier getrieben, das Pferd in ihre Stadt - freiwillig. Nun waren die feindlichen Soldaten im Herzen der Stadt! Kaum war das trojanische Pferd in der Stadt, kamen die Soldaten aus dem Bauch des hölzernen Pferdes und zerstörten die Stadt von innen heraus.

Viel Computeranwender verhalten sich so wie die Einwohner Trojas: Sie bekommen Geschenke angeboten - sei es in der Mail, sei es auf einer interessanten Webpage. Das Wort "kostenlos" oder der Ausdruck "gratis" sind dabei die Türöffner. Die Gier der Anwender oder auch die Neugier lässt das Sicherheitsdenken verschwinden: Man öffnet den Anhang oder man klickt auf die Page.

So ähnlich funktionieren in unseren Tagen auch die virtuellen Spione. Durch freiwillige Aktionen holt sich der ahnungslose Computernutzer merkwürdige Helfer an Board. Er schaltet oft freiwillig seine Mauern ab. Dadurch verhilft er den virtuellen Spionen zum Leben. Man kann sich als Anwender an den unterschiedlichsten Stellen ein trojanisches Pferd einfangen. Ein trojanisches Pferd spekuliert immer auf die Neugier der Menschen und schlüpft mit Hilfe der Neugier durch die Mauern des Rechners hindurch.

Die meisten trojanischen Pferde sind dazu da, Werbung an den Mann oder die Frau zu bringen. Sie arbeiten unbemerkt im Hintergrund und leiten die Anwender auf bestimmte Seiten. Manchmal aber lauschen die Trojanische Pferde auch auf die Eingabe von Passwörter -Phishing und Troja sind also eng miteinander verbunden! Man fängt sich ein trojanisches Pferd sehr schnell ein. Es abzuschütteln ist dagegen aufwendig und schwierig.