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Eine TK Anlage ist eine Telekom im Kleinformat

Eine TK Anlage übernimmt im Prinzip die Aufgaben eines Telefonanbieters und vermittelt sozusagen im Hausnetz. Außerdem ist die das Tor zum öffentlichen Telefonnetz.

: In den meisten Haushalten stehen einige wenige Telefone, die allesamt direkt an das Telefonnetz angeschlossen sind. Dieses System stößt aber schnell an seine Grenzen und ist in Unternehmen nicht nutzbar. Man verwendet stattdessen sogenannte TK Anlagen. Sie machen im Prinzip das, was auch der Telefonanbieter macht - Gespräche vermitteln. TK Anlagen gibt es in verschiedensten Größen - von weniger als zehn Teilnehmern für Einsätze in Schulen oder z.B. kleinen Büros, bis zu mehreren zehntausend Anschlüssen. Dabei ist die TK Anlage eine Art Wand, die das innere vom äußeren Telefonnetz trennt.

Das hat eine Reihe von Vorteilen - z.B. die Möglichkeit, kostenlose innere Gespräche zu führen, Konferenzen zu schalten, oder auch das Umleiten, Makeln oder festlegen von Rechten. Sodass man z.B. bestimmen kann, welcher Teilnehmer nur intern telefonieren darf, wer nur angerufen wird, wer ins örtliche und wer ins weltweite Telefonnetz telefonieren darf. Mit Hilfe von Blacklists lassen sich bestimmte Rufnummern verbieten und getätigte Anrufe protokollieren. Die TK Anlage verfügt meist über eine begrenzte Anzahl an Ausgängen in das weltweite Telefonnetz, so dass die Kommunikation zwischen zwei Standorten einer großen Firma oft anderweitig realisiert wird. Man verbindet einfach mehrere TK Anlagen und schafft sozusagen ein neues Telefonnetz, indem man Standleitungen oder in seltenen Fällen auch Richtfunk benutzt. Eine völlig neue Methode ist das Verbinden von TK Anlagen über das Internet. Dabei wird das Gespräch mit Hilfe von VoIP übertragen, ohne dass eine teure Standleitung notwendig ist.

Inzwischen gibt es auch erste "Software TK Anlagen", die nur auf teilnehmenden Computern existieren. Dabei wird ein Telefon oder Headset am Rechner oder einem speziellen Modem angeschlossen und über das Netzwerk zur Vermittlung übertragen, wo man alle Gespräche koordiniert. Diese Software TK Anlagen sind weit billiger, belastbarer und vielseitiger. Doch auch hier wird spätestens dann Hardware benötigt, wenn man außerhalb der Anlage oder des Anlagennetzes, welches man auch "Corporate Network" nennt, nach außen telefonieren will. Um die Netze zu verbinden, wird deshalb ein sogenanntes Gateway benötigt. Das klassische TK-System wird auf lange Sicht durch softwarebasierte Ansätze abgelöst werden.